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„Küchen-Alarm“ in Osnabrück: Gastro-Profis fehlen fast überall – NGG fordert fairen Einstiegslohn

Gemüseschneiden / Foto: NGG
Gemüseschneiden / Foto: NGG

Die Küche bleibt kalt – und das immer öfter: Ob Restaurant, Gaststätte oder Biergarten – in der Gastronomie in Osnabrück gehören „neue Öffnungszeiten“ zum Alltag. „Immer häufiger stehen Gäste vor verschlossenen Türen. Wer zum Essen rausfährt oder etwas trinken möchte, sollte sich besser vorher im Internet oder per Anruf erkundigen, ob das Lokal auch offen hat. Und vor allem, wie lange es warme Küche gibt“, rät Peter Buddenberg von der Gastronomie-Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Viele Gaststätten und Restaurants hätten bereits einen zusätzlichen Ruhetag eingelegt. „Einige Häuser streichen den Mittagstisch komplett. Und oft schließt die Küche abends deutlich früher. Der Trend ist klar: Die Gastronomie kocht und bedient nur noch auf Sparflamme“, sagt Buddenberg. Der Geschäftsführer der NGG Osnabrück schlägt „Küchen-Alarm“ für die Gastro-Szene. Der Grund liege auf der Hand: „Zu wenig Personal. Hotels, Restaurants, Gaststätten, Biergärten, Cafés, Caterings – fast alle suchen händeringend Unterstützung“, so Peter Buddenberg.

Es fehlt an allen Ecken

Allein für Osnabrück hat die Bundesagentur für Arbeit in der Hotellerie und Gastronomie aktuell 39 offene Stellen registriert. „Wer in der Küche klarkommt, kann sofort anfangen: 16 unbesetzte Jobs warten auf einen Küchen-Profi. Aber auch um den Nachwuchs macht sich das Gastgewerbe Sorgen: 10 Ausbildungsplätze sind immer noch frei. Für die Azubi-Suche läuft der Countdown. Und es sieht nicht gut aus. Denn eigentlich müssten die Verträge für das neue Ausbildungsjahr schon längst abgeschlossen sein“, sagt NGG-Geschäftsführer Buddenberg.

In der Gastro-Branche müsse sich einiges ändern: „Höhere Löhne und bessere Arbeitszeiten sind der Schlüssel für mehr Personal“, macht Peter Buddenberg klar. Konkret peilt er dabei für die Zukunft einen „Gastro-Start-Lohn“ von 3.000 Euro brutto pro Monat für alle an, die in der Hotellerie und Gastronomie nach ihrer Ausbildung in einem Vollzeit-Job weiterarbeiten.

Fairer Einstiegslohn

„Das muss die Branche hinbekommen. Denn wer seine Ausbildung in der Küche, im Service oder im Hotel abgeschlossen hat, braucht eine klare Perspektive. Egal, wo eine Köchin, ein Kellner oder eine Hotelfachfrau hingeht – egal, an welcher Hotelbar, an welcher Rezeption, bei welchem Caterer oder in welchem Biergarten es einen neuen Job gibt: Der faire Einstiegslohn liegt bei mindestens 3.000 Euro.“

Von fairen Löhnen seien viele Beschäftigte der Branche heute immer noch weit entfernt: „Tatsächlich schrammen Köche und Kellnerinnen in Osnabrück ziemlich oft nah an der Mindestlohnkante von 12 Euro pro Stunde entlang. Ein Großteil der Gastro-Betriebe zahlt noch immer keinen Tariflohn. Das ist ein Unding, wenn man gute Leute sucht“, so Peter Buddenberg.

AFP

Bauernverband prognostiziert eine unterdurchschnittliche Getreideernte dieses Jahr

Der Deutsche Bauernverband geht in diesem Jahr von einer unterdurchschnittlichen Getreideernte aus und sieht darin die Auswirkungen des Klimawandels.

Getreideernte unter Durchschnitt

Laut dem Deutschen Bauernverband könnte die Marke von 40 Millionen Tonnen Getreide in diesem Jahr möglicherweise nicht erreicht werden, so die vorläufige Erntebilanz des Verbands vom Dienstag. Dies wäre ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 43 Millionen Tonnen des Vorjahres. Die Qualität und Menge des Getreides haben dem Verband zufolge unter dem wochenlangen Regen stark gelitten.

