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Studie: Bildungschancen hängen weiterhin stark vom Einkommen ab

Schwangere Lehrerinnen in NRW müssen wieder unterrichten
Schwangere Lehrerinnen in NRW müssen wieder unterrichten

München (dts Nachrichtenagentur) – Die Bildungschancen von Kindern in Deutschland hängen auch weiterhin stark von der Bildung und dem Einkommen der Eltern ab. Wie aus einer Studie des Ifo-Instituts hervorgeht, schwankt die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, je nach familiären Hintergrund zwischen einem Fünftel und vier Fünfteln.

Weniger bedeutend sei ein Migrationshintergrund, sagte Ludger Wößmann, Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, am Dienstag. Laut der Studie liegt die Wahrscheinlichkeit, auf ein Gymnasium zu kommen, bei einem Kind mit einem alleinerziehenden Elternteil ohne Abitur aus dem untersten Einkommensviertel und mit Migrationshintergrund bei 21,5 Prozent, im Gegensatz dazu liegt sie bei 80 Prozent, wenn das Kind mit zwei Elternteilen mit Abitur aus dem obersten Einkommensviertel und ohne Migrationshintergrund aufwächst. Allein bei der Betrachtung der Bildung der Eltern ergeben sich schon deutliche Unterschiede: Der Gymnasialbesuch der Kinder steigt von 28 Prozent bei Kindern, deren Eltern kein Abitur haben, über 58 Prozent bei einem Elternteil mit Abitur auf 75 Prozent, wenn beide Elternteile ein Abitur haben. Unterschiede zeigen sich der Erhebung zufolge zudem bei der Erwerbstätigkeit der Eltern sowie dem Geschlecht des Kindes.

Insgesamt liegt die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, bei Mädchen bei 45 Prozent und damit um 7 Prozentpunkte höher als bei Jungen (38 Prozent). Diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern finden sich demnach in ähnlicher Größenordnung unabhängig von der sozialen Herkunft der Kinder. Die Datenbasis der Studie beläuft sich auf eine Stichprobe von über 50.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren. Der familiäre Hintergrund bildet sich anhand von vier Merkmalen ab: Anzahl der Eltern mit Abitur, Haushaltsnettoeinkommen, Migrationshintergrund der Eltern und Alleinerziehenden-Status der Eltern.


Foto: Klassenraum in einer Schule, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Polizeigewerkschaft will härteren Umgang mit „Letzter Generation“

“Letzte Generation” plant offenbar Gründung einer Partei
“Letzte Generation” plant offenbar Gründung einer Partei

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert von der Justiz, schnell einen „adäquaten und konsequenten Umgang“ mit den Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ zu finden. „Begangene Straftaten müssen spürbar bestraft werden – mit entsprechenden Bußgeldern, auch mit empfindlichen Haftstrafen“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Alexander Poitz den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochsausgaben).

Es müsse womöglich „intensiver von Maßnahmen wie dem Vorbeugegewahrsam Gebrauch gemacht werden“, fügte er hinzu. An dieser Stelle fehle es jedoch an „polizeigesetzlicher Harmonie“. Das Gleiche gelte für die Versammlungsgesetzgebung – die ebenfalls Ländersache ist. Das Agieren der Letzten Generation sollte ein Weckruf für die Innenministerkonferenz sein, in dieser Sache näher zusammenzufinden, so der Polizeigewerkschafter. Außerdem tue es dem Thema Klimaschutz nicht gut, dass die Aktivisten mit einer „ignoranten Selbstgefälligkeit“ viele Bürger in „Geiselhaft“ nähmen. „Zahlreiche polizeiliche Einsatzkräfte werden nur damit beschäftigt sein, die von der offenbar immer radikaler agierenden Aktivistengruppe geplanten Störungen zu verhindern oder deren Auswirkungen so gering wie möglich zu halten“, erwartet Poitz. Das schließe auch den „Schutz kritischer Infrastruktur“ mit ein. Die Beamten könnten ihren „wichtigen Auftrag der Gefahrenabwehr an anderen Stellen hierzulande nicht erfüllen, weil eine nicht demokratisch legitimierte Gruppe sich selbst dazu erkoren hat, auf alle Gepflogenheiten des politischen Umgangs miteinander zu pfeifen“, so Poitz.


