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Ortsfeuerwehr in Melle-Mitte bekommt neues Drehleiterfahrzeug

Feuerwehr (Symbolbild)
Feuerwehr (Symbolbild)

Die Ortsfeuerwehr Melle-Mitte bekommt ein neues Drehleiterfahrzeug. Das Rettungs- und Löschfahrzeug kostet insgesamt fast eine Million Euro.

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Melle hat während seiner jüngsten Sitzung die Auftragsvergabe zur Beschaffung eines Drehleiterfahrzeugs DLK 23/12 für die Ortsfeuerwehr Melle-Mitte beschlossen. Während der Auftrag für das Fahrgestell und den Fahrzeugaufbau an ein Fachunternehmen in Ulm ging, erhielt ein Fachbetrieb aus Leipzig den Auftrag für die Beladung. Der Gesamtpreis des neuen Fahrzeugs beläuft sich brutto auf rund 956.000 Euro. Hiervon entfallen etwa 951.000 Euro auf das Fahrgestell und den Fahrzeugaufbau sowie rund 5.000 Euro für die Beladung.

Aktuelles Fahrzeug fast 30 Jahre alt

Das neue Drehleiterfahrzeug soll an die Stelle der bisherigen Drehleiter DLK 23/12 treten, die aus dem Jahre 1994 stammt. Im April 2025 endet für das zurzeit noch genutzte Drehleiterfahrzeug die Frist der Zehn-Jahres-Inspektion. Danach erlischt die Betriebserlaubnis, sodass das Neufahrzeug bis dahin in Dienst gestellt sein muss.

AFP

Wahlforscher sieht Grüne auf „abschüssiger Bahn“

SPD-Flügel warnt Baerbock und Habeck vor “Anti-China-Strategie”
SPD-Flügel warnt Baerbock und Habeck vor “Anti-China-Strategie”

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das geplante Heizungsgesetz von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und die Affäre um den entlassenen Staatssekretär Patrick Graichen schaden den Grünen nach Ansicht des Wahlforschers Stefan Merz „offenbar sehr“. „Die Grünen befinden sich auf einer abschüssigen Bahn, ihr Wählerzuspruch ist in den letzten Monaten langsam, aber stetig gesunken“, sagte der Senior-Direktor Wahlen beim Forschungsinstitut Infratest dem „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe).

Dabei stünden die Grünen in den Umfragen „als einzige Regierungspartei noch besser da als bei der Bundestagswahl 2021: SPD und FDP liegen weit unter ihrem jeweiligen Ergebnis von 2021“. Merz sieht in den Beliebtheitswerten einen deutlichen Vorsprung von Außenministerin Annalena Baerbock gegenüber Habeck. Zwar sei auch Baerbock von ihren Bestwerten entfernt, „sie hat sich aber in den letzten Monaten bei Werten um 45 Prozent stabilisiert und momentan dadurch einen deutlichen Vorsprung vor Habeck“. Ganz generell stoße die Arbeit der Bundesregierung auf wenig Zustimmung, so Merz.

Die Bürger registrierten, wie schwer es der Ampel immer wieder falle, zu einem Konsens zu kommen, und das goutierten sie in der Regel nicht. „Die Deutschen mögen es nicht, wenn die Regierung vor allem mit sich selbst beschäftigt ist und untereinander streitet.“ Zum Umfragehoch der AfD sagte der Demoskop, keine Partei profitiere von der Unzufriedenheit mit der Bundesregierung so stark wie diese. „Die Themen Zuwanderung und Flüchtlinge treiben den Zuspruch für die AfD in die Höhe.“

Diese Themen hätten an „Virulenz“ gewonnen, was ihr helfe. Im Osten sei „das Potenzial für die AfD als stärkste Partei da“. Die Deutschen bewerten Kanzler Olaf Scholz (SPD) „äußerst zurückhaltend“, sagte Merz: „Die Mehrheit der Bürger betrachtet Scholz reserviert, nur ein gutes Drittel ist mit seiner Arbeit zufrieden.“ Viele Deutsche hielten ihn für zu zögerlich, zu zurückhaltend und zu wenig führend.

Vor Jahren habe Scholz mal gesagt: „Wer Führung bestellt, bekommt sie.“ Davon spürten die Deutschen „gerade sehr wenig“. Scholz’ Zurückhaltung im Ukraine-Kurs sei begrüßt worden, „aber die meisten Bürger wollen mehr Gestaltungskraft des Kanzlers sehen“, so Merz. Die Zustimmung zu Scholz sei „weit geringer, als sie für Angela Merkel war“.