Erträge im Detail

Die Weizenerträge werden voraussichtlich deutlich unter denen des Vorjahres liegen. Einzig die Wintergerste, die vor der Regenperiode geerntet werden konnte, hat eine Erntemenge von 9,5 Millionen Tonnen, deutlich mehr als im Vorjahr (8,7 Millionen Tonnen). Die Winterrapsernte liegt mit 35,1 Dezitonnen pro Hektar unter dem Vorjahresniveau (39,6 Dezitonnen pro Hektar). Trotz der Ausweitung der Flächen um rund 80.000 Hektar sinkt die Gesamterntemenge auf 4,07 Millionen Tonnen (Vorjahr 4,28 Millionen Tonnen).

Positiver Ausblick auf Herbstkulturen

Herbstkulturen wie Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln und Gemüse haben hingegen von den Regenfällen profitiert; für den Wein wird ein guter Jahrgang erwartet. „Ein nasses Frühjahr, gefolgt von Trockenheit im Mai und Juni und eine ständig durch Niederschläge unterbrochene Ernte stellen Deutschlands Bauern in diesem Jahr vor gewaltige Herausforderungen“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied.

Klimawandel und seine Auswirkungen

Rukwied weist deutlich auf den Klimawandel hin und betont die Notwendigkeit von Anpassungen: „Wir müssen alles dafür tun, um zukünftig unsere Erträge und die Ernährung sichern zu können.“ Maßnahmen dazu seien unter anderem die Züchtung resilienterer Pflanzensorten, eine breite Palette an Wirkstoffen für den Pflanzenschutz, wassersparende und konservierende Bodenbearbeitung sowie die gezielte Förderung einer Bewässerungsinfrastruktur.

AFP

Lemke fordert einfacheren Abschuss von als problematisch eingestuften Wölfen

Hochsitz
Hochsitz / dts Nachrichtenagentur

Die deutsche Umweltministerin Steffi Lemke strebt an, das Verfahren zum Abschuss problematischer Wölfe zu vereinfachen und möchte hierzu Vorschläge vorlegen.

Vereinfachung des Abschussverfahrens

Die Umweltministerin Steffi Lemke von den Grünen will das Abschussverfahren für Wölfe, die Weidetiere in Gefahr bringen, vereinfachen. „Das Verfahren für den Abschuss solcher ‚Problemwölfe‘ muss schneller und unbürokratischer werden“, sagte sie in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Lemke hat die Überarbeitung des bestehenden Praxisleitfadens für Wolfsabschüsse initiiert und plant, im Gespräch mit Bund und Ländern mögliche Hindernisse zu identifizieren und auszuräumen.

Gespräche mit Bund und Ländern

Auf Einladung von Lemke und ihrem Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen, Oliver Krischer, wollen Bund und Länder am 5. September über bestehende Hindernisse beraten und Lösungen diskutieren. „Ziel ist es, schnellstmöglich praktische Verbesserungen zu erreichen und dafür werde ich nach den Gesprächen mit den Ländern noch im September meine konkreten Vorschläge vorlegen“, erklärte Lemke.

Verbesserungen am aktuellen Zustand

Derzeit können Wölfe, die trotz Herdenschutzmaßnahmen Weidetiere gefährden, bereits abgeschossen werden. Dies könnte laut Ministerin Lemke rechtskonform von den Bundesländern durchgeführt werden und sollte in Zukunft stärker genutzt werden. „Es geht darum, den Weidetierhaltern mehr Sicherheit zu geben und gleichzeitig die Akzeptanz für den Schutz des Wolfs aufrechtzuerhalten“, sagte sie. Vor allem Vertreter von Landwirten hatten auf eine Vereinfachung der Abschussverfahren gedrungen, allerdings stehen diesen Forderungen Artenschutz-Bemühungen gegenüber.

