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BDEW will Entsorgungsfonds für PFAS-Chemikalien im Grundwasser

Foto: BDEW, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wasserwirtschaft fordert, dass Chemie-Konzerne für die Aufbereitung von Grundwasser zahlen, was mit PFAS-Chemikalien belastet ist. „Die aktuelle rechtliche Situation wirkt aus Sicht der Hersteller wie eine Lizenz zur Verschmutzung des Grundwassers, weil es enorm schwer ist, der Verursacher der Kontamination habhaft zu werden“, sagte Martin Weyand, Geschäftsführer Wasser und Abwasser beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, es handelt sich um mehr als 10.000 verschiedene Chemikalien. Sie werden eingesetzt, wenn schmutz- und wasserabweisende Materialien benötigt werden – etwa bei Outdoor-Textilien, Lebensmittelverpackungen oder Pizzakartons. Diese sogenannten Ewigkeits-Chemikalien stehen im Verdacht, für Krebs und zahlreiche andere Erkrankungen verantwortlich zu sein. Sie werden zunehmend auch im Grundwasser nachgewiesen. Bislang kommen die privaten Haushalte über ihre Schutzwasserrechnung für die Kosten der aufwendigen Aufbereitung auf. „Die Bürger haben die Kosten für die Reinigung des Wassers nicht verursacht, sie müssen aber nach den geltenden Bestimmungen dafür in Form von höheren Trinkwassergebühren geradestehen“, so Weyand. Als Beispiel führt der BDEW eine Kontamination im Kreis Rastatt (Baden-Württemberg) an, wo die Tarife für Trinkwasser wegen einer zusätzlichen PFAS-Aufbereitung um rund 20 Prozent erhöht werden mussten. Weyand macht sich für die Einführung eines Verursacherprinzips stark: „Unser Vorschlag ist, dass die Hersteller und die Importeure der PFAS-haltigen Stoffe in einen Fonds einzahlen, aus dem die Sanierung betroffener Flächen, die Aufbereitung des Grundwassers und die Neuerschließung von Brunnen bezahlt werden.“ Hier sei eine nationale Regelung möglich, besser wäre aber, dies gleich auf EU-Ebene zu klären, damit in Europa die gleichen Regeln gelten. Ein weiterer Vorteil aus Sicht des BDEW-Geschäftsführers: „Mit solch einem Fonds würde zudem der Anreiz geschaffen, dass Unternehmen alternative Lösungen oder andere Stoffe entwickeln, weil sie sich dadurch das Einzahlen in den Fonds ersparen würden.“ In der EU wird seit geraumer Zeit über ein PFAS-Verbot verhandelt.

AFP

„Start up“ in Osnabrück: Immer mehr Gründungen in der Hasestadt

Start-up (Symbolbild)
Start-up (Symbolbild)

Auch wenn Osnabrück nicht immer als Vorreiter gilt, hat sich unsere Hasestadt bundesweit einen Namen auf dem Gründungsmarkt gemacht. Osnabrück und innovativ – ja, das passt sehr gut. Und es lohnt sich genauer hinzuschauen: In unserer neuen Artikelreihe „Start up“ in Osnabrück wollen wir genau das tun und mit der Osnabrücker Startup-Szene auf Tuchfühlung gehen. Seid gespannt auf zahlreiche Ideen für die Stadt und das Leben der Zukunft!

Bevor wir einen Blick auf innovative Ideen werfen, richten wir den Fokus auf die wichtigsten Akteure: WFO, Seedhouse, SmartCityHouse, OHA – wer und was ist das? Fangen wir mit einem Überblick über den Osnabrücker Gründungsmarkt und der Rolle der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) an.

Seit wann ist das Gründen in Osnabrück so angesagt?

