HASEPOST
 
HASEPOST

Gute Nachricht des Tages: Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung fördert junge Menschen aus der Region Osnabrück in Freiwilligendiensten im Ausland

Junge Menschen im Sonnenuntergang. / Foto: Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung
Junge Menschen im Sonnenuntergang. / Foto: Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Junge Menschen engagieren sich in Freiwilligendiensten für das Wohl unserer Weltgesellschaft. Dabei helfen sie direkt vor Ort und können sich zudem selbst weiterentwickeln, deshalb unterstützt die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung diese Arbeit. Bis zu zehn junge Menschen aus der Region Osnabrück werden im Jahr 2023 bei der Umsetzung ihres Freiwilligendienstes im Ausland gefördert werden.

IJFD – hinter einer kryptischen Abkürzung versteckt sich freiwilliges Engagement junger Menschen in aller Welt. Den Rahmen für diese Arbeit bietet der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD). Ob im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich – die Einsatzgebiete für die „Volunteers“ sind so vielfältig, wie die Länder, in die sie aufbrechen. Der Dienst für unsere Weltgesellschaft bietet viel, nicht nur für die, denen geholfen wird: Die Freiwilligen können dabei wertvolle Erfahrungen sammeln, soziale Kompetenzen erwerben, neue Sprachen lernen.

Bis zu zehnmal 1.500 Euro

Die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung unterstützt deswegen junge Menschen aus der Region Osnabrück bei der Umsetzung ihres Freiwilligendienstes. Zehnmal stehen bis zu 1.500 € zur Verfügung, um die Finanzierung des notwendigen Zuschusses, der von den Teilnehmern selbst eingeworben werden muss, zu unterstützen. In Kooperation mit Entsendeorganisationen wie weltwärts können junge Menschen eine Aufgabe und ein Ziel identifizieren, ihren Einsatz planen und sich mit finanzieller Hilfe des Bundes und aus privaten Mitteln auf den Weg zu ihrem Einsatzort machen.

„Ein Freiwilligendienst gibt jungen Menschen die Chance, das Miteinander in unserer Welt zu fördern – selbst mit anzufassen, wo Hilfe gebraucht wird und dabei als Person zu wachsen“, sagt Michael Prior, Sprecher des Vorstands der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung. „Diese wertvolle Arbeit für sich selbst, aber auch für das größere Ganze wollen wir unterstützen.“

Interessierte junge Menschen bis einschließlich 27 Jahre können sich mit einer Bewerbung, die einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben enthält, an die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung (Klaus-Strick-Weg 28, 49082 Osnabrück; gewicke@bohnenkamp-stiftung.de) wenden. Die Förderung beschränkt sich auf Freiwilligendienste von Volljährigen, die im Jahr 2023 begonnen werden. Die zuständige Ansprechpartnerin ist Uta Gewicke, Referentin der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung.

AFP

Festnahme am Hauptbahnhof Osnabrück: Haftbefehl und offene Geldstrafe

Abfahrttafel Hauptbahnhof Osnabrück
Abfahrttafel Hauptbahnhof Osnabrück

Am Donnerstagnachmittag nahm die Bundespolizei einen 33-jährigen Litauer am Hauptbahnhof Osnabrück fest. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl vor, und er muss für rund drei Monate ins Gefängnis.

Die Bundespolizisten kontrollierten den Mann gegen 15:15 Uhr im Hauptbahnhof Osnabrück. Bei einem Datenabgleich der Personalien im polizeilichen Fahndungssystem stellte sich heraus, dass der 33-Jährige von der Justiz per Haftbefehl gesucht wurde.

Vorbestraft wegen Drogenbesitz

Der Haftbefehl erging aufgrund einer Verurteilung wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln in zwei Fällen. Der Mann musste entweder eine Geldstrafe von 900 Euro begleichen oder eine Restersatzfreiheitsstrafe von 90 Tagen verbüßen.

Da der 33-Jährige den haftbefreienden Betrag nicht aufbringen konnte, wurde er von den Bundespolizisten in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Zusätzlich interessierte sich die Staatsanwaltschaft für den derzeitigen Aufenthaltsort des Mannes und hatte ihn zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Mit der Festnahme des Gesuchten konnte dieser Fahndungserfolg nun abgeschlossen werden.

AFP

Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte gehen langsam zurück

Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte gehen langsam zurück
Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte gehen langsam zurück

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die hohen Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind zuletzt erneut zurückgegangen. Im Februar waren sie um 20,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat, womit sich der Anstieg den fünften Monat in Folge abgeschwächt hat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit.