AFP

Projektmesse an der Hochschule Osnabrück: Studierende stellen ihre „Lösungen für die Welt von morgen“ vor

Die Projektmesse „Lösungen für die Welt von morgen“ findet am 25. August am Campus Westerberg im SL-Gebäude der Hochschule Osnabrück statt. / Foto: Hochschule Osnabrück
Campus Westerberg der Hochschule Osnabrück statt. / Foto: Hochschule Osnabrück

Antriebssystem für Fahrradanhänger, autonomes Modellauto, Prüfstand für Medizingeräte, sicheres 3D-Drucken, Bahnplanung für Industrieroboter, neuartige Apps oder „smarte“ Industrieanlagen – diese und noch mehr Exponate erwarten Gäste der Projektmesse „Lösungen für die Welt von morgen“ am Freitag, 25. August, ab 15 Uhr an der Hochschule Osnabrück.

Im Hörsaalgebäude SL in der Barbarastraße 21 zeigen rund 70 Studierende der Elektrotechnik, Informatik und Mechatronik Ergebnisse ihrer Semesterarbeiten. In den vergangenen fünf Monaten haben sie zehn praxisnahe Projekte bearbeitet, teils in Zusammenarbeit mit externen Partnern.

Studierende der Mechatronik und der Elektrotechnik-Studiengänge haben sich im Labor für Handhabungstechnik und Robotik mit der Programmierung eines Industrie-Roboters beschäftigt. Ihre Software sorgt nun dafür, dass die abzufahrende Bahn auf einer acht Meter langen Anlage automatisch kollisionsfrei berechnet wird. / Foto: Hochschule Osnabrück
Studierende der Mechatronik und der Elektrotechnik-Studiengänge haben sich im Labor für Handhabungstechnik und Robotik mit der Programmierung eines Industrie-Roboters beschäftigt. Ihre Software sorgt nun dafür, dass die abzufahrende Bahn auf einer acht Meter langen Anlage automatisch kollisionsfrei berechnet wird. / Foto: Hochschule Osnabrück

Studentische IT-Lösung hilft, Müll zu vermeiden

So haben sechs Informatik-Studierende ein digitales Rückgabesystem für Mehrwegbehälter entwickelt. Projektleiterin Annette Michel erklärt die Motivation ihres Teams: „Unsere Gesellschaft produziert täglich eine enorme Menge an Müll. Eine große Rolle spielen dabei Einwegbehälter. Das Problem liegt darin, dass viele Restaurants immer noch auf Einweg-Verpackungen angewiesen sind, weil die Rückgabe der Mehrwegbehälter oft umständlich und zeitaufwendig ist.“ Ihr Kollege Daniel Graf ergänzt: „Mit unserer Lösung lassen sich Mehrwegbehälter bequem einscannen. Mithilfe Künstlicher Intelligenz werden sie schnell und präzise erkannt – das vereinfacht den Rückgabeprozess.“ Mit seiner Entwicklung wolle das Team „einen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft gehen“. Ein weiterer positiver Aspekt der Projektarbeit ist praktische Erfahrung der Studierenden – ihre Lösung haben sie mit dem Osnabrücker IT-Spezialisten Netrocks Group und den örtlichen Start-ups VisioLab und Hamwa umgesetzt.

Studierende entwickeln anschauliches KI-Modell für das weltgrößte Computermuseum

Künstliche Intelligenz (KI) durchdringt immer mehr unser Leben. Aber wie funktionieren eigentlich künstlich neuronale Netze, die dem menschlichen Gehirn nachempfunden sind und künstliche Intelligenz ermöglichen? Für alle, die es verstehen wollen, haben acht Studierende ein mechanisches Modell entwickelt. Es besteht aus Holz, Metall, 3D-Druck- und mechanischen Komponenten. Das anschauliche Exponat soll didaktisch genutzt und später im größten Computermuseum der Welt ausgestellt werden – im Heinz-Nixdorf-MuseumsForum in Paderborn.

Neues entdecken, Kontakte knüpfen, dabei sein!

Alle, die an Technik und Nachhaltigkeit interessiert sind, erwartet am kommenden Freitag ein spannendes Programm: Nach dem „Projektslam“, bei dem jedes Projekt innerhalb einer Minute erklärt wird, können Messestände besucht werden. Wer in die einzelnen Themen tiefer eintauchen möchte, kann 10-minütige Vorträge besuchen. Schülerinnen und Schüler erhalten aus erster Hand Informationen zum Studienangebot. Ein Höhepunkt ist die Preisverleihung an die drei besten Projekte, ausgewählt vom Publikum und von einer Fachjury. Unterstützt wird die Projektmesse von der Fördergesellschaft der Hochschule Osnabrück und dem iuk Unternehmensnetzwerk Osnabrück.