„Schon seit einigen Jahren tut sich viel in Osnabrück“, weiß Lars Brendler, zuständig für den Bereich Gründung von Startups bei der WFO. Mit der Gründung des Seedhouse vor etwa sechs Jahren habe der Gründungsmarkt in Osnabrück an Tempo gewonnen. Das Seedhouse war das erste von mittlerweile drei Startup-Zentren in der Hasestadt und unterstützt Startup-Teams, die in der Frühphase der Unternehmensentwicklung stehen. „Mit der Gründung vom Seedhouse ist der Startup-Spirit größer geworden und immer mehr Unterstützer haben sich beteiligt“, erklärt Brendler.

Start up Osnabrück

Warum ist Osnabrück fürs Gründen so attraktiv?

Rund 28.000 junge Menschen studieren derzeit an Hochschule und Universität Osnabrück – eine „super Grundlage“, meint Brendler. Denn viele Gründungen gehen direkt aus dem Studium hervor, 2021 lag die Zahl bei 2.800. Zudem seien in der Region viele Mittelständler aktiv, weshalb Osnabrück über eine große Power verfüge. Dies gelte insbesondere für die Agrarwirtschaft und die Lebensmittelbranche , so der Gründungsexperte. „Wenn es um Food und Agrar geht, dann ist Osnabrück einer der Hotspots in Deutschland und Europa.“ Viele Mittelständler und eine Agrarfakultät an der Hochschule öffnen in diesem Bereich den Gründungsmarkt für junge Startups. Entsprechend fokussiert sich auch das Seedhouse auf junge Gründerinnen und Gründer aus diesem Sektor.

Wie viele Startups gibt es mittlerweile in Osnabrück?

Etwa 30 Startups nutzen mittlerweile die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten am Osnabrücker Innovationszentrum (ICO) an der Albert-Einstein-Straße. „Je nachdem, wie groß man den Radius zieht, sind es insgesamt so um die 100“, weiß Brendler.

Wie divers ist die Osnabrücker Startup-Szene?

Während das Seedhouse einen Fokus auf den Agrarbereich legt, unterstützen die beiden weiteren Startup-Zentren in Osnabrück zwei andere Segmente: Das SmartCityHouse entwickelt gemeinsam mit Startups innovative Geschäftsmodelle für die Entwicklung zur Stadt der Zukunft, der Osnabrück Healthcare Accelerator (OHA) unterstützt Gründungswillige aus dem Gesundheitsbereich.

Damit nicht genug der Diversität: „Grundsätzlich ist die Osnabrücker Startup-Szene eher männlich dominiert, aber glücklicherweise kommen auch immer mehr Frauen dazu“, sagt Brendler. Ein Großteil der Gründerinnen und Gründer komme zudem aus der Region oder sei zum Studieren nach Osnabrück gekommen und anschließend geblieben. Eine Altersgrenze gebe es nicht. Zwar seien die meisten Teams eher aus der jüngeren Generation, doch es gebe auch Gründungswillige im fortgeschrittenen Alter, berichtet Brendler.

Wie werden Startups in Osnabrück unterstützt?

In halbjährlichen sogenannten Batches unterstützen die drei Startup-Zentren ausgewählte Startups und Startup-Ideen bei der Entwicklung eines Unternehmens. Dazu stehen Coaching, Mentoring und ein breites Netzwerk zur Verfügung. Auch die WFO unterstützt Gründungsideen seit mittlerweile zweieinhalb Jahren aktiv. „Da, wo Bedarf ist, versuchen wir, mit unserem breiten Netzwerk zu unterstützen. Sei es bei der Antragsstellung für Fördermittel oder mittels Coaching“, so Brendler.

Wie wird sich der Gründungsmarkt entwickeln?

Stetig neue technische Fortschritte und Innovationen machen die Startup-Szene spannend und facettenreich zugleich. In einer Welt, die sich immer schneller entwickelt, bieten sich immer Chancen für Veränderungen, weiß auch Brendler. „Das ist dann für Startups eine günstige Gelegenheit, um sich zu positionieren.“ Aufgabe von WFO und Co. sei nun, das Potenzial der Gründungswilligen auszuschöpfen und ihnen das Thema Unternehmertum noch näher zu bringen. „Wir wollen dazu unser Netzwerk weiter entwickeln sowie Programme in enger Kooperation mit unseren Partnern wie Universität und Hochschule, aber auch Unternehmen und Stiftungen ausbauen.“ Doch schon jetzt biete Osnabrück alle Voraussetzungen, um vor Ort ein Unternehmen zu gründen. Weitere Infos gibt es auf der Seite der WFO.

