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Atom-Experte warnt vor Verlust von Mitsprache bei grenznahen AKWs

Lemke will mehr Unabhängigkeit von Russland bei Kernenergie
Lemke will mehr Unabhängigkeit von Russland bei Kernenergie

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Der Atom-Experte Uwe Stoll warnt vor einem Verlust von Mitsprache beim Betrieb von Atomkraftwerken im Ausland. „Wir laufen durch unseren Atomausstieg Gefahr, Einfluss und Möglichkeiten zur Mitsprache zu verlieren“, sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft für Reaktor- und Anlagensicherheit (GRS) dem Nachrichtenmagazin Focus.

Das sei kritisch zu sehen. „Denn zahlreiche europäische Länder und Nachbarstaaten setzen auf die Atomkraft oder steigen gerade erst ein“, so Stoll. Vor allem in Grenznähe stünden viele AKWs, bei denen sich Deutschland ein Mitspracherecht in Belangen der Sicherheit erhalten wolle. Am 15. April gehen in Deutschland die letzten drei Atomkraftwerke – Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland – vom Netz.

Der Termin folgt auf eine Debatte in der Energiekrise, in der letztlich Kanzler Olaf Scholz (SPD) entschied, die letzten drei Atomkraftwerke bis zum 15. April laufen zu lassen. In zahlreichen europäischen Staaten und auch Nachbarstaaten Deutschlands sind dagegen zahlreiche AKWs noch Jahrzehnte in Betrieb. Atom-Experte Stoll sagte: „Bislang waren wir Spitzenreiter einer Technologie, die wir selbst praktizieren. Wenn wir sie nicht mehr praktizieren, droht uns, dass wir den Anschluss verlieren und in der Folge auch im Ausland weniger ernst genommen werden.“


Foto: Atomkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Mané nach Sané-Streit für Spiel gegen Hoffenheim suspendiert

Mané nach Sané-Streit für Spiel gegen Hoffenheim suspendiert
Mané nach Sané-Streit für Spiel gegen Hoffenheim suspendiert

München (dts Nachrichtenagentur) – Fußballbundesligist FC Bayern München hat Sadio Mané für das Ligaspiel gegen 1899 Hoffenheim am Samstag suspendiert. Grund sei ein Fehlverhalten des Spielers nach dem Champions League-Spiel bei Manchester City am Dienstag, teilte der Verein am Donnerstag mit.

Zusätzlich werde er eine Geldstrafe erhalten. Mané soll nach dem Viertelfinal-Hinspiel mit seinem Teamkollegen Leroy Sané aneinandergeraten sein. Dabei soll er dem deutschen Nationalspieler ins Gesicht geschlagen haben. Die Münchner hatten das Spiel deutlich mit 3:0 verloren. Mané war erst im vergangenen Sommer zum deutschen Rekordmeister gewechselt.


Foto: Leroy Sané (FC Bayern München), über dts Nachrichtenagentur

AFP

Junge Liberale enttäuscht über Lauterbachs Cannabis-Eckpunkte

Junge Liberale enttäuscht über Lauterbachs Cannabis-Eckpunkte
Junge Liberale enttäuscht über Lauterbachs Cannabis-Eckpunkte

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende der Jugendorganisation der FDP hat sich enttäuscht gezeigt über die Eckpunkte zur Cannabis-Legalisierung, die Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) am Mittwoch vorgestellt haben. „Zentrales Ziel der Legalisierung sollte sein, den Schwarzmarkt auszutrocknen“, sagte Brandmann dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Donnerstag.

„Karl Lauterbachs Eckpunktepapier verfehlt dieses Ziel meilenweit.“ Die geplante Zulassung von Cannabis-Anbauvereinen, den „Cannabis Social Clubs“, sei richtig, reiche jedoch nicht aus. „Wenn man erst Mitglied in einem Verein werden muss, um legal Cannabis zu erhalten, wird der Schwarzmarkt weiter blühen: Denn die Erstkonsumenten gehen dann trotzdem zum Dealer, statt zur zertifizierten Verkaufsstelle. Das ist von einer echten Legalisierung von Cannabis noch weit entfernt. Das ist enttäuschend.“ Auch die weitere Politik Lauterbachs kritisiert die Juli-Vorsitzende: „Millionen junger Frauen leiden an Endometriose – Lauterbach sieht sich dafür nicht zuständig. Auch beim Thema psychische Gesundheit sehe ich null Fortschritt.“ Psychische Erkrankungen seien der häufigste Grund für eine stationäre Behandlung junger Menschen, so Brandmann. „Es braucht dringend mehr Therapieplätze. Von Karl Lauterbach höre ich dazu nichts. Für junge Menschen ist dieser Gesundheitsminister leider ein Totalausfall.“


Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

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Union kritisiert fehlenden Plan für „Superabschreibung“

Ampel prüft Kürzung von Förderprogrammen und Subventionen
Ampel prüft Kürzung von Förderprogrammen und Subventionen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Unionsfraktion im Bundestag hat das bisherige Ausbleiben der sogenannten „Superabschreibung“ kritisiert. „Die Ampel hatte Ende 2021 vollmundig angekündigt, Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung mit einer Prämie unterstützen zu wollen“, sagte Julia Klöckner (CDU), wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion.

„Mehrmals haben wir die Ampel gefragt, ab wann für Unternehmen und Betriebe die `Superabschreibung` endlich anwendbar sein wird. Richtig ausgestaltet, wäre diese gerade in der Krisenzeit eine echte Unterstützung.“ Die Antwort der Ampel sei erneut gewesen, dass die neue Regelung noch erörtert werde. „Konkretes zur Umsetzung Fehlanzeige“, beklagte Klöckner.

„Die Ampel ist nicht einmal in der Lage, Möglichkeiten der Umsetzung zu benennen. So bleibt die Superabschreibung nicht mehr als heiße Luft.“ Ursprünglich war die Investitionsprämie für 2022 und 2023 im Koalitionsvertrag vorgesehen gewesen. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte im Februar 2023 dem „Handelsblatt“ gesagt, dass die Superabschreibung bald kommen solle.

In der Krise sei dafür nicht der richtige Zeitpunkt gewesen, da die Abschreibungen dann vor allem die Inflation weiter angetrieben hätten, so Lindner.


Foto: Schuldenuhr, über dts Nachrichtenagentur

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Nachfolge von Franz-Josef Bode: Auch Nicht-Kleriker sollen an Bischofswahl teilnehmen

Osnabrücker Dom. / Foto: Krüer
Foto: Krüer

Wer wird Nachfolger von Franz-Josef Bode? Und wer entscheidet darüber? Wie das Osnabrücker Domkapitel nun festgelegt hat, wird die Entscheidung in einem Verfahren fallen, bei dem auch Nichtkleriker an der Wahl zum neuen Bischof von Osnabrück beteiligt werden.

Dazu werden wie auch bei Bischofswahlen zuvor Personen und Gremien befragt. Zudem wird das Domkapitel den Katholikenrat im Bistum Osnabrück einladen, neun Vertreterinnen und Vertreter zu benennen, die gemeinsam mit den neun Mitgliedern des Domkapitels eine Kandidatenliste für die Bischofswahl beraten. Die Gruppe wird beispielsweise Fragen zum persönlichen Profil eines kommenden Bischofs bedenken und sich über konkrete Namensvorschläge austauschen. Die Liste mit diesen Vorschlägen wird dann durch das Kapitel in das weitere Verfahren nach Rom gegeben. Die Inhalte der Beratungen bleiben geheim.

Dieses Vorgehen entspreche den Bestimmungen des Preußischen Konkordates, so Weihbischof Johannes Wübbe, der als Domdechant dem Domkapitel vorsteht. „Wir als Domkapitel werden zur Berufung des neuen Bischofs selbstverständlich für ein ordnungsgemäßes und gültiges Wahlverfahren sorgen“, so der Weihbischof.

Das Domkapitel orientiert sich mit diesem Vorgehen auch an dem Beschluss des Synodalen Weges, der eine entsprechende Beteiligung von Laien an der Wahl von Bischöfen vorsieht.

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Wenn der BikeTower kommt: Fahrradbügel am Hasetor bleiben stehen

Abgestellte Fahrräder am Hasetor
Abgestellte Fahrräder am Hasetor. / Foto: Pohlmann

So langsam nimmt der BikeTower am Altstadt Bahnhof (ehemals Bahnhof Hasetor)  Gestalt an. Trotz Verzögerungen bei einem Zulieferer bleibt es beim ursprünglich geplanten Eröffnungstermin im Herbst (unsere Redaktion berichtete) und auch die Gestaltung mit „Kunst am Bau“ ist inzwischen in Vorbereitung.