Mehr Informationen zur Veranstaltung und zu einzelnen Projekten stehen online bereit.

AFP

Expertenrat kritisiert mangelndes Gesamtkonzept im Klimaschutz

Der Expertenrat der Bundesregierung für Klimafragen kritisiert das Klimaschutzprogramm 2023 und fordert ein umfassendes Konzept und die Beachtung aller verfügbaren Handlungsfelder zur Treibhausgasminderung.

Kritik am Klimaschutzprogramm 2023

Der Expertenrat der Bundesregierung für Klimafragen hat das Klimaschutzprogramm 2023 der Bundesregierung gerügt. Das Programm enthalte „wichtige Neuerungen“, insbesondere in den Sektoren Industrie, Gebäude und Verkehr, die Maßnahmen zielten allerdings „vorrangig auf diejenigen Handlungsfelder zur Treibhausgasminderung ab, die bereits in der Vergangenheit bearbeitet wurden“, heißt es in einer Stellungnahme des Gremiums, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Forderung nach Adressierung aller Handlungsfelder

„Erforderlich wäre eine Adressierung der Minderungspotenziale aller verfügbaren Handlungsfelder, beispielsweise auch der Abbau klimaschädlicher Subventionen, der bisher nur vage formuliert wird“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Expertenrats, Brigitte Knopf. Aus Sicht des Expertenrats fehlen ein „zusammenhängendes, in sich schlüssiges und konsistentes Gesamtkonzept und ein übergreifender Maßnahmenrahmen“.

Verbleibende Ziellücke und Ungenauigkeiten

„Wir sehen Handlungsbedarf für die Bundesregierung sowohl hinsichtlich der Verbesserung der Datengrundlage der Klimapolitik, bezüglich des Schließens der verbleibenden Ziellücke als auch bei der Entwicklung eines Gesamtkonzepts“, sagte Knopf. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die von der europäischen Lastenteilung betroffenen Sektoren gerichtet werden, die bisher im Kontext der Novelle des Klimaschutzgesetzes keine gesonderte Betrachtung finden.

Unzureichende Minderungswirkung

Das Klimaschutzprogramm hat einen „zwar hohen, aber gemäß Klimaschutzgesetz unzureichenden“ Minderungsanspruch, so der Expertenrat. Man habe von der Bundesregierung „eine umfängliche, insgesamt aber unzureichende Datengrundlage“ erhalten, hieß es. Daher könne man die von der Bundesregierung genannte Minderungswirkung des Programms nicht bestätigen. Dennoch gehe man von einem „substanziellen Beitrag“ aus.

Realisierungswahrscheinlichkeit und Abweichungen

„Bei etlichen Maßnahmen sehen wir die Realisierungswahrscheinlichkeit und die Abweichung zwischen der Realität und den Annahmen der Bundesregierung in den Unterlagen kritisch.“ Die erwartete Gesamtminderung werde daher „vermutlich überschätzt“.

Ziellücken in den Sektoren Gebäude und Verkehr

Die Prüfung des Expertenrats zeigt, dass die von der Bundesregierung ausgewiesenen Treibhausgasminderungen für die Sektoren Gebäude und Verkehr nicht ausreichen würden. Es bleibe laut den Gutachten eine kumulierte Lücke bis zum Jahr 2030 von 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Gebäudesektor und zwischen 117 und 191 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Verkehrssektor.

AFP

Umfrageergebnis: Mehrheit der Bevölkerung lehnt eine Legalisierung von Cannabis ab

Die geplante Lockerung der Cannabis-Gesetzgebung durch die Ampelkoalition stößt laut einer Forsa-Umfrage auf geteilte Meinungen unter den Deutschen.