AFP

Post wehrt sich gegen 15-Prozent-Forderung von Verdi

Foto: Deutsche Post, über dts Nachrichtenagentur

Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Post-Chef Frank Appel wehrt sich gegen die Forderung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nach 15 Prozent mehr Lohn. „Die Forderung von 15 Prozent in zwölf Monaten umzusetzen, würde unser Post- und Paketgeschäft in Deutschland aufs Spiel setzen – das ist keine Übertreibung“, sagte Appel dem Nachrichtenmagazin Focus.

Sein Vorstand habe das „umfangreichste Tarifangebot“ in der Geschichte des Unternehmens vorgelegt, so Appel. „Wer glaubt, dagegen zum Streik aufrufen zu müssen, macht einen historischen Fehler und wird der Belegschaft letztlich schaden.“ Er könne „sehr gut nachvollziehen, dass sich viele Menschen zurzeit fragen, wie sie angesichts von Inflation und hohen Energiepreisen über die Runden kommen sollen“. Als Vorstandschef habe er aber die Verantwortung, Arbeitsplätze langfristig zu erhalten.

„Wenn ich heute die Löhne unverhältnismäßig erhöhen würde, würden sich in zwei, drei Jahren die Gewerkschaften darüber beklagen, dass wir Personal abbauen müssen, weil wir Verluste machen“, so Appel. „Deshalb kann ich nichts entscheiden, von dem ich überzeugt bin, dass es der langfristigen Perspektive schadet.“ Appel, der sich im Mai als Vorstandsvorsitzender des Bonner Konzerns verabschiedet, erinnerte sich an seine Anfänge: „Vor 15 Jahren, als ich hier als CEO anfing, habe ich einer Entscheidung zustimmen müssen, dass 35.000 Menschen ihren Job verlieren. Damals habe ich mir geschworen, dass das nie wieder passieren darf.“

Verdi hatte die Tarifverhandlungen mit der Post zuletzt ergebnislos abgebrochen und zur Urabstimmung aufgerufen, die am Rosenmontag beginnen soll und in einem unbefristeten Arbeitskampf münden könnte. In Deutschland arbeiten aktuell noch 160.000 der weltweit rund 590.000 Beschäftigten des Post-Konzerns, der fürs vergangene Jahr mit einem Rekordgewinn von 8,4 Milliarden Euro rechnet – eine Summe, deren Löwenanteil längst außerhalb Deutschlands erwirtschaftet wird.

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Bundesministerien wollen 70 Milliarden Euro mehr ausgeben

Foto: Finanzministerium, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Innerhalb der Bundesregierung ist ein Streit um den Bundeshaushalt ausgebrochen. Einem Bericht des „Handelsblatts“ (Freitagsausgabe) zufolge summieren sich in den laufenden Haushaltsverhandlungen die zusätzlichen Wünsche der Bundesministerien allein für das nächste Jahr auf fast 70 Milliarden Euro.