Im Januar 2023 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +25,2 Prozent gelegen, im Dezember 2022 bei +29,8 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Januar 2023 fielen die Preise um 0,7 Prozent. Die Preise für pflanzliche Produkte erhöhten sich mit +6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat weniger stark als die Preise für tierische Erzeugnisse (+30,5 Prozent). Im Januar 2023 hatten die Veränderungsraten +10,7 Prozent für pflanzliche Erzeugnisse und +36,0 Prozent für tierische Erzeugnisse betragen.

Im Vergleich zum Vormonat waren pflanzliche Produkte im Februar 2023 um 0,1 Prozent und tierische Erzeugnisse um 1,2 Prozent billiger, so die Statistiker. Der Preisanstieg bei pflanzlichen Produkten im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die steigenden Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Februar 2023 um 45,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Januar 2023 hatte die Preissteigerung allerdings noch 67,5 Prozent betragen.

Auch der Preisanstieg beim Getreide ist mit +1,5 Prozent gegenüber Februar 2022 (Januar 2023: +7,2 Prozent gegenüber Januar 2022) weiter zurückgegangen. Die Erzeugerpreise für Obst waren im Februar 2023 um 2,7 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -15,6 Prozent. Beim Gemüse (+33,2 Prozent gegenüber Februar 2022) stiegen insbesondere die Preise für Salat (+46,5 Prozent) und Kohlgemüse (+26,7 Prozent).

Das Handelsgewächs Raps verbilligte sich im Februar 2023 um 20,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Januar 2023 hatte die Vorjahresveränderung -18,6 Prozent betragen, so die Behörde. Die Preise für tierische Erzeugnisse waren im Februar 2023 um 30,5 Prozent höher als im Februar 2022. Der Milchpreis lag im Februar 2023 um 21,4 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Der seit Anfang 2022 kontinuierlich zunehmende Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bei Eiern setzte sich auch im Februar 2023 mit +52,4 Prozent gegenüber Februar 2022 fort. Im Januar 2023 hatte die Veränderung zum Vorjahresmonat noch +45,0 Prozent betragen. Bei den Preisen für Tiere gab es im Februar 2023 einen Anstieg von 37,3 Prozent im Vergleich zum Februar 2022. Im Januar 2023 hatte die Preissteigerung zum Vorjahresmonat 35,7 Prozent betragen.

Dabei stiegen die Preise für Schlachtschweine im Februar 2023 im Vergleich zum Februar 2022 um 73,5 Prozent, für Rinder um 1,7 Prozent. Die Preise für Geflügel waren im Februar 2023 um 29,1 Prozent höher als im Februar 2022. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Preisentwicklung bei Hähnchen (+26,0 Prozent), so das Bundesamt.


Foto: Bauer mit Traktor, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Söder kritisiert „uneinheitliche“ Außenpolitik der Ampel

Söder schließt Listenverbindung mit CDU für Bundestagswahl aus
Söder schließt Listenverbindung mit CDU für Bundestagswahl aus

München (dts Nachrichtenagentur) – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisiert die Außenpolitik der Bundesregierung als zu uneinheitlich. „Das ist so was von ein großer Spagat“, sagte er den Sendern RTL/ntv am Freitag.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sei „eher bereit, kritische Infrastruktur wie in Hamburg zu verkaufen, was ich nicht tun würde“, während die Außenministerin eine „sehr moralbasierte Außenpolitik“ betreibe, so Söder. „Und irgendwo muss die Strategie für Deutschland auch in der Mitte sein“, fordert der CSU-Politiker. Man könne nicht „die ganze Welt erziehen“. „Natürlich sind nicht alle so wie wir, und es ist auch gut darauf hinzuweisen, wie unsere Werte sind“, sagte der Ministerpräsident.

Es sei gut, sich für Menschenrechte, für Demokratie und für Frauenrechte einzusetzen, aber am Ende müsse man auch „die deutschen Interessen ein bisschen sehen, weil wir nicht allein auf der Welt sind“. Das komme ihm in der Bundesregierung „eindeutig zu kurz“, so Söder.


Foto: Markus Söder, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Holzeinschlag zurückgegangen

Holzeinschlag zurückgegangen
Holzeinschlag zurückgegangen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im vergangenen Jahr wurde in deutschen Wäldern weniger Holz eingeschlagen als in den beiden Jahren davor. Der Holzeinschlag fiel gegenüber dem bisherigen Höchstwert von 83,0 Millionen Kubikmetern im Jahr 2021 um 5,1 Prozent niedriger aus, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit.