Doch was wird mit den Fahrradbügeln entlang des Haseufers? Nicht zuletzt weil am Hauptbahnhof zumindest vorübergehend die Radbügel entfernt werden und nur in verringerter Zahl zurückkehren sollen, mag sich manch ein Radpendler fragen, ob er auch in Zukunft weiterhin kostenfrei sein Rad abstellen kann.

Nicht weniger sondern mehr kostenfreie Fahrradparkplätze als jetzt

Wir haben bei der Stadt Osnabrück nachgefragt und Simon Vonstein vom Presseamt der Stadt konnte Entwarnung geben.
Tatsächlich soll es sogar ergänzend zum Bike Tower zusätzliche Kostenlos-Parkplätze für Fahrräder geben: „Direkt neben dem BikeTower werden für alle, die ihr Rad nicht kostenpflichtig abstellen möchten, Doppelstockparker mit zunächst 64 Abstellplätzen errichtet. Die Bügel an der Hase bleiben erhalten, bis der Wallring umgebaut wird.“

Einen Zeitplan für den Umbau des Walls gibt es noch nicht, doch einen Plan dafür, was passieren soll, sobald die Bügel dann entfernt werden, gibt es schon. Dann, so die Nachricht aus dem Rathaus, werden die Doppelstockparker um weitere 88 Abstellplätze erweitert.

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Christoph Baumgartner beklagt Formschwankungen der TSG Hoffenheim

Christoph Baumgartner beklagt Formschwankungen der TSG Hoffenheim
Christoph Baumgartner beklagt Formschwankungen der TSG Hoffenheim

Sinsheim (dts Nachrichtenagentur) – Kurz vor dem schwierigen Auswärtsspiel der TSG Hoffenheim in München beklagt Routinier Christoph Baumgartner Formschwankungen seiner Mannschaft. „Jede Mannschaft hat in einer Saison mal eine Phase, wo es nicht so gut läuft, aber wenn es dann so an die zehn Spiele sind, dann bist du auf einmal irgendwo, wo du nicht hin möchtest“, sagte der Mittelfeldspieler dem Pay-TV-Sender Sky.

„Warum das so ist, weiß ich leider nicht.“ Er glaube jedoch, dass es viel mit fehlenden Erfolgserlebnissen zu tun habe, die man sich erarbeiten müsse. „Aber ich glaube, dass mit der Mannschaft, die wir hier haben, definitiv mehr möglich ist.“ Für das Spiel am Samstag gegen den FC Bayern erwartet Baumgartner eine Mannschaft, welche die Niederlage gegen die TSG aus dem Hinspiel wiedergutmachen wolle.

„Wenn du in München nicht wach bist, nicht dagegen hältst, es nicht schaffst auch mal in Ballbesitz zu sein, dann wird es extrem schwer.“ Für einen möglichen Erfolg sei ein „guter Matchplan“ eine notwendige Voraussetzung. „Und dann musst du die wenigen Chancen, die es in München gibt, auch nutzen, wenn du etwas mitnehmen willst.“


Foto: Christoph Baumgartner (TSG 1899 Hoffenheim), über dts Nachrichtenagentur

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9 Forderungen gegen Fachkräftemangel in Kitas: Osnabrücker CDU appelliert an Niedersachsens Kultusministerin

(Symbolbild) Spielende Kinder
Symbolbild

Die Osnabrücker CDU hat einen Appell formuliert, den sie in der kommenden Ratssitzung am 25. April einbringen will. Darin fordern die Christdemokraten von der niedersächsischen Kultusministerin Julia Willie Hamburg, dem Fachkräftemangel im sozialen und pädagogischen Bereich in den Kindertagesstätten dringend entgegenzuwirken.

„Immer mehr KiTa- und Krippengruppen schließen und die Betreuungszeiten müssen massiv gekürzt werden. Schuld daran ist der Personalmangel. Und Prognosen machen deutlich, dass der Fachkräftemangel sich noch weiter verschärfen wird, sofern nicht umgehend, aktiv und entschlossen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation auf den Weg gebracht werden. Denn nicht nur die Neubesetzung vakanter Stellen ist schwierig, auch aktuell Beschäftigte erklären, dass sie aufgrund ihrer derzeitigen Arbeitssituation erwägen, sich beruflich umzuorientieren.“, erläutert Eva-Maria Westermann, CDU-Fraktion und stellvertretende Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss.