Um diesen Betrag übersteigen also die Wünsche die bisherige Etatplanung von 424 Milliarden Euro. Die Wünsche seien „absolut unerfüllbar“, heißt es im Bundesfinanzministerium. Die geplanten Ausgaben von 424 Milliarden Euro seien die Obergrenze. Wenn einzelne Minister mehr ausgeben wollten, müsse das Geld an anderer Stelle eingespart werden. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) wolle auch im nächsten Jahr die Schuldenbremse einhalten, wie es die Koalition fest vereinbart habe. Fast alle Häuser haben beim Bundesfinanzministerium höhere Bedarfe angemeldet. So verlangt etwa Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zehn Milliarden Euro mehr im nächsten Jahr und damit eine Aufstockung des Verteidigungsetats von rund 50 auf 60 Milliarden Euro. Zwar werde die nächste Steuerschätzung im Mai wohl etwas besser ausfallen als erwartet, heißt es im Bundesfinanzministerium, das werde aber nicht einmal reichen, um die bisher bestehende Etatlücke von zwölf Milliarden Euro im 2024er-Etat auszugleichen. Um sich etwas Luft im Haushalt zu verschaffen, gibt es deshalb die Überlegung, den Klima- und Transformationsfonds (KTF) umzubauen. Der Fonds zur Finanzierung der Klimawende, der Teil des regulären Haushalts ist, verfügt derzeit über 90 Milliarden Euro. Für die Jahre 2022 bis 2026 sieht er Ausgaben von insgesamt 200 Milliarden Euro vor. Allerdings gibt es beim KTF ein altbekanntes Problem: Auch hier fließt Geld wegen Bürokratieengpässen nicht ab.

Deshalb gibt es die Idee, im KTF andere Ausgaben als bisher geplant zu finanzieren, um hierüber andere Teile des Etats zu entlasten.

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Ifo: Homeoffice zieht Menschen aus Großstädten in den Speckgürtel

Foto: Neubausiedlung, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Die Arbeit im Homeoffice hat viele Menschen in Deutschland dazu veranlasst, ihren Wohnort zu verlegen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Ifo-Instituts und eines Immobilienportals, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Dies war demnach vor allem bei ehemaligen Großstädtern der Fall. „Unter den Personen, die die Großstadt verlassen haben, zogen 38 Prozent in den Speckgürtel“, sagte Mathias Dolls, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Makroökonomik und Befragungen. „30 Prozent zogen in kleinere Großstädte zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern.“ Lediglich neun Prozent der ehemaligen Großstadtbewohner seien in eine Kleinstadt und fünf Prozent in den ländlichen Raum gezogen.

Gefragt nach Plänen für die kommenden zwölf Monate, gaben in der Umfrage zehn Prozent der Großstädter an, einen grundlegenden Umzug zu planen. Davon wollen 40 Prozent in eine kleinere Großstadt und 22 Prozent in den Speckgürtel ziehen. Kleinstädte und der ländliche Raum sind die am seltensten genannten Umzugsziele (acht bzw. zwölf Prozent). Nach Angaben des Ifo-Instituts hat die Corona-Pandemie, entgegen mancher Erwartungen, nicht zu einer Flucht aufs Land geführt.

Als wesentliche Kostentreiber, die einen Umzug erforderlich machten, nannten die Befragten gestiegene Kaltmieten und höhere Energiepreise. Im Mai 2021 wurden die Wohnkosten noch von zwölf Prozent der Befragten als eine große finanzielle Belastung wahrgenommen. Dieser Anteil stieg bei den im Herbst 2022 Befragten auf 20 Prozent. Von denjenigen Personen, die in den kommenden zwölf Monaten umziehen wollen, nennen zwölf Prozent die finanzielle Belastung als wichtigsten Umzugsgrund.

Vor der Energiekrise hatten finanzielle Gründe noch eine untergeordnete Rolle gespielt. Für die Erhebung befragte das Ifo-Institut gemeinsam mit dem Portal „Immowelt“ im Herbst 2022 insgesamt 12.000 Personen. Die Studie ist eine Aktualisierung einer vorausgegangenen Befragung vom Mai 2021.

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Dax weiter im Aufwind – Adidas besonders gefragt

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat seine anfänglichen Gewinne am Donnerstag bis zum Mittag gehalten. Gegen 12:30 Uhr notierte der deutsche Leitindex bei rund 15.575 Punkten und damit gut 0,4 Prozent über dem Handelsschluss am Vortag.