Selbst in den Zeiten, in denen Merkels Regierung miserable Noten eingefahren habe, „waren ihre persönlichen Werte erheblich besser“. Der Kanzler habe dabei „den Vorteil, dass der Oppositionsführer Friedrich Merz noch unbeliebter“ sei als er. CDU-Chef Merz misslinge es, populärer zu werden. Das sei „ungewöhnlich, angesichts einer unbeliebten Regierung und der Tatsache, dass die Union als Partei davon sehr wohl profitieren kann“, so der Wahlforscher.


Foto: Annalena Baerbock und Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Land Niedersachsen unterstützt Osnabrücker Kultur mit zusätzlichen Fördermitteln

Stadttheater in Osnabrück

Die Osnabrücker Landtagsabgeordneten Anne Kura und Volker Bajus (Grüne) freuen sich über zusätzliche Kulturfördermittel für Osnabrück. Kleinere und größere Kultureinrichtungen können von dem Kulturpaket profitieren.

„Das Kulturministerium hat Hilfen bereitgestellt, die unmittelbar den Kultureinrichtungen auch in Osnabrück zu Gute kommen. Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine und den steigenden Energiekosten hatte der Landtag einen Milliarden-Rettungsschirm für das Land beschlossen. Aus diesem Etat des grünen Finanzministers Gerald Heere konnten die Zahlungen jetzt möglich werden. Es ist gut, dass Kulturminister Falko Mohrs die Chance für die Kultur nutzt. Kultur braucht nicht nur politischen Goodwill, sondern eben auch Geld“ erklärt Anne Kura, die für die Grünen ebenfalls im Stadtrat sitzt.

Theater könnte 650.000 Euro zusätzlich erhalten

Konkret könnte das städtische Theater mit über 650.000 Euro zusätzlich rechnen. „Das Geld ist hier gut angelegt und hilft uns kommunal sehr“, so Bajus. Im Kulturpaket sei zudem eine drei Millionen Euro-Erhöhung des erfolgreichen „Investitionsprogramms für kleine Kultureinrichtungen“ vorgesehen. Damit sollen Energiesparmaßnahmen finanziert werden. „Dies ist ein gutes Programm, das kleinen Kultur-Einrichtungen ohne große eigene Finanz-Spielräume hilft, größere Investitionen zu stemmen. Das Programm habe ich im Landtag 2017 selber mit auf den Weg gebracht und ich freue mich sehr, dass es so gut angenommen wird“, so Bajus weiter. Informationen zu diesem Programm gibt es auch beim Osnabrücker Landschaftsverband.

AFP

Neuer Masterstudiengang „Gesellschaft – Umwelt – Zukunft“ startet an der Universität Osnabrück

Der neue Geographie-Masterstudiengang setzt bewusst auf Innovation. / Foto: Rainer Ott
Der neue Geographie-Masterstudiengang setzt bewusst auf Innovation. / Foto: Rainer Ott

Im Wintersemester 2023/24 startet an der Universität Osnabrück der innovative Masterstudiengang „Geographie: Gesellschaft – Umwelt – Zukunft“ (GUZ). Studierende können dabei individuelle Studienschwerpunkte ausbilden und aus einem breiten Angebot humangeographischer, physisch-geographischer und integrativer Veranstaltungen wählen.

„Uns war besonders wichtig, dass das neue Studienprogramm drei Kernelemente abbildet: Zukunftsorientierung, Projektorientierung und einen integrativen Lernansatz als Stärke der Geographie“, erklärt Professorin Dr. Britta Höllermann, die den neuen Studiengang leitet. Im Zentrum des Studiums steht die Auseinandersetzung mit den großen aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen (wie z.B. Klimawandel, Migration und Energiewende) und den Handlungsmöglichkeiten, die sich im Umgang mit ihnen bieten. Dazu werden auch Methoden wie qualitative und quantitative Modellierung oder Szenariotechniken gelehrt, um eine kritische, analytische Beschäftigung mit potentiellen zukünftigen Entwicklungen zu ermöglichen.