Foto: Klimaprotest, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Sterbefallzahlen auch im März überdurchschnittlich

Sterbefallzahlen auch im März überdurchschnittlich
Sterbefallzahlen auch im März überdurchschnittlich

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Sterbefallzahlen in Deutschland bleiben weiter überdurchschnittlich. Im März sind laut Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 94.000 Menschen gestorben, das waren acht Prozent mehr als im Mittel der Jahre 2019 bis 2022.

Im Februar hatten die Sterbefallzahlen nur leicht über dem Vergleichswert der vier Vorjahre gelegen (+1 Prozent) gelegen. Zeitgleich mit den erhöhten Sterbefallzahlen gab es im März eine hohe Zahl an Atemwegserkrankungen in Deutschland. Laut Influenza-Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind die Kriterien für eine Grippewelle seit Ende Februar erneut erfüllt. Ein Vergleich der gesamten Sterbefälle mit der Zahl der beim RKI gemeldeten Covid-19-Todesfälle nach Sterbedatum ist derzeit bis einschließlich der zwölften Kalenderwoche 2023 (20. bis 26. März) möglich: Beim RKI wurden bislang 418 Covid-19-Todesfälle mit Sterbedatum in dieser Woche gemeldet.

Die Zahlen liegen bereits seit Mitte Januar in etwa auf diesem Niveau. Im Unterschied zur Entwicklung der gesamten Sterbefallzahlen ist bei den Covid-19-Todesfällen im März somit keine deutliche Welle zu erkennen.


Foto: Friedhof, über dts Nachrichtenagentur

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Im alten „Pferde haben keine Flügel“: Restaurant und Bar „Hi Bonnie“ am Nikolaiort eröffnet

Das "Hi Bonnie" am Nikolaiort. / Foto: Guss
Das "Hi Bonnie" am Nikolaiort. / Foto: Guss

Der Nikolaiort ist um ein kulinarisches Angebot reicher: Dort, wo lange Jahre das „Pferde haben keine Flügel“ Gäste mit Getränken und Speisen versorgte, eröffnete bereits in der vergangenen Woche das „Hi Bonnie“. 

Bereits ab Ende Dezember wurde in den Räumlichkeiten nahe des „Peter Pane“ und der Bar „Celona“ gewerkelt, in der vergangenen Woche war es dann soweit. Außer an den freien Tagen Sonntag und Montag gibt es im „Hi Bonnie“ künftig einen Mittagstisch von 12 bis 17 Uhr. Am Abend wechselt die Speisekarte – aus dem Restaurant wird eine Bar. Angeboten werden dann verschiedene Salate, Tacos und Tapas, aber auch süße Waren wie hausgemachter Käsekuchen. Schluss ist wochentags um 23 Uhr, an Freitagen und Samstagen geht es bis 2 Uhr. Die vollständige Speisekarte gibt es hier.

Eine weitere Neuerung am Nikolaiort: Im „Hi Bonnie“ kann ausschließlich mit Karte bezahlt werden. Hinter dem Konzept des Restaurant und der Bar stehen James Cowie sowie Jonas Nehmelmann. Das Duo betreibt auch den Club „Brücks“ in der Frankenstraße.

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Studie: Generelle Impfbefürwortung nimmt weiter zu

Ärzte wollen Vereinfachung des Meldesystems für Covid-Impfschäden
Ärzte wollen Vereinfachung des Meldesystems für Covid-Impfschäden

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben immer mehr Menschen in Deutschland eine positive Einstellung zu Impfungen. Dabei wurde nach „befürwortend“ und „eher befürwortend“ unterschieden.

Demnach stehen 83 Prozent der Bevölkerung bundesweit Impfungen aktuell mindestens „eher befürwortend“ gegenüber, vor zehn Jahren waren es noch 61 Prozent, teilte die Behörde am Dienstag mit. Drei Prozent der Befragten gaben an, eine ablehnende Haltung gegenüber Impfungen zu haben. Der Langzeittrend einer allgemeinen Impfbefürwortung habe sich auch über die Zeit der Corona-Pandemie hinweg fortgesetzt, kommentierte Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA, die Ergebnisse. Bei Betrachtung des Anteils an Befragten, die Impfungen nicht nur „eher befürwortend“ gegenüberstehen, zeige sich, dass sich dieser im Jahr 2022 mit 56 Prozent im Vergleich zu 59 Prozent im Jahr 2021 „statistisch nicht relevant verändert“ habe, so die BZgA. Bei Befragten, die volles Vertrauen in die Sicherheit von Impfungen haben, gab es mit 56 Prozent im Jahr 2016 hin zu 65 Prozent im Jahr 2022 einen insgesamt ansteigenden Trend.