Insgesamt belief er sich im Jahr 2022 auf 78,7 Millionen Kubikmeter Holz. Ursache für den Rückgang war überwiegend das gesunkene Aufkommen an Schadholz, das um 11,6 Prozent auf 44,7 Millionen Kubikmeter zurückging (2021: 50,5 Millionen Kubikmeter). Wie in den vergangenen vier Jahren blieb das Schadholzaufkommen dennoch sehr hoch. Nach dem Rekordjahr 2020 mit einem Schadholzeinschlag von 60,1 Millionen Kubikmetern ist die Menge des eingeschlagenen Schadholzes jedoch zum zweiten Mal in Folge gesunken.

Im Jahr 2022 wurden aufgrund von Insektenschäden 26,5 Millionen Kubikmeter Schadholz eingeschlagen. Der Vorjahreswert von 41,1 Millionen Kubikmetern wurde damit um 35,4 Prozent deutlich unterschritten. Der Anteil des insektenbedingten Schadholzeinschlags am gesamten Schadholz sank vom Rekordwert 81,4 Prozent im Jahr 2021 auf 59,5 Prozent. Zweithäufigste Ursache für das Schadholzaufkommen des Jahres 2022 waren Winde und Stürme, welche 12,4 Millionen Kubikmeter Holzeinschlag verursachten.

Im Gegensatz dazu waren im Vorjahr lediglich 2,3 Millionen Kubikmeter Schadholz durch Sturmschäden angefallen, so die Behörde. Der Holzeinschlag bei den Holzarten „Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz“ lag mit 52,8 Millionen Kubikmetern um 14,9 Prozent deutlich unter den Vorjahreswerten von 62,1 Millionen Kubikmetern von 2021 und 62,2 Millionen Kubikmetern von 2020. Trotz des Rückgangs bleibt diese Holzartengruppe mit vorwiegend Fichten die wichtigste in Deutschland. Mehr als zwei Drittel (67,1 Prozent) des gesamten Holzeinschlags entstammten im Berichtsjahr 2022 aus dieser Holzartengruppe.

In den Vorjahren lag dieser Anteil noch bei 74,8 Prozent (2021) und 77,3 Prozent (2020). Die in der Vergangenheit häufig als Monokultur angepflanzten Fichtenbestände wurden in den zurückliegenden Jahren besonders stark durch den Borkenkäfer geschädigt. Die geringeren Mengen an Insektenschadholz spiegelten daher auch den rückläufigen Fichteneinschlag wider, hieß es. Anders als beim Fichtenholz stieg der Holzeinschlag 2022 bei den weiteren Holzartengruppen gegenüber 2021: bei geschlagenem Kiefern- und Lärchenholz um fast ein Drittel auf 13,4 Millionen Kubikmeter und beim Einschlag von Buchen- und sonstigem Laubholz um 17,9 Prozent auf 10,7 Millionen Kubikmeter.

An Eichen- und Roteichenholz wurden 1,8 Millionen Kubikmeter und damit 3,0 Prozent mehr als im Vorjahr eingeschlagen. Der Großteil des eingeschlagenen Holzes findet als sogenanntes Stammholz Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie, etwa als Paletten- oder Parkettholz. Im Jahr 2022 wurden knapp 46,0 Millionen Kubikmeter und damit 58,4 Prozent der angefallenen Holzmenge mit dem Verwertungsziel Stammholz eingeschlagen. Die zweitbedeutendste Holzsorte war das Industrieholz mit 15,5 Millionen Kubikmetern (19,7 Prozent), gefolgt vom Energieholz mit 13,8 Millionen Kubikmetern (17,6 Prozent).

Auffällig ist dabei der deutliche Anstieg des Holzeinschlags zur Energieerzeugung von 11,8 auf 13,8 Millionen Kubikmeter (+17,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahr und um 31,9 Prozent gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2021 (10,5 Millionen Kubikmeter). Der Holzeinschlag zur Energieerzeugung hat damit den höchsten Wert seit der deutschen Vereinigung erreicht, so die Statistiker.


Foto: Holzstämme, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Großhandelspreise weniger stark gestiegen

Großhandelspreise weniger stark gestiegen
Großhandelspreise weniger stark gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Großhandelspreise sind zuletzt weniger stark gestiegen. So waren die Verkaufspreise im Großhandel im März um 2,0 Prozent höher als im März 2022, eine niedrigere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im Januar 2021 gegeben (0,0 Prozent, gegenüber Januar 2020), teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit.