Projekte mit Feldforschung verbunden

Die Lehrveranstaltungen in dem Masterprogramm bewegen sich inhaltlich in dem Dreieck aus Gesellschaft, Umwelt und Zukunft. Anhand konkreter Frage- und Problemstellungen werden nicht nur grundlegende Fachinhalte und Prozesse, sondern auch fachsprachliche und fachmethodische Kompetenzen vermittelt. Eine Besonderheit stellt die starke Projektorientierung des neuen Studiengangs dar. Im Zentrum steht ein einjähriges Studienprojekt, in dem die Studierenden eigene Forschung entwickeln und durchführen. Die Projekte sind mit einer gemeinsamen Feldforschung verbunden, die meist im Ausland stattfindet. „Damit bauen wir auf den Erfahrungen aus den bisherigen Masterstudiengängen auf, in denen zuletzt zum Beispiel Studienprojekte in Ghana oder Indonesien durchgeführt wurden,“ so Britta Höllermann.

Experimentieren im Zukunftslabor

Ein weiterer essentieller Schwerpunkt ist die Zukunftswerkstatt mit ihrem Zukunftslabor. „Wir bieten hier einen Raum des Experimentierens und der Innovation, in den sich die Studierenden mit ihren unterschiedlichen Profilen einbringen und kleinere Projekte bearbeiten. Das Labor wird damit aktiv von den Studierenden mitgestaltet, Interessen berücksichtigt und Austausch gefördert.“ Prof. Höllermann betont weiter: „Die Studierenden können neue Ideen ausprobieren, um drängende Zukunftsfragen zu lösen und lernen so, wie sie im späteren Beruf Unternehmen, die Zivilgesellschaft und Institutionen dabei unterstützen können, zukunftsfähig zu werden.“

Intensive Vorbereitung auf die Berufswelt

Die starke Praxisrelevanz des Studiums ermöglicht eine intensive Vorbereitung auf spätere berufliche Tätigkeiten unter anderem durch ein zweimonatiges Berufspraktikum und die Einbindung von Geographinnen und Geographen aus der Praxis, die erfolgreich in verschiedenen Berufsfeldern arbeiten. So wird ein regelmäßiges Lehrangebot an angewandten Seminaren, beispielsweise zu Wirtschaftsförderung, Immobilienwirtschaft, Klimafolgenanpassung oder Nahverkehrsplanung, von diesen Lehrenden angeboten. „Darüber hinaus lernen die Studierenden in einem Seminar zum Wissenstransfer aktuelle Forschungsergebnisse praxisrelevant zu übersetzen,“ ergänzt Höllermann. Durch das große Studienprojekt, die Masterarbeit und verschiedene Lehrveranstaltungen wie Wissenschaftstheorie und Kolloquium werden Studierende gleichzeitig auch auf eine Forschungstätigkeit vorbereitet.

AFP

Volkswagen baut wohl keine zweite Batteriefabrik in Niedersachsen

VW-Batterietochter will Mitarbeiterzahl 2023 fast verdoppeln
VW-Batterietochter will Mitarbeiterzahl 2023 fast verdoppeln

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Der VW-Konzern sieht wohl derzeit keine Chancen, eine zweite Batteriefabrik am Heimatstandort Niedersachsen aufzubauen. Dafür seien die Energiepreise in Deutschland zu hoch, heißt es aus dem Umfeld des Konzerns, wie der „Spiegel“ berichtet.

Batteriezellen benötigen in der Produktion viel Energie, gelten aber als zentrale Zukunftstechnologie. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Mitglied des VW-Aufsichtsrats, hatte sich mehrfach für eine zweite sogenannte Gigafactory am Standort Emden eingesetzt. Mittlerweile habe man Weil aber vorgerechnet, dass eine solche Fabrik derzeit nicht wirtschaftlich zu betreiben sei, heißt es im Konzern. Der Politiker startete daraufhin Ende April eine Initiative für einen staatlich subventionierten „Transformationsstrompreis“ von 7 Cent je Kilowattstunde, der Deutschland gegenüber Asien und USA wettbewerbsfähig machen soll.

Aktuell liegt der Preisdeckel für mittlere und große Unternehmen hierzulande bei 13 Cent je Kilowattstunde. Die hohen Energiepreise waren nach „Spiegel“-Informationen auch Thema eines Treffens der deutschen Autobosse mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) am Dienstag, an dem auch VW-Chef Oliver Blume teilnahm. Blume unterstützt den Vorschlag Weils: Die Autoindustrie benötige Planungssicherheit für Zukunftsinvestitionen. Wenige Tage vor dem Treffen hatten der Bund und das Land Schleswig-Holstein zugesagt, die Ansiedlung einer Batteriefabrik des Anbieters Northvolt in Heide zu fördern.