Widerstand gegen geplante Cannabis-Gesetzänderung

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem Erwachsene künftig 25 Gramm Cannabis für den Eigenkonsum besitzen und bis zu drei Hanfpflanzen für den Eigengebrauch anbauen dürfen. Auch nicht-gewerbliche Anbauvereinigungen sollen erlaubt werden. Für Jugendliche bleibt der Konsum der Droge allerdings weiterhin verboten. Laut einer Forsa-Umfrage für den Stern lehnen 52 Prozent der Deutschen den geplanten Gesetzentwurf ab.

Unterschiedliche Reaktionen in verschiedenen politischen Lagern

Die geplante Gesetzesänderung stößt bei Anhängern verschiedener politischer Parteien auf unterschiedliche Reaktionen. Bei den Grünen befürworten 71 Prozent den Entwurf, bei FDP-Wählern sind es 51 Prozent und bei SPD-Wählern 46 Prozent. Die Anhänger der Oppositionsparteien CDU/CSU und AfD sprechen sich dagegen mit 71 Prozent bzw. 67 Prozent gegen die Legalisierung aus.

Geschlechtsunterschiede in der Befürwortung des Gesetzentwurfs

Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede in der Zustimmung zu dem Gesetzentwurf. 48 Prozent der Männer, aber nur 40 Prozent der Frauen befürworten die geplante Lockerung.

Die Daten für die Umfrage wurden am 17. und 18. August erhoben und basieren auf den Antworten von 1.002 Befragten. Der Gesetzentwurf soll im Herbst im Bundestag beraten werden.

AFP

Zunahme männlicher Pädagogen im Kita-Personal: Trend zeigt positive Entwicklung

Studie: Personalmangel in Kitas verschärft sich weiter
Studie: Personalmangel in Kitas verschärft sich weiter

Die Zahl männlicher Erzieher in Deutschland hat in den letzten zehn Jahren zugenommen, wobei jüngere Arbeitskräfte und Absolventen des Fachbereichs einen höheren Anteil an Männern aufweisen, laut dem Statistischen Bundesamt.

Anstieg des Männeranteils in Kindertageseinrichtungen

Das pädagogische Personal in den Kindertagesstätten Deutschlands verzeichnete einen stetigen Anstieg des Männeranteils von 4,1 Prozent im Jahr 2012 auf 7,9 Prozent im Jahr 2022, laut einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts am Dienstag. Zum Stichtag 1. März 2022 waren von den insgesamt rund 681.000 Menschen, die direkt an der pädagogischen Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen beteiligt waren, knapp 53.500 Männer. Im Vergleich dazu waren von den insgesamt gut 438.000 Menschen, die zum Stichtag 1. März 2012 in der pädagogischen Betreuung tätig waren, nur rund 18.000 Männer.

Jüngere Arbeitnehmer und Absolventen

Statistiken legen nahe, dass der Anteil an männlichen Erziehern in Kinderbetreuungseinrichtungen weiterhin steigen wird. Insbesondere scheint dies bei jüngeren Arbeitskräften der Fall zu sein: 2022 waren 12,6 Prozent der Beschäftigten unter 30 Jahren männlich, während bei den Beschäftigten ab 50 Jahren der Anteil nur 2,8 Prozent betrug.

Ähnlich hoch wie bei den jüngeren Beschäftigten ist der Männeranteil bei den Absolventen der schulischen Ausbildung zum Erzieher. Dieser lag 2021 bei 17,7 Prozent, im Vergleich zu 13,3 Prozent im Jahr 2012.

Männeranteil in der Kindertagespflege

Auch in der Kindertagespflege ist der Männeranteil gestiegen, wenn auch in geringerem Maße. Am Stichtag 1. März 2022 waren in der Kindertagespflege knapp 41.900 Personen beschäftigt: Zwar sind Tagesväter (gut 1.700 Personen) im Verhältnis zu Tagesmüttern (gut 40.100 Personen) immer noch sehr selten, dennoch ist der Männeranteil auch dort gestiegen – von 2,7 Prozent im Jahr 2012 auf 4,1 Prozent im Jahr 2022.

AFP

Dax beginnt positiv, Geldpolitik bleibt weiterhin Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer

Dax setzt Erholungskurs fort – Anleger warten auf Fed
Dax setzt Erholungskurs fort – Anleger warten auf Fed

Die Frankfurter Börse startet am Dienstag mit einem freundlichen Handel, mit dem Dax bei rund 15.700 Punkten, was einer Steigerung von 0,6 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Vortag entspricht.