In den Erhebungsjahren 2012 bis 2020 standen Befragte in Ostdeutschland jeweils häufiger als Befragte in Westdeutschland Impfungen „befürwortend“ gegenüber. In der Befragung 2021 war dieser Anteil in Ost- und Westdeutschland mit 59 Prozent etwa gleich. In der Befragung 2022 gaben mit 57 Prozent erstmals mehr Befragte in Westdeutschland als mit 51 Prozent in Ostdeutschland eine ohne Abstriche „befürwortende“ Haltung gegenüber Impfungen an. Die BZgA-Daten zeigen zudem eine rückläufige Entwicklung bei der Einschätzung der Wichtigkeit der Corona-Schutzimpfung: Im Jahr 2022 schätzten 83 Prozent der Befragten die Corona-Schutzimpfung für sich selbst als wichtig ein, ein Jahr zuvor gaben dies noch 87 Prozent an.

16 Prozent betrachteten 2022 die Impfung für sich selbst als nicht so wichtig, 12 Prozent sahen dies im Jahr 2021 so. Für die Befragung wurden 5.000 Bürger im Alter von 16 bis 85 Jahren zwischen Juli und August 2022 befragt.


Foto: Impfung, über dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Deutsche wollen mehr Transparenz beim Energieverbrauch

CDU fordert Senkung von Mehrwertsteuer und Stromsteuer
CDU fordert Senkung von Mehrwertsteuer und Stromsteuer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Für eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger gibt es laut einer Umfrage zu wenig Transparenz beim Energieverbrauch. Wie eine am Dienstag veröffentlichte Bitkom-Umfrage zeigen soll, wollen 74 Prozent der Befragten eine genaue Aufschlüsslung der Geräte im Haushalt, Informationen über den CO2-Ausstoss sind für 59 Prozent interessant.

89 Prozent sparen nach eigenen Angaben aktuell bewusst Energie. Deshalb fordert der überwiegende Teil (71 Prozent) häufigere Überblicke bezüglich des Verbrauchs. Die Energiewende geht 78 Prozent der Bevölkerung zu langsam, im Vorjahr waren es noch 7 Prozent weniger. Laut Umfrage werden durch die Bürger viele Sparmaßnahmen ergriffen, darunter Beachtung des Stromverbrauchs beim Neukauf (72 Prozent), seltenere Benutzung des Lichts (59 Prozent), Vermeidung von Stand-by (53 Prozent) und Reduktion des Streamings (10 Prozent).

Im Vergleich zu 2020 sind Smart Meter für fast doppelt so viele Menschen (61 Prozent) eine Alternative. 78 Prozent können sich vorstellen, variable Stromtarife zu nutzen. 79 Prozent wollen einen intelligenten Zähler, dasselbe gilt für ein Effizienzsiegel der Heizung (77 Prozent). Mit der Aussicht auf Einsparungen würde eine Mehrheit der Bevölkerung ihre anonymisierten Heizdaten mit den Lieferanten zu teilen (69 Prozent).

Für 72 Prozent der Befragten ist die Gefahr durch Cyberangriffe allerdings Grund zur Sorge. Die Umfrage wurde im Januar und Februar 2023 durch Bitkom Research an 1.008 Personen in Deutschland durchgeführt.


Foto: Moderne Stromzähler, über dts Nachrichtenagentur

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Unfallstatistik der Polizei: Mehr Baum- und Radunfälle in und um Osnabrück

(Archivbild) PKW krachte im April ungebremst vor Baum in Bissendorf. / Foto: Westermann
(Archivbild) PKW krachte im April ungebremst vor Baum in Bissendorf. / Foto: Westermann

Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist im vergangen Jahr um 3,6 Prozent auf 30.473 gestiegen. Dabei war auch die Zahl der Verkehrstoten (80) sowie von Schwerverletzten (1.173) auf hohem Niveau. Insbesondere bei E-Fahrrädern (987) und bei E-Scooter-Unfällen (121) konnte die Polizeidirektion Osnabrück einen deutlichen Anstieg verbuchen. Besonders erschreckend: Die Anzahl der Baumunfälle (425) erreichte ihren höchsten Wert seit den vergangenen fünf Jahren.