Die Industrie erhofft sich davon eine Signalwirkung für weitere Zukunftsprojekte. Eine erste Zellfabrik baut VW derzeit in Salzgitter, ein weiterer Standort wird im spanischen Sagunto errichtet. Zudem laufen Gespräche für ein Werk in Osteuropa. VW sagt, man halte an dem Plan fest, bis 2030 Zellfabriken für rund 240 Gigawattstunden in Europa aufzubauen, müsse aber „bei den Zellkosten im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig sein“.

Volkswagens E-Offensive wird überschattet vom Preiskampf am globalen Automarkt und einer Ertragsschwäche der Kernmarke VW. Der Konzern plant ein Spar- und Umbauprogramm in Milliardenhöhe.


Foto: Volkswagen-Werk, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Liberale wollen EU-Gelder neu verteilen

Harsche Kritik an Zusatzpensionen für Hunderte EU-Politiker
Harsche Kritik an Zusatzpensionen für Hunderte EU-Politiker

Straßburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Liberalen im Europaparlament wollen die EU-Gelder neu verteilen. „Europa benötigt nicht mehr Geld“, sondern „mehr Flexibilität, um die Finanzmittel sinnvoll einzusetzen“, sagte der FDP-Haushaltspolitiker Moritz Körner dem „Spiegel“.

Nachdem die EU wegen steigender Zinsen dieses Jahr rund 280 Millionen Euro zusätzlich für den Schuldendienst bereitstellen muss, fehlt Geld im Kampf gegen die Krisen, denen sich die Gemeinschaft gegenübersieht. Zugleich fällt es einer Reihe von Mitgliedstaaten schwer, die teils stark angestiegenen Gemeinschaftsgelder zielgerichtet auszugeben. Laut Analyse des Europäischen Rechnungshofs haben sich die Mittel, die nach Italien oder Spanien fließen, gegenüber der vorangegangenen Etatperiode fast verdreifacht. Unlängst war bekannt geworden, dass EU-Gelder unter anderem für die Sanierung des Fußballstadions Artemio Franchi in Florenz vorgesehen waren.

Zudem verzögert sich die Auszahlung der Mittel aus den sogenannten Kohäsions- und Strukturfonds, die den Mitgliedstaaten zur Verfügung stehen. Schon in der vergangenen Periode war in manchen Ländern nur etwas mehr als die Hälfte der bereitgestellten Mittel abgeflossen. Man solle nicht benötigte Fondsmittel lieber für Aufgaben wie die Ukrainehilfe, die Flüchtlingskosten oder Forschung einsetzen, so Körner. Die EU-Kommission will in den kommenden Monaten mit den Mitgliedstaaten beraten, wie ihr bis 2027 laufendes Budget an die neue Lage angepasst werden kann.


Foto: EU-Parlament in Straßburg, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Landkreis Osnabrück will „Hitzeaktionsplan“ für kommende Sommer erarbeiten

(Symbolbild) Thermometer
(Symbolbild) Thermometer

Viele Menschen freuen sich, wenn der Frühsommer die ersten richtig warmen Tage mit sich bringt. Allerdings wird die Freude mittlerweile durch die Folgen des Klimawandels getrübt, die in den vergangenen Sommern mit Hitzewellen und Trockenheit deutlich wurden. Die extreme Wärme kann zunehmend zu einer gesundheitlichen Gefahr werden – deswegen will der Landkreis Osnabrück mithilfe der Bürgerinnen und Bürger einen „Hitzeaktionsplan“ erarbeiten.

Der Landkreis Osnabrück befasst sich mit den Folgen des Klimawandels und arbeitet derzeit unter Beteiligung der Kommunen an einem Hitzeaktionsplan. Dabei ist auch die Perspektive der Bürgerinnen und Bürger wichtig. Daher bittet der Landkreis die Bevölkerung um Unterstützung. Dafür wurde hier eine Umfrageplattform eingerichtet, die nach persönlichen Einschätzungen und Erfahrungen fragt. Interessierte können bis zum 30. Mai Wünsche und Vorschläge äußern und eigene Ideen einbringen.