Offenbar hat sich bei den Anlegern zuletzt Optimismus breit gemacht. Die pessimistischen Marktteilnehmer hätten den optimistischen „das Feld überlassen“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Die vorangegangene Skepsis mache der Hoffnung Platz. Dadurch sei es dem Dax gelungen, zeitweise auch wieder über das Kursniveau von 15.600 Punkten zu klettern. „Es gibt noch erhebliche Risiken in den Finanzmärkten, die jedoch derzeit kaum wahrgenommen werden“, mahnt Lipkow. Sollte sich die Robustheit des US-Arbeitsmarkts als inflationsbeschleunigend herausstellen, könne sich das derzeitige Zinsszenario noch einmal erheblich verändern, so der Experte. Besonders gefragt waren am Mittag Papiere von Adidas, die kräftig zulegten. Ein auf dem Papier deutliches Minus gab es unterdessen bei Siemens Healthineers – die Anteilsscheine des Konzers werden allerdings mit einem Dividendenabschlag gehandelt. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,0697 US-Dollar (+0,08 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9349 Euro zu haben. Der Gaspreis sank unterdessen: Eine Megawattstunde zur Lieferung im März kostete rund 53 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

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Osnabrücker Straßenverkehr während Friedenskette am 24. Februar eingeschränkt

Verkehr (Symbolbild)
Verkehr (Symbolbild)

Am Freitag (24. Februar), der Jahrestag des Ukraine-Krieges, bilden zwischen Osnabrück und Münster rund 40.000 Menschen eine Friedenskette. Dabei kommt es entlang der Strecke zu Einschränkungen im Straßenverkehr. 

Die Friedenskette schließt sich von 16 Uhr bis 16:10 Uhr. Die meisten Menschen werden dann in erster Linie im Seitenbereich auf dem Gehweg oder dem Radweg stehen. Vereinzelt werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Friedensinitiative an Kreuzungen auf der Fahrbahn stehen, wodurch Abschnitte wie etwa die Kreuzung am Heger Tor nicht befahrbar sein werden. Weil das nur kurz andauert, werden keine Umleitungen eingerichtet oder Absperrungen aufgestellt.

„Am besten ist es, zu Fuß oder mit dem Rad zu kommen“, sagt Thomas Cordes, Leiter des Fachbereichs Ordnung. „Es wird nicht genug Platz für alle Autos nah an der Strecke sein.“

Für Fahrten mehr Zeit einplanen

Zu Vollsperrungen kommt es am Wall im Bereich Heger Tor, an der Lengericher Landstraße im Bereich Große Schulstraße sowie der Innenstadt aus der Richtung Hasbergen via Rheiner Landstraße und Lengericher Landstraße. Die Stadt Osnabrück verweist darauf, diese Streckenabschnitte zu umfahren. Die beschilderte Umleitung für die Rheiner Landstraße kann aufgrund der Menschenkette kurzzeitig nicht genutzt werden.

Die Autobahn in Richtung Münster sowie die Auf- und Abfahrt in Hellern wird nicht beeinträchtigt. Die Kette muss für die Durchfahrt von Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn unterbrochen werden. Auch bei Busfahrten kann es zu Verspätungen kommen. Die Stadt bittet andere Verkehrsteilnehmende um Geduld und Verständnis, als Zeichen des Friedens.

Im Landkreis Osnabrück gibt es noch eine Besonderheit: Der Bahnübergang der Hüttenbahn an der Osnabrücker Straße beziehungsweise Holzhauser Straße ist von der Friedenskette betroffen. Bahnübergänge dürfen auch während der Schließung nicht betreten werden.

Weitere Informationen zu der Streckenaufteilung und zur Anmeldung finden Sie hier.

AFP

Nachhaltig nach Dresden und Prag: Neuer Nachtzug startet ab Ende April auch von Osnabrück aus

GreenCityTrip Nachtzug / Foto: GreenCityTrip
GreenCityTrip Nachtzug / Foto: GreenCityTrip

Der Nachtzuganbieter GreenCityTrip startet am 21. April mit einem neuen Nachtzug nach Dresden und Prag. Der Zuganbieter fährt wöchentlich mit eigens betriebenen Nachtzügen mit 16 Wagen und einer Kapazität von 720 Passagieren – und startet dabei auch von Osnabrück aus.