„Bitten das Land dringen um Unterstützung“

„Wir haben die gesellschaftliche Verantwortung, alles dafür zu tun, dass unsere Kinder die besten Chancen für einen guten Start ins Leben und die bestmögliche frühkindliche Bildung erhalten. Das können wir nur erreichen, wenn die Kinder in den Kindertagesstätten von motiviertem, gut ausgebildetem Personal betreut werden. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, bitten wir das Land Niedersachsen dringend um Unterstützung und Einleitung entsprechender Maßnahmen“, ergänzt Günter Sandfort, CDU-Fraktion und ebenfalls Mitglied im Jugendhilfeausschuss.

Akteure an einen Tisch bringen

Die CDU-Fraktion hatte im März zu einer Öffentlichen Fraktionssitzung „WANDTED! Betreuung für unsere Kinder!“ eingeladen. Gut 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (zum Teil aus Betreuungseinrichtungen, der Verwaltung etc.) sind in Präsenz und digital dieser Einladung gefolgt und haben sich aktiv an der Diskussion beteiligt.

Intention der Veranstaltung war, die Akteure an einen Tisch zu bringen, die zusammenarbeiten müssen, damit die derzeitige Situation möglichst rasch zum Besseren verändert werden kann. Kerstin Falkenstein (Dachverband der Elterninitiativen und freier Träger e. V. – DEOS), Christiane Fern (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit), Christian Fühner (bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion), Marco Graf (IHK-Hauptgeschäftsführer), Simone Hartung (1. Vorsitzende vom Kindertagespflege Osnabrücker Land e. V.), Antje Marotz (Pädagogische Geschäftsführung im Ev.-luth. Kirchenkreis), Kerstin Schlüter (Fachbereichsleitung für Kinder, Jugendliche und Familien) und Karin Vornhülz (Referatsleiterin der Kindertagesstätten im Bistum Osnabrück) brachten ihre Forderungen und Ideen ein.

CDU will Appell in Ratssitzung einbringen

Auf dieser Grundlage hat die CDU-Fraktion einen Appell formuliert, den sie in die Ratssitzung am 25. April als Antrag einbringen möchte. Darin heißt es im Wortlaut:

Der Rat der Stadt Osnabrück richtet den dringenden Appell an die niedersächsische Kultusministerin Frau Julia Willie Hamburg, umgehend dem Fachkräftemangel im sozialen und pädagogischen Bereich in den Kindertagesstätten entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck fordern wir umgehend die Umsetzung folgender Maßnahmen:

1. Den Ausbau der Ausbildungskapazitäten im Bereich der dualisierten vergüteten Erzieherausbildung und damit der praxisintegrierten Ausbildung

Die direkte Einbindung von Auszubildenden hilft allen Beteiligten. Die Auszubildenden erhalten während ihrer Lehrzeit eine entsprechende Vergütung, was die Attraktivität des Berufszweiges erhöht und gleichzeitig steht den Einrichtungen zusätzliches Personal zur Verfügung.

2. Trägerübergreifende Springer für die Hauswirtschaft

Damit Erzieherinnen und Erzieher ihrer originären Aufgabe, der Arbeit mit den Kindern, besser nachkommen können, werden seitens der Kommunen Springkräfte für den Bereich Hauswirtschaft eingestellt, die zum Einsatz kommen, wenn krankheits- oder urlaubsbedingt eine Kraft ausfällt. Es ist nicht hinnehmbar, dass Erzieherinnen und Erzieher oder Leitungen die Aufgaben der Hauswirtschafter im Zweifel übernehmen müssen. Hierfür bitten wir das Land, entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen.

3. Die Entwicklung eines Baukastenprinzips (Modulprinzip) zur leichteren Anerkennung von branchenverwandten Ausbildungen (wie bspw. Ergotherapeuten, Musiktherapeuten, Kinderkrankenschwestern, Entspannungstherapeuten, ausländischen Berufsabschlüssen u.ä.)