Verantwortung für „nicht vermeidbare Auswirkungen der Klimakrise“

„Klimaschutz in der Region voran zu bringen ist eine zentrale Aufgabe im Landkreis – vom Ausbau der erneuerbaren Energien bis hin zur Wiedervernässung von Mooren“, betont Landrätin Anna Kebschull. „Verantwortungsvoll zu handeln heißt dabei aber auch, sich den nicht vermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels zu stellen.“ Unter der Überschrift „Klimafolgenanpassung“ geht es um die Frage, wie Kommunen mit den Folgen der Erderwärmung umgehen können. Dazu gehört auch das Thema Hitzevorsorge. Deutschlandweit wird insbesondere in größeren Städten mittlerweile an „Hitzeaktionsplänen“ gearbeitet, die Maßnahmen beschreiben, wie dem Problem begegnet werden kann – zum Beispiel durch Hitze-Not-Besuchsdienste oder die Einrichtung von öffentlichen „Abkühlräumen“. Im ländlichen Raum sind solche Pläne bisher noch die Ausnahme.

Hitze für vulnerable Gruppen besonders gefährlich

Für den Landkreis Osnabrück soll bis Jahresende der Plan fertiggestellt sein. „Ein erfolgreicher Hitzeschutz kann nur gelingen, wenn sich alle Akteure mit Bezügen zu den besonders verletzlichen Gruppen gemeinsam dafür engagieren“, erläutert Timo Kluttig aus dem Referat für Strategische Planung beim Landkreis, der gemeinsam mit einem Fachbüro das Projekt koordiniert. Im Rahmen von Netzwerktreffen, Workshops sowie Befragungen von Expertinnen und Experten wird zusammengetragen, wo die Probleme am größten sind und welche Lösungsansätze erfolgsversprechend sind. Den Handlungsbedarf verdeutlicht Kluttig: Denn nicht nur für Ältere und Pflegebedürftige, sondern auch für Menschen mit Behinderung, Kleinkinder oder Obdachlose ist es gefährlich, wenn die Temperaturen die 30 Grad Celsius-Marke deutlich überschreiten und die Nächte zu warm sind, um für spürbare Abkühlung zu sorgen. Aber auch für Menschen, die täglich im Freien arbeiten, kann die Hitze schnell zu einer unerträglichen Belastung werden. „Mit Ihrem Beitrag helfen Sie uns dabei, Lösungsansätze zu entwickeln, die bei zukünftigen Hitzewellen auch wirklich für eine Entlastung sorgen“, sagt Kluttig. Die Umfrage ist hier auch in leichter Sprache verfügbar unter.

AFP

Ehemaliger Ostbeauftragter fordert Verbot der AfD

AfD rechtfertigt Verwendung von KI-generierten Bildern
AfD rechtfertigt Verwendung von KI-generierten Bildern

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz fordert ein Verbot der AfD. „Worauf warten wir eigentlich noch“, sagte Wanderwitz dem „Spiegel“. „Dieser Schritt ist zwingend und die einzige Lösung.“

Die AfD sei rechtsextrem, sie wolle ein anderes Land. Darüber hinaus kritisiert Wanderwitz den Umgang seiner eigenen Partei mit den Rechtsaußen. Die „permanenten Durchbrüche“ der Brandmauer zur AfD auf kommunaler Ebene durch CDUler seien erschreckend. „Die Parteiführung in Sachsen tut nichts dagegen, darunter leidet unsere Glaubwürdigkeit.“ Laut Wanderwitz gibt es etliche Parteifreunde, die eine Zusammenarbeit mit der AfD herbeisehnten oder „mindestens eine Tolerierung“. Ähnlich kompromisslos gegenüber der AfD wie Wanderwitz äußerte sich der frisch gewählte Brandenburger CDU-Chef Jan Redmann: „Mit der AfD kann es allein schon deshalb keine irgendwie geartete Zusammenarbeit geben, weil diese Partei in Wahrheit das Land kaputtmachen will.“ Sie sei „unpatriotisch, weil sie erst mal alles zerstören will, um dann die Macht zu übernehmen“. Auch der Thüringer Partei- und Fraktionschef Mario Voigt lehnt eine Kooperation ab. „Keine Zusammenarbeit mit der AfD, das sind die Feinde der Zukunft“, sagte er. Die Menschen in Thüringen wollten „keine rechtsextreme Höcke-AfD“. Allerdings sagte Voigt zugleich, es könne vorkommen, dass es plötzlich Mehrheiten mit der AfD gebe.