Der Zug hat nur Liege- und Schlafplätze und ist nicht weniger als 500 Meter lang. Weitere Startorte neben dem Osnabrücker Hauptbahnhof sind Bad Bentheim, Minden und Hannover. Ohne weitere Zwischenstopps kommt der Zug dann am nächsten Morgen in Dresden und Prag an.

Nachhaltiges Reisen: Fahren statt fliegen

GreenCityTrip gehört zur Muttergesellschaft Flywise, einem in den Niederlanden ansässigen Reiseveranstalter, der seit 2010 in verschiedenen europäischen Ländern aktiv ist. Mit dem Start eines eigenen Nachtzugnetzes in Europa hofft sie nun, „fliegende“ Touristen zu einer nachhaltigeren Art des Reisens durch Europa zu bewegen.

So sieht es im Nachtzug aus. / Foto: GreenCityTrip
So sieht es im Nachtzug aus. / Foto: GreenCityTrip

Der Nachtzug hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, nachdem das frühere Nachtzugnetz fast vollständig verschwunden war. „Nicht nur die Erkenntnis, dass Fliegen auf kurzen Strecken schlecht ist, spielt dabei eine Rolle. Die Menschen lassen auch wegen der ständig steigenden Treibstoffpreise immer öfter das Auto stehen“, erklärt Mitinhaber Hessel Winkelman.

Weitere internationale Strecken sollen folgen

GreenCityTrip fährt seine Strecken mit deutschen Zügen und will in den kommenden Jahren in Deutschland weiter expandieren. Es sollen weitere internationale Strecken hinzukommen, und alle Ziele sollen schließlich dreimal pro Woche angefahren werden. Hierfür sucht GreenCityTrip auch die Zusammenarbeit mit anderen Partnern. In den Niederlanden wurde im vergangenen Jahr eine Kooperation mit dem Reiseveranstalter TUI gestartet. Diesen Winter betreibt GreenCityTrip auch den TUI Ski Express – ein Nachtzug von Amsterdam zu verschiedenen Skigebieten in Österreich.

TUI bietet seine Städtereisen mit dem umweltfreundlichen Zug von GreenCityTrip als Alternative zum Flugzeug an. Auch in Deutschland werden Reiseveranstalter bald die Nachtzugverbindungen anbieten können. Über die Website greencitytrip.de können Reisende ab heute ihre Reise buchen.

Politisches Handeln ist gefragt

Trotz des steigenden Bedarfs an umweltfreundlichem Schienenverkehr steht die Umsetzung internationaler Zugverbindungen noch vor vielen Herausforderungen. „Wir stellen fest, dass die Zusammenarbeit zwischen den Netzbetreibern verschiedener europäischer Länder unzureichend ist, was den Prozess der Aufnahme eines neuen Dienstes langsam und schwierig macht“, fügt Mitinhaber Maarten Bastian hinzu. „Es ist fraglich, warum umweltschädliche Flüge von der Mehrwertsteuer befreit sind, während für eine Zugfahrt Mehrwertsteuer gezahlt werden muss. Wenn die Politiker heutzutage etwas für die Umwelt und den Energieverbrauch tun wollen, ist dies das Mindeste, was sich ändern sollte. Aber wir werden nicht darauf warten und ab Mai mit dem Zug fahren.“

AFP

Osnabrückerin will Germany’s Next Topmodel werden

Sarah Benkhoffs optisches Idol: Megan Fox / Foto: ProSieben/Richard Hübn
Sarah Benkhoffs optisches Idol: Megan Fox / Foto: ProSieben/Richard Hübn

Sarah Benkhoff ist in der aktuellen Staffel von Germany’s Next Topmodel dabei. Das optische Vorbild der 20-jährigen Osnabrückerin: Megan Fox.

