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Scholz strebt ‚gutes Miteinander‘ an, während Kabinettsklausur startet

Olaf Scholz (SPD)
Olaf Scholz (SPD) / dts

Die Bundesregierung hat ihre zweitägige Klausur zur Erörterung von Möglichkeiten für die Belebung des Wirtschaftswachstums und die Lösung bestehender Herausforderungen begonnen.

Zielsetzung der Klausur

Die Regierungsklausur auf Schloss Meseberg in Brandenburg soll einen Rahmen bieten, um Wirtschaftsstrategien zu erörtern und die Regierungsarbeit besser zu koordinieren. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unterstrich die Notwendigkeit eines „guten Miteinanders“ und sagte: „Wir werden über die Möglichkeiten diskutieren, wie wir einen großen Schub in die Sache bringen“. Er fügte hinzu, dass die deutsche Wirtschaft „noch mehr Wachstum verkraften“ könne.

Ergebnisse und Erwartungen

Scholz betonte außerdem, dass die Regierung in den letzten Jahren eine „sehr erfolgreiche Leistungsbilanz“ vorweisen könne. In Bezug auf die Klausur äußerte er Optimismus und sagte: „Ich habe das Gefühl, diese Klausur trägt dazu bei, dass das auch gut gelingen kann.“

Schwerpunkte der Diskussion

Die Kabinettsklausur wird voraussichtlich einen Schwerpunkt auf wirtschaftspolitische Themen legen. Zudem sollen Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) zur Verwaltungsdigitalisierung und Datenschutz diskutiert werden.

Wachstumschancengesetz

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt der Klausur ist das sogenannte „Wachstumschancengesetz“, das von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) vorgeschlagen wurde. Das Gesetz hatte nach der Sommerpause zu Kontroversen innerhalb der Ampelkoalition geführt, nachdem es von Familienministerin Lisa Paus (Grüne) blockiert worden war. Nach der Einigung der Koalition auf Eckpunkte für die Kindergrundsicherung gab Paus ihren Widerstand jedoch auf. Der Gesetzentwurf soll am Mittwoch verabschiedet werden.

AFP

Forsa-Umfrage: SPD verliert an Zustimmung – Mehrheit von Ampel-Koalition unzufrieden

Olaf Scholz (SPD)
Olaf Scholz (SPD)

Neuesten Umfragen zufolge liegt die SPD mit 17 Prozent neun Prozentpunkte hinter der Union und vier Prozentpunkte hinter der AfD. Zudem sind 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass keine Partei in der Lage wäre, die Probleme in Deutschland zu lösen.

Aktuelle Parteienpräferenzen

In der aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, durchgeführt für die Sender RTL und ntv, verliert die SPD einen Prozentpunkt und liegt nun bei 17 Prozent. Die Union bleibt unverändert bei 26 Prozent, während die AfD ihren Anteil um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent erhöht. Die Zahlen für die Grünen, die FDP, die Linke und andere Parteien bleiben mit 14, sieben, vier bzw. elf Prozent gleich.

Kanzlerpräferenzen bleiben weitgehend gleich

In Bezug auf die Präferenzen für das Kanzleramt gibt es kaum Veränderungen. Annalena Baerbock gewinnt einen Prozentpunkt und liegt nun bei 17 Prozent. Die Anteile für Scholz (22 Prozent), Merz (21 Prozent) und Habeck (15 Prozent) bleiben stabil.

Vertrauen in Lösungskompetenz schwindet

In Hinsicht auf politische Kompetenz trauen nur neun Prozent der Befragten der SPD zu, mit den Problemen in Deutschland umzugehen. Elf Prozent meinen dies von der Union, acht Prozent von den Grünen, zwei Prozent von der FDP und sieben Prozent von der AfD. Somit halten nur 20 Prozent der Wahlberechtigten die Regierungsparteien für fähig, politische Probleme zu lösen. Eine signifikante 60 Prozent der Befragten glauben jedoch, dass keine Partei in der Lage ist, die Probleme des Landes zu lösen.

Dauernde Streitigkeiten verärgern Bürger

Laut Umfrage sind 61 Prozent der Befragten von den kontinuierlichen politischen Streitigkeiten so genervt, dass sie nicht mehr genau hinhören. Dies trifft insbesondere auf Anhänger von Union (67 Prozent) und AfD (74 Prozent) zu. Die Folgen für Kanzler Scholz sind deutlich: 63 Prozent der Befragten halten ihn für führungsschwach.

Die Umfrage wurde vom 22. bis 28. August durchgeführt und umfasste 2.504 Befragte. Eine weitere Befragung zum Zustand der Bundesregierung wurde am 25. und 28. August mit 1.009 Personen durchgeführt.

AFP

RBB-Intendatin Vernau hätte ihren Posten gerne länger behalten

Die scheidende RBB-Intendantin Katrin Vernau äußert Bedauern über ihren Weggang und kritisiert die Umstände ihrer Ablösung, während sie den erreichten Wandlungsprozess des Rundfunksenders hervorhebt.

Vernau wollte am RBB weiterarbeiten

Katrin Vernau, die scheidende RBB-Intendantin, hätte gerne länger auf ihrem Posten verharrt, wie sie in einem Gespräch mit dem „Business Insider“ betonte. „Ich hätte natürlich auch gern die Früchte meiner Arbeit geerntet und diesen Plan mit dem wirklich sehr kompetenten, tollen Team gemeinsam umgesetzt“, sagte sie dem Nachrichtenportal. Vernau wird Mitte September ausscheiden, sie hatte allerdings nicht am offiziellen Bewerbungsverfahren teilgenommen.

Kritik an der Findungskommission

Der Rundfunkrat wählte daraufhin Ulrike Demmer als Nachfolgerin. Vernau äußerte sich überrascht angesichts dieser Entscheidung. „Ich habe schon erwartet, dass eine Findungskommission, wenn sie der Auffassung ist, dass ich zu den richtigen Kandidaten gehöre, mich auch fragt. Das ist nicht geschehen“, erklärte sie.

Unzufriedenheit mit Geschäftsleitung und Gremien

Die scheidende Intendantin kritisierte auch die Organisation des RBB. „Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass ich Unterstützung durch eine neu besetzte Geschäftsleitung gehabt hätte. Gerade in einem