Damit war die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat zum sechsten Mal in Folge rückläufig. Im Februar hatte sie bei +8,9 Prozent gelegen, im Januar bei +10,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Großhandelspreise im März leicht um 0,2 Prozent. Für den Anstieg der Großhandelspreise im Vorjahresvergleich sind hauptsächlich Preissteigerungen bei Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren verantwortlich. Im Durchschnitt lagen die Preise hier um 16,4 Prozent über denen von März 2022. Teurer waren insbesondere die Preise im Großhandel mit Fleisch- und Fleischerzeugnissen (+20,0 Prozent), Obst, Gemüse und Kartoffeln (+20,0 Prozent) sowie mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (+19,6 Prozent). Erheblich höher waren auch die Preise im Großhandel mit lebenden Tieren (+37,6 Prozent) sowie mit Baustoffen und Bauelementen aus mineralischen Stoffen (+19,8 Prozent). Dagegen waren Altmaterialien und Reststoffe (-29,0 Prozent), Mineralölerzeugnisse (-17,9 Prozent), aber auch Erze, Metalle und Metallhalbzeug (-14,1 Prozent) erheblich preiswerter, so das Bundesamt.


Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

AFP

SPD-Flügel warnt Baerbock und Habeck vor „Anti-China-Strategie“

SPD-Flügel warnt Baerbock und Habeck vor “Anti-China-Strategie”
SPD-Flügel warnt Baerbock und Habeck vor “Anti-China-Strategie”

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der konservative Flügel der SPD fordert eine pragmatischere Chinapolitik. Angesichts der Abhängigkeiten von der Volksrepublik müsse die Bundesregierung eine abgestimmte und einheitliche Strategie vorlegen, heißt es in einem Thesenpapier des Seeheimer Kreises, dem nach eigenen Angaben 93 Bundestagsabgeordnete angehören.

Deutliche Kritik üben die Sozialdemokraten an Außenministerin Annalena Baerbock und Vizekanzler Robert Habeck (beide Grüne). „Aktuell hangeln sich Baerbock und Habeck von Einzelfall zu Einzelfall“, sagte der SPD-Abgeordnete Esra Limbacher, wie der „Spiegel“ schreibt. „Im Zentrum steht mehr die innenpolitische Symbolkraft getroffener Maßnahmen als eine weitsichtige Politik.“ Mit 250 Milliarden Euro pro Jahr sei das deutsch-chinesische Handelsvolumen mehr als viermal so groß wie jenes mit Russland vor dem Ukrainekrieg, heißt es in dem Papier.

„Ein abruptes Ende der Handelsbeziehungen mit China wäre ein ökonomisches Desaster“, warnen die Seeheimer. „Insofern darf eine kohärente Chinastrategie folgerichtig keine Anti-China-Strategie sein.“ Die Autoren appellieren an das Auswärtige Amt, von einer allzu konfrontativen Haltung abzusehen. Deutschland müsse mit China eine „Wirtschaftspolitik auf Augenhöhe“ anstreben, etwa wenn es darum gehe, beidseitig Hürden für Direktinvestitionen abzubauen.


Foto: Annalena Baerbock und Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Baerbock sieht „viel Potenzial“ für weitere Kooperation mit China

Denkfabrik mahnt zu weniger Abhängigkeit von China
Denkfabrik mahnt zu weniger Abhängigkeit von China

Peking (dts Nachrichtenagentur) – Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sieht noch „viel Potenzial“ dafür, die Zusammenarbeit mit China weiter auszubauen. Das Interesse an wirtschaftlicher Kooperation zeige, dass Deutschland kein „Decoupling“ wolle, sagte sie am Freitag im Rahmen ihres Staatsbesuchs in der Volksrepublik.

Gleichzeitig nähmen deutsche Unternehmen wahr, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren verändert hätten: „Der deutsche Rechtsstaat garantiert chinesischen Unternehmen in Deutschland faire Bedingungen, gleiches erwarten wir auch für deutsche Investitionen in China“, fügte sie hinzu. „Wettbewerbschancen auf Augenhöhe“ seien eine Voraussetzung für „fairen wirtschaftlichen Austausch zwischen unseren Ländern“. Einseitige Abhängigkeiten gefährdeten die Sicherheit. „Deswegen befürworten wir als europäische Union den Ansatz von `De-risking`, also Risikominimierung, sowie auch China seit vielen Jahren systematisch daran arbeitet, eigene Abhängigkeiten zu verringern“, so die Ministerin. Darüber hinaus warnte Baerbock auch vor einer Eskalation im Konflikt mit Taiwan. Eine „Destabilisierung der Straße von Taiwan“ hätte „dramatische Folgen für jedes Land auf der Welt“, sagte die Grünen-Politikerin. Man stehe „fest zu unserer Ein-China-Politik“, aber Konflikte dürften „nur friedlich“ gelöst werden. „Eine einseitige und erst recht gewaltsame Veränderung des Status quo wäre für uns als Europäer nicht akzeptabel“, so die Außenministerin. Am Freitag und Samstag stehen für Baerbock Gespräche mit ihrem chinesischen Amtskollegen Qin Gang und dem ranghohen Außenpolitiker Wang Yi an. Für sie ist es der erste Staatsbesuch in China als Außenministerin.