2022 ereigneten sich innerhalb der Polizeidirektion Osnabrück vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln insgesamt 30.473 Verkehrsunfälle. Obwohl das Verkehrs-aufkommen nach Ende der pandemiebedingten Einschränkungen wieder spürbar zugenommen hat, ist die Zahl der Verkehrsunfälle gegenüber dem Vor-Corona-Niveau 2019 um 1.082 Unfälle gesunken. Für 80 Personen endeten die Unfälle tödlich, darunter auch vier Kinder. Damit verzeichnet die Direktion acht Verkehrstote mehr als im Vorjahr.

Fehlender Sicherheitsabstand ist Hauptunfallursache

Wie im Jahr 2021 (2.195) ist auch 2022 (2.821) ein fehlender Sicherheitsabstand die Hauptunfallursache. An zweiter Stelle stehen Vorfahrtsverstöße (1.946), gefolgt von überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit (1.453). Dabei gilt: Je höher die Geschwindigkeit, desto schwerer sind die Unfallfolgen. „Wir sind alle gefordert: Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Stichwort“, plädiert Polizeivizepräsidentin Andrea Menke. Gleichzeitig wolle die Polizei ihre Präventionsarbeit und Überwachungsmaßnahmen konsequent fortsetzen. Noch in diesem Jahr soll dazu eine landesweite Kampagne unter dem Motto „Rücksichtnahme im Straßenverkehr“ starten. Einmal im Monat soll es gezielte Kontrollaktionen in den verschiedenen Bereichen geben – zu Themen wie „Seitenabstand zu Fahrradfahrenden“, „Fahrradfahrende in der Fußgängerzone“ oder „Ablenkung durch das Smartphone“.

Ein trauriger Rekord: Die Anzahl an Baumunfällen auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen ist im Jahr 2022 um 12,5 Prozent gestiegen – dies ist der höchste Wert in den vergangenen fünf Jahre. Bei den 425 Unfällen wurden insgesamt 324 Personen verletzt und zwölf Menschen verloren sogar ihr Leben. Nahezu jeder Baumunfall führte zu leichten Verletzungen bei mindestens einer Person.

Zahlreiche Unfälle unter Drogen- und Alkoholeinfluss

Aber auch Alkohol, Drogen oder Medikamente spielten eine bedeutende Rolle bei schweren Verkehrsunfälle. 757 Verkehrsteilnehmende verursachten einen Unfall mit Alkohol im Blut – ein Anstieg um rund 17 Prozent. Bei schweren Verkehrsunfällen mit tödlich oder schwer verletzten Personen stieg die Zahl der alkoholisierten Unfallverursacher um fast 32 Prozent. Fast ein Fünftel aller in einen Unfall verwickelten Personen (151) wurden mindestens schwer verletzt oder getötet. „Das Führen eines Fahrzeugs im öffentlichen Verkehrsraum unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stellt nicht nur eine Gefahr für den Fahrer selbst dar, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer“, stellt Menke klar. „Im Straßenverkehr haben Alkohol und Drogen keinen Platz! Es ist auch ein Trugschluss, zu glauben, dass Fahrräder mit Elektromotor oder E-Scooter eine sichere Alternative sind, um nach Hause zu gelangen – die Polizei wird konsequent eingreifen!“

Zwölf 18- bis 24-Jährigen verstarben bei Unfällen (2021: 13). Die Anzahl der schwer verletzten Personen sank hier allerdings deutlich auf 195 (233). Insbesondere ältere Verkehrsteilnehmer sind oft in einen Unfall verwickelt. Bei den ab 65-Jährigen starben im vergangenen Jahr 21 Personen infolge eines Verkehrsunfalls – acht davon waren zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. „Die Zahl älterer Menschen, die im Straßenverkehr getötet werden, nimmt kontinuierlich zu“, weiß Menke. „Um den Bedürfnissen dieser Generation gerecht zu werden, müssen wir uns auch weiterhin auf eine angepasste Präventionsarbeit konzentrieren.“