Foto: Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

AFP

Jordaniens Außenminister verteidigt Gespräche mit Assad

Berlin/Amman (dts Nachrichtenagentur) – Der jordanische Außenminister Ayman Safadi hat die Wiederaufnahme von Syrien in die Arabische Liga verteidigt. „Wir können uns den Status quo nicht leisten“, sagte er dem „Spiegel“.

Dieser mache die Situation „für alle schlimmer“, vor allem für das syrische Volk. „Deshalb haben wir eine jordanische Initiative ergriffen, um die Krise mit einem Schritt-für-Schritt-Ansatz zu lösen“, so der Außenminister. Man wolle eine „politische Lösung, die das Leiden der Syrer beendet, so wie es Uno-Resolution 2254 verlangt“. Safadi verwies unter anderem auf die 3,5 Millionen Syrer, die nicht zur Schule gehen. „Es waren hoffnungslose Menschen, die sich der Terrororganisation `Islamischer Staat` angeschlossen haben.“ Jordaniens Chefdiplomat machte klar, dass Präsident Baschar al-Assad ohne ernsthafte Schritte nicht mit einer Normalisierung rechnen könne. „Wir haben diese Initiative mit unseren Partnern in den USA und Europa koordiniert.“ Deren Position sei eindeutig: Die Sanktionen würden fortgesetzt und es gebe kein Geld für den Wiederaufbau, „es sei denn, die syrische Regierung engagiert sich ernsthaft in einem Prozess, der schrittweise alle Aspekte der Krise angeht“, so Safadi.


Foto: Bild von Baschar al-Assad auf einer Syrien-Demonstration, über dts Nachrichtenagentur

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Bundesregierung nutzt über 100 KI-Anwendungen

Ampel übersteht laut Insa-Umfrage Koalitions-Streit ohne Verluste
Ampel übersteht laut Insa-Umfrage Koalitions-Streit ohne Verluste

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ministerien und Behörden setzen bei ihrer Arbeit zunehmend auf Anwendungen sogenannter künstlicher Intelligenz (KI). Aktuell sind bereits mehr als 100 verschiedene KI-Lösungen im Einsatz, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht, über die der „Spiegel“ berichtet.

Demnach kommt die Technologie etwa im Auswärtigen Amt und im Verteidigungsministerium zur Krisenfrüherkennung zum Einsatz. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge versucht damit, Migrationsbewegungen vorherzusagen. Die neuen generativen KI-Anwendungen wie ChatGPT werden hingegen bislang nur probeweise genutzt: „Die Bundesregierung hat die KI-basierte Software ChatGPT auch bereits getestet“, heißt es in der Antwort. Auf die Fragen nach dem Einsatz von KI bei deutschen Sicherheitsbehörden verweigerte die Bundesregierung mit Verweis auf das „Staatswohl“ so gut wie alle Auskünfte. „Ausgerechnet dort, wo die Grundrechte am ehesten in Gefahr sind, soll es immer weniger parlamentarische Aufsicht über den Einsatz künstlicher Intelligenz geben, das ist völlig inakzeptabel“, sagte die Linken-Digitalexpertin Anke Domscheit-Berg. Die Abgeordnete war Mitglied der KI-Enquetekommission, die 2020 ihre Ergebnisse und Empfehlungen vorgelegt hatte. Praktisch nichts davon sei umgesetzt, so Domscheit-Berg. Insgesamt offenbare die Bundesregierung in ihrer Antwort noch immer gravierende Kompetenzdefizite und ungenügendes Risikobewusstsein. Insbesondere versäume sie es, die Bevölkerung ausreichend auf die Herausforderungen vorzubereiten. „Es braucht dank generativer KI-Modelle kaum mehr Kompetenz, um Desinformation, Deepfakes und Infomüll zu erzeugen, aber eine sehr hohe Kompetenz, um manipulierte Inhalte zu erkennen.“ Dieses Missverhältnis wirke demokratiegefährdend. „Der Geist ist längst aus der Flasche, und von der Ampel kommt bisher nicht einmal eine Aufklärungskampagne“, sagte die Digitalexpertin.


Foto: Ampel-Minister ohne Kanzler, über dts Nachrichtenagentur

AFP