Bei Friseur Goda hat das künftige Model eine Ausbildung zur Friseurin gemacht und möchte nun in der 18. Staffel von Germany’s Next Topmodel (GNTM) „Model werden und GNTM rocken“. Denn das war „schon immer mein größter Traum“. „Ich möchte mir selbst beweisen, was ich kann und mir meinen Lebenstraum erfüllen“, so Benkhoff. Seit 2006 wird die Castingshow im deutschen Fernsehen ausgestrahlt und von „Modelmama“ Heidi Klum moderiert. Unterstützt wird sie auch in dieser Staffel von wechselnden Gastjuroren.

Mit 28 weiteren Kandidatinnen kämpft die 20-Jährige um den Rang als Germany’s Next Topmodel 2023. Sie selbst beschreibt sich in einem Videointerview mit ProSieben in drei Worten als lustig, tollpatschig und herzlich. In der Schule wurde sie wegen ihrer damaligen „Vampirzähne“ gemobbt, die durch eine Krankheit klein und spitz waren. Nun strahlt die Osnabrückerin aber mit einem weißen Lächeln in die Kamera und möchte ihrem Vorbild Megan Fox optisch näher kommen. Ihre Eltern haben ihr den Wunsch nach schönen Zähnen erfüllt.

Für den Sieg will sie alles tun

„Ich habe Klamotten ohne Ende, aber trotzdem nie was zum anziehen“, witzelt die Osnabrückerin. In Ihrer Freizeit macht sie gerne Sport und tanzt. Sie legt nach eigenen Angaben Wert darauf, authentisch zu sein, anderen zuzuhören und für sie da zu sein. Für den Sieg bei GNTM will sie „alles tun“. Die richtige Voraussetzung bringt sie mit: „Ich bin ein sehr disziplinierter und ehrgeiziger Mensch.“

Sarah Benkhoff ist als eines der 29 Models ab Donnerstag (16. Februar) um 20:15 Uhr auf ProSieben und Joyn zu sehen.

AFP

FDP lehnt Pistorius-Vorstoß zu allgemeiner Dienstpflicht ab

Foto: Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionschef Christian Dürr lehnt eine allgemeine Dienstpflicht ab. „Eine Dienstpflicht wäre ein vollkommen falsches Zeichen gegenüber der jüngeren Generation, der die Corona-Pandemie bereits außerordentlich viel abverlangt hat“, sagte der FDP-Politiker dem „Spiegel“.

Man müsse sich jetzt darauf konzentrieren, die Bundeswehr zu modernisieren. Das sollte erstes und oberstes Ziel sein. „Im Übrigen bestehen an der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit der allgemeinen Dienstpflicht erhebliche Zweifel“, so Dürr. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte sich am Mittwoch offen für eine Debatte zur Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht zur Stärkung von Katastrophenschutz, Bundeswehr und Rettungsdiensten gezeigt.

Offen zeigte sich der FDP-Fraktionschef allerdings für Pistorius` Forderung, Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) künftig zur Untergrenze zu machen. „Ich glaube, wir sind uns alle einig, was das Ziel betrifft. Nicht umsonst haben wir ein Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden beschlossen. Jetzt geht es darum, dass dieses Geld zügig in die Truppe investiert wird“, sagte Dürr dem „Spiegel“.

Nach der Niederlage seiner Partei bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin mahnte Dürr einen sachlichen Kurs in der Ampelkoalition an. „Mein Stil ist klar – fair im Umgang und konsequent in der Sache“, so Dürr. Zuvor hatte FDP-Vize Wolfgang Kubicki einen härteren Kurs seiner Partei in der Ampel verlangt. Dürr forderte die Grünen auf, sich beim Thema Planungsbeschleunigung zu bewegen.

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) habe dazu einen umfassenden Gesetzentwurf vorgelegt: „Noch hakt es an den Grünen. Bis Ostern sollten wir da in der Koalition zu einem Abschluss kommen. Beim LNG-Terminal in Wilhelmshaven haben wir als Regierung bereits bewiesen, dass wir Planungsbeschleunigung können“, so Dürr.

AFP