Deutlich mehr Rad- und E-Scooterunfälle

2022 wurden insgesamt 3.118 Unfälle registriert, an denen Fahrräder, Pedelecs oder E-Bikes beteiligt waren (2021: 2.589) – ein Anstieg um etwa 20 Prozent. Gründe seien einerseits das zunehmende Verkehrsaufkommen nach der Pandemie, andererseits das veränderte Mobilitätsverhalten. Laut dem Zweirad-Industrie-Verband gab es 2022 bundesweit 82,8 Millionen Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes. 2019 waren es noch 75,9 Millionen. Fünf Radler wurden im vergangenen Jahr tödlich verletzt, davon waren zwei Personen älter als 65 Jahre. Immer mehr Pedelec- und E-Bike-Fahrer sind auf den Straßen unterwegs. Auch hier stieg die Anzahl der Unfalltoten wieder kontinuierlich an. Acht Pedelec- und E-Bike-Fahrer verunglückten 2022 tödlich, davon waren drei Personen älter als 65 Jahre.

Rund 1.200 E-Scooter werden allein im Osnabrücker Stadtgebiet verliehen. Im übrigen Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion gibt es deutlich weniger E-Scooter. Die Anzahl der E-Scooter-Unfälle stieg von 2020 auf 2021 bereits um etwa 27 Prozent an, 2022 dann erneut um 37 Prozent (2021: 89, 2022: 121). Besonders viele junge Erwachsene sind in diese Unfälle verwickelt, knapp ein Drittel der Beteiligten an E-Scooter-Unfällen waren zwischen 18 und 24 Jahren alt. Übrigens: Für E-Scooter gilt dieselbe Promillegrenzen wie für jedes andere Kraftfahrzeug. Die Polizei setzt hier neben der Prävention auch auf gezielte Schwerpunktkontrollen. „Angesichts der neuen Mobilitätsformen und -entwicklungen in Verbindung mit den Unfallzahlen haben wir beim Thema Radverkehr einen besonderen Schwerpunkt gesetzt“, so Menke. „Mir liegt dabei insbesondere die Reduzierung von Unfällen mit ungeschützten Verkehrsteilnehmenden am Herzen. Beim Radverkehr müssen wir vor allem die älteren und bei den E-Scootern die jüngeren Verkehrsteilnehmenden noch stärker für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren.“ Unter dem Motto „Sichtbar sein, heißt sicher sein“ empfiehlt sie: „Ziehen Sie beispielsweise gut sichtbare gelbe Westen oder Kleidung mit Reflektoren an. Ein gutsitzender Helm kann im Ernstfall Ihr Leben retten – also Helm auf!“

Weniger Motorradunfälle

Der rückläufige Trend der vergangenen Jahre (2020: 457, 2021: 451) setzt sich auch im Jahr 2022 fort (444). Bei Verkehrsunfällen mit Motorradbeteiligung wurden im letzten Jahr 322 Personen verletzt. Insgesamt erlitten 113 Personen schwere und zehn Personen tödliche Verletzungen. „Die Motorradsaison hat begonnen und wie jedes Jahr müssen wir intensiv über die damit verbundenen Gefahren aufklären und für gegenseitige Rücksichtnahme werben“, meint Menke. „Es ist erfreulich, zu sehen, dass Motorradfahrer zunehmend gelbe Westen oder Jacken mit Reflektoren tragen.“

In diesem Jahr werden auf Streckenabschnitten mit vielen Verkehrsunfällen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Bei der Kontrollaktion „Geisterradler“ soll gezielt auf Fahrradfahrende geachtet werden, die einen Radweg in falscher Richtung befahren. Die Pedelec-Aktion „Sicherheit erfahren“ zielt auf ältere Pedelec-Fahrende ab. „Wir wollen durch unsere Verkehrssicherheitsarbeit dafür sorgen, dass Sie sicher Zuhause ankommen – jetzt sind Sie dran“, fordert Menke alle Verkehrsteilnehmer auf. „Unsere Bitte: Nehmen Sie im Straßenverkehr Rücksicht aufeinander, reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit. Durch das Anpassen des Geschwindigkeitsniveaus können schwerwiegende Unfallfolgen vermieden werden.“

AFP

ZEW-Konjunkturerwartungen sinken erneut deutlich

ZEW-Konjunkturerwartungen sinken erneut deutlich
ZEW-Konjunkturerwartungen sinken erneut deutlich

Mannheim (dts Nachrichtenagentur) – Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im April erneut deutlich verschlechtert. Der entsprechende Index sank gegenüber dem Vormonat um 8,9 Punkte auf nun 4,1 Zähler, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit.