Hier ist nach pragmatischen Lösungen zu suchen. Der Vorteil eines Modulprinzips wie bei den Bachelor- und Masterstudiengängen ist, dass gewisse Module angerechnet werden können und sich somit die Lehrzeit nur auf die Module erstreckt, die nachgeholt werden müssen. Dieses Verfahren wäre effizienter, würde schneller Arbeitskräfte zur Verfügung stellen und wäre damit aufgrund der gezielten und verkürzten Fortbildung auch attraktiver für Berufswechsler.

Für die Definition, wer als anerkannte Fachkraft gilt, müssen bundesweit einheitliche und allgemein akzeptierte Standards formuliert und ein länderübergreifendes Verfahren etabliert werden.

4. Das Berufsimage mit gezielten Kampagnen aufwerten

Es bedarf gezielter Imagekampagnen, die aktiv dem Bild der „kaffeetrinkenden Basteltante“ entgegenwirken und dem Beruf Erzieher die wertschätzende Anerkennung als systemrelevante Fachkraft zukommen lassen.

5. Anreize zur Vollzeitbeschäftigung schaffen

Rund 80 % der Erzieherinnen und Erzieher sind in Teilzeit angestellt. Es müssen mehr Anreize geschaffen werden, die Beschäftigung auf eine Vollzeitstelle auszuweiten. Hier bedarf es der direkten Ansprache der Erzieherinnen und Erzieher in den Einrichtungen (z. B. Zusicherung eines Betreuungsplatzes des eigenen Kindes in derselben oder einer nahen Einrichtung)

6. Bürokratie in den Kindertagesstätten abbauen

Leitungen und auch das pädagogische Personal sind zunehmend mit Dokumentationen, Erstellung von Berichten etc. beschäftigt. Die Bürokratie sollte in den Kindertagesstätten auf ein Minimum reduziert werden, so dass die dafür aufgebrachte Zeit wieder am Kind zur Verfügung steht.

7. Gruppengrößen anpassen

Mittelfristig muss die Anzahl der zu betreuenden Kinder in den jeweiligen Gruppen reduziert werden, so dass die Arbeit am Kind gestärkt und das pädagogische Personal entlastet wird. Dies ist vor allem vor dem Hinblick stetig wachsender Herausforderung (bspw. Kinder mit besonderen Förderbedarfen) zu berücksichtigen.

8. Kita-Gipfel realisieren

Die Versorgung unserer Kinder muss in Hannover zur Chefsache werden. Die Kultusministerin sollte dringend gemeinsam mit den Trägervertretern sowie den Beschäftigten und Eltern die Thematik diskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen. Dies gelingt im ersten Schritt mit einer Auftaktveranstaltung als Kita-Gipfel.

9. Kindertagespflege vermehrt einbinden und stärken

Die Kindertagespflege ist insbesondere für Kinder bis zum dritten Lebensjahr als familiennahe und flexible Betreuungsform gleichberechtigt neben der Betreuung in Einrichtungen zu verstehen. Vor allem im ländlichen Raum ist die Betreuung im U3-Bereich ohne das Engagement von Tagespflegeeltern nicht denkbar – rund 166.000 Kinder werden bundesweit auf diese Weise betreut. Durch gezielte Maßnahmen (attraktive Bezahlung, interessante Aus- und Fortbildung, Werbungskampagnen) muss dafür geworben werden, mehr Menschen als Fachkräfte für die Kindertagespflege zu motivieren und langfristig zu binden. Dies stützt, stärkt und entlastet das gesamte System der Kinderbetreuung.

Wie reagieren die anderen Fraktionen und Gruppen im Stadtrat?

Abschließend fasst Westermann zusammen: „Die Zahl der Kinder mit Betreuungsbedarf und damit der Bedarf an Betreuungszeiten wächst stetig, viel schneller als neues Personal derzeit gewonnen werden kann. Darunter leiden alle Beteiligten: Das KiTa-Personal ist stark belastet und fällt in Folge vermehrt aus.“ Das wiederum hab unmittelbar negative Folgen für die verbliebenen Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen – ein Teufelskreis entstehe. „Die Kinder bekommen nicht die Aufmerksamkeit, die sie bräuchten. Die Eltern haben nicht die Verlässlichkeit, die sie bräuchten, um ihrer Berufstätigkeit nachzugehen. Fatal vor allem für Frauen, die noch immer eher dazu neigen, die Arbeitszeit zu reduzieren.“