Foto: Finanzdistrikt in Peking, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Im Westen nix Störung: Osnabrück hat wieder in allen Stadtteilen Internet

Automatisch gespeicherter Entwurf
Der Bau der Glasfaserinfrastruktur für die „Mission Glasraser“ ist gestartet. Foto: Stadtwerke Osnabrück / Swaantje Hehmann

Die Internetstörung, die am Donnerstag (14. April) Teile des westlichen Stadtgebiets von Osnabrück betraf, wurde erfolgreich behoben. Seit etwa 4 Uhr morgens sind alle betroffenen Kunden wieder am Netz, teilten die Stadtwerke am Freitagmorgen mit.

Das zuvor bei Bauarbeiten beschädigte Glasfaserkabel (Hasepost berichtete) wurde in der Nacht zu Freitag repariert.

Am Donnerstagnachmittag ereignete sich der Vorfall im Bereich der Adolfstraße, bei dem ein wichtiges Kabel während Bauarbeiten beschädigt wurde. Dies führte zu einer großflächigen Internetunterbrechung, die zahlreiche Haushalte und Firmen in Mitleidenschaft zog.

Arbeiten in der Nacht brachte Osnabrücker Weststadt wieder ans Netz

Die SWO Netz reagierte umgehend auf die Störung und leitete die erforderlichen Reparaturarbeiten ein. Die Arbeiten zogen sich bis in die Nachtstunden, um den Schaden schnellstmöglich zu beheben und die betroffenen Kunden wieder ans Netz zu bringen.

Die erfolgreiche Behebung der Störung bedeutet für die betroffenen Haushalte und Firmen, dass sie nun wieder auf eine stabile Internetverbindung zugreifen können.

AFP

Erster Streik bei Lieferando: Fahrer fordern Tarifvertrag und 15 Euro Stundenlohn

Lieferando-Auslieferfahrerin
Symbolbild: Lieferando-Auslieferfahrerin

Die Beschäftigten von Lieferando, einem der führenden Online-Lieferdienste in Deutschland, treten am Freitag, den 14. April 2023, in Frankfurt am Main in den ersten offiziellen Streik. Ziel der Streikenden ist es, einen Tarifvertrag und einen garantierten Stundenlohn von 15 Euro durchzusetzen. Nach dieser „Premiere“ könnten weitere Streiks an anderen Orten folgen, sollte das Unternehmen nicht auf die Forderungen der Mitarbeiter eingehen.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erhöht mit den Streiks an ausgewählten Standorten den Druck auf den Lieferdienst-Marktführer. Bereits im Februar 2023 forderte die NGG das Unternehmen, das rund 6.500 Beschäftigte in Deutschland zählt, zu Tarifverhandlungen auf.

Gewerkschaft kämpft gegen „internationalen Player“

Mark Baumeister, Referatsleiter bei der Gewerkschaft NGG, betont: „Lieferando und die Konzernmutter Takeaway Express sind internationale Player und kein charmant chaotisches Hinterhof-Startup. Es ist höchste Zeit, dass die harte und gefährliche Arbeit der Lieferando-Beschäftigten mit einem Tarifvertrag fair und verbindlich festgeschrieben wird. Falls sich das Unternehmen weiterhin weigert, an den Verhandlungstisch zu kommen, werden die Rider ihre Protestaktionen ausweiten. Lieferando muss jetzt liefern.“

Das fordert die Gewerkschaft von Lieferando

Die Forderungen der Gewerkschaft NGG und der Lieferando-Beschäftigten umfassen den Abschluss eines Mantel- und eines Entgelttarifvertrags mit folgenden Bedingungen:

  • Mindestens 15 Euro pro Stunde garantiert
  • Zahlung eines 13. Monatsgehalts
  • Angemessene Zuschläge für Schichten am Abend, an Sonntagen und an Feiertagen
  • Volle Bezahlung der letzten Fahrt nach Hause
  • 0,50 Euro Kilometerpauschale (netto) für autofahrende Lieferanten und eine faire Abrechnung der gefahrenen Strecke

Sollten die Streiks erfolgreich sein, könnten sie als Vorbild für weitere Aktionen an anderen Standorten dienen und den Weg für bessere Arbeitsbedingungen bei Lieferando und anderen Online-Lieferdiensten ebnen.

AFP