Der Indikator signalisiert demnach, dass auf Sicht von sechs Monaten keine nennenswerte Verbesserung der konjunkturellen Situation zu erwarten ist. Die Einschätzung der gegenwärtigen konjunkturellen Lage für Deutschland verbesserte sich hingegen deutlich. Sie stieg um 14,0 Punkte und liegt damit aktuell bei -32,5 Punkten. Trotz der Verbesserung wird die wirtschaftliche Lage noch immer als relativ schlecht eingeschätzt.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone verschlechterten sich im April erneut: Sie sanken um 3,6 Punkte und liegen aktuell bei 6,4 Punkten. Der Lageindikator für die Eurozone verbesserte sich deutlich um 14,4 Punkte auf nun -30,2 Punkte. Die Finanzmarktexperten seien weiterhin verunsichert, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. „Die ZEW-Konjunkturerwartungen gehen spürbar zurück und signalisieren aktuell eine unveränderte konjunkturelle Lage auf Sicht von sechs Monaten.“

Die Konjunkturerwartungen würden von mehreren Faktoren negativ beeinflusst: Zum einen erwarteten die Experten eine vorsichtigere Kreditvergabepraxis der Banken, zum anderen belasteten die immer noch hohen Inflationsraten und die international restriktive Geldpolitik. „Positiv ist, dass die Gefahr einer akuten Krise auf den internationalen Finanzmärkten nicht mehr gesehen wird“, so Wambach. „Die Ertragsaussichten für Banken und Versicherungsunternehmen haben sich gegenüber dem Vormonat verbessert und liegen wieder deutlich im positiven Bereich.“


Foto: ZEW, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Am 6. Mai: JugendBildungsmesse Osnabrück informiert über Auslandsaufenthalten während und nach der Schulzeit

Work & Travel (Symbolbild)
Work & Travel (Symbolbild)

Immer mehr junge Menschen zieht es nach oder bereits während der Schulzeit in die Welt – sei es für eine Sprachreise oder für einen Schüleraustausch, zum Jobben oder zum Studieren. Wie aber diesen Traum vom Ausland realisieren? Antworten dazu liefert die JugendBildungsmesse Osnabrück, die am 6. Mai im Gymnasium In der Wüste stattfindet.

Es gibt unzählige Möglichkeiten sowohl für für kürzere als auch langfristige Auslandsaufenthalte in fast allen Ländern der Erde. Wie aber einen Überblick im Dschungel von Anbietern und Programmen finden? Dabei kann die JugendBildungsmesse helfen. Neben internationalen Bildungsexperten und ehemaligen Programmteilnehmern verschiedener Austauschorganisationen berät hier auch weltweiser, ein unabhängiger Bildungsberatungsdienst und Veranstalter der Messe, zu Programmen wie High School, Sprachreise, Freiwilligenarbeit, Work & Travel, Au Pair, Praktika und Studium im Ausland sowie zu Finanzierungsmöglichkeiten.

Das richtige Programm und Zielland finden

Die individuelle Beratung hilft dabei, am Ende das richtige Programm, Wunschzielland und den passenden Anbieter zu finden. Besonders Spätentschlossene, die noch dieses Jahr ihren Traum vom Ausland realisieren möchten, sollten allerdings auch ein bisschen Flexibilität mitbringen. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Platzierung am besten möglich ist, wenn Teilnehmende Neugier und Offenheit auch für Alternativen zu ihren ursprünglichen Wünschen mitbringen.

Einen filmischen Eindruck der Messe gibt es unter JuBi – Der Film.

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ZEW-Konjunkturerwartungen im April gesunken

Mannheim (dts Nachrichtenagentur) – Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im April erneut deutlich verschlechtert: Der entsprechende Index sank von 13,0 Zählern im März auf nun 4,1 Punkte. Das teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit.

Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Informationen.

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