Positive Vorgaben aus den USA

Die europäischen Börsen können nach Angaben von Thomas Altmann von QC Partners zum Handelsstart auf positive Vorgaben aus den USA aufbauen. „An der Wall Street haben die Kurse gestern nach dem europäischen Handelsschluss deutlich nach oben gedreht. Das sollte auch den europäischen Börsen heute Schwung verleihen“, sagte Altmann.

Gewinner und Verlierer

An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Zalando, Vonovia und Siemens Energy. Dagegen verzeichneten Beiersdorf, Bayer und Daimler Truck leichte Abschläge.

Keine Neuigkeiten aus China

Altmann fügte hinzu, dass es keine größeren Neuigkeiten aus China gebe, was für die Börsen beruhigend wirke. „Und hier gilt im Moment für die Börsen: No news is good news“, so Altmann.

Notenbank-Treffen in Jackson Hole

Mit Blick auf das am Donnerstag beginnende Notenbank-Treffen in Jackson Hole, betonte Altmann die anhaltende Besonderheit dieses Ereignisses. „Trotz der weiter gestiegenen Zinsen traut sich aktuell kaum jemand aus der Deckung. Offensichtlich will sich im Vorfeld von Jackson Hole kaum jemand größer positionieren.“ Er wies darauf hin, dass in Deutschland die Renditen 30-jähriger Bundesanleihen mit 2,81 Prozent ihren höchsten Stand seit dem Jahr 2013 erreicht haben.

AFP

Junge Union drängt auf die Implementierung der ‚Agenda 2030‘

AFP

Neue Fragen durch Scholz-Team Mails in Cum-Ex-Skandal aufgeworfen

Neue E-Mails werfen Fragen zu Bundeskanzler Olaf Scholz‘ Rolle in der Cum-Ex-Affäre auf, während sein Büro keine Beweise für ein Treffen mit einem Hauptakteur der Affäre finden kann.

Treffen mit Olearius in Frage gestellt

Laut einem Bericht des „Stern“ konnte die Büroleiterin von Kanzler Olaf Scholz (SPD) keinen Kalendereintrag finden, der ein Treffen zwischen Scholz und Christian Olearius, damaliger Miteigentümer der Warburg-Bank, im November 2017 bestätigt. „Ich habe noch nie einen Termin mit Olearius von November 2017 im Kalender gesehen. Auch nicht einen Termin im Oktober 2017. Das ist alles merkwürdig, aber wir sind alle Kalender durch,“ schrieb sie demnach im April 2021 an den Scholz-Vertrauten und heutigen Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt (SPD) sowie an den heutigen Regierungssprecher Steffen Hebestreit.

Eine Erinnerung an die Treffen?

Auf diese Nachricht antwortete Schmidt: „Termin war im November 2017. Und ich erinnere auch, dass wir das gesehen hatten.“ Interessanterweise berühren diese Aussagen den Kern von Scholz‘ Verteidigungsstrategie. Er hatte schon vor Jahren Gespräche mit Olearius bestätigt, dabei aber immer wieder auf seinen Kalender und angebliche IT-Probleme verwiesen. Eine eigene Erinnerung an die Treffen behauptet er nicht zu haben.

Nachforschungen des Landeskriminalamts Düsseldorf

Das Landeskriminalamt Düsseldorf konnte laut „Stern“ ebenfalls keinen entsprechenden Kalendereintrag finden. Bei der Auswertung eines damaligen E-Mailpostfachs von Scholz, welches sie im Rahmen ihrer Ermittlungen beschlagnahmt hatten, waren acht Termine für den 10. November 2017 festgehalten – von neun Uhr morgens bis 23 Uhr abends; ein Treffen mit Olearius ist nicht verzeichnet. Auf Fragen bezüglich der E-Mails verwies Hebestreit unter Verweis auf Zuständigkeiten laut „Stern“ nicht.

In Anbetracht dieser widersprüchlichen Aussagen scheint es immer dringender, die genaue Rolle von Olaf Scholz in der Cum-Ex-Affäre aufzuklären. Die neu aufgetauchten E-Mails aus dem engsten Umfeld von Scholz werfen hierbei weitere Fragen auf.

AFP