„Es besteht ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder über einem Jahr, der kommunal umgesetzt werden muss, aber ohne eine ausreichende Anzahl qualifizierter pädagogischer Fachkräfte nicht sichergestellt werden kann“, ergänzt Sandfort. Mit den genannten Forderungen wolle man der aktuell so prekären Lage schnellstmöglich Abhilfe schaffen und bitte daher die anderen Fraktionen, Gruppen und Kolleginnen und Kollegen im Rat der Stadt Osnabrück nicht nur darum, den Antrag zu unterstützen, sondern werbe darum, diesen als zusätzliche Antragssteller mitzuzeichnen.

AFP

SPD-Fraktionsvize kritisiert Altersgrenze bei Heizungsaustausch

FDP hält Verschiebung von geplantem Heizungsverbot für möglich
FDP hält Verschiebung von geplantem Heizungsverbot für möglich

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch (SPD) fordert, dass sich die Förderungen beim Umstieg auf „klimafreundliche Heizungen“ am Zustand der Anlagen orientieren. „Ich halte nichts davon ehrlicherweise, über Altersbeträge bzw. Altersgruppen zu reden, sondern es geht um den Zustand der Heizungen“, sagte er den Sendern RTL und ntv.

Es gehe dann um die Frage: „Wie kann der bis 2040, 2045 tatsächlich klimaneutral gestaltet werden?“ Laut dem aktuellen Gesetzentwurf sollen Über-80-Jährige von der Pflicht zum Heizungsumstieg ausgenommen werden. Es brauche für den Umstieg eine große Mixtur aus Förderprogrammen und Vorgaben, so Miersch. Auch für Mieter müsse das Gesetz sozialadäquat umgesetzt werden. Fossile Energien würden aber allein durch die CO2-Bepreisung immer teurer.

Insofern gelte es auch für Mieter, „den Vermieter in die Lage zu versetzen, hier auf neue Technologien umzusteigen, um wegzukommen“, so der SPD-Politiker. Alles andere würde die Preisspirale weiter nach oben drehen.

Foto: Gasheizung, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Dax dreht am Mittag leicht ins Minus – Chemiewerte unter Druck

Dax dreht am Mittag leicht ins Minus – Chemiewerte unter Druck
Dax dreht am Mittag leicht ins Minus – Chemiewerte unter Druck

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat seine anfänglichen leichten Gewinne am Donnerstag bis zum Mittag eingebüßt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.685 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Die größten Verluste gab es am Mittag bei den Aktien von BASF, Covestro und SAP. Gegen den Trend im Plus rangierten unter anderem die Papiere von Rheinmetall, Merck und Symrise. Auch die gesunkenen Teuerungsraten aus Washington vom Mittwoch haben den Märkten wohl noch keine entscheidenden Impulse gegeben. „Der Deutsche Aktienindex tut sich weiterhin schwer damit, über die alten Jahreshochs auszubrechen“, sagte Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Das Unterfangen beanspruche deutlich mehr Zeit als von vielen Anlegern erhofft.

Trotzdem könne der gestrige Tag mit der Veröffentlichung der jüngsten Inflationszahlen aus den USA die Informationen gebracht haben, die sich der Markt erhofft hatte, so der Marktanalyst. „Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussah und die Investoren auch heute noch viel Interpretationsspielraum haben werden.“ In den vergangenen Tagen habe sich durch diverse Äußerungen immer deutlicher gezeigt, dass es in der US-Notenbank Fed keinen Konsens mehr darüber gebe, ob es noch weitere Zinserhöhungen über das bislang geäußerte Ziel oder doch erst eine Pause brauche, sollten sich die Wirtschaftsdaten entsprechend entwickeln. „Nach den gestrigen Inflationsdaten und dem am Abend veröffentlichten Sitzungsprotokoll zum Zinsentscheid vom 22. März dürfte dies nun entschieden sein – noch einmal 25 Basispunkte Anfang Mai rauf und dann erst einmal Schluss“, so Oldenburger.

Die Fed gehe mittlerweile selbst davon aus, dass in Folge der jüngsten Bankenprobleme eine „milde Rezession“ die USA in den kommenden Monaten treffen werde. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagmittag stärker. Ein Euro kostete 1,1018 US-Dollar (+0,25 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9076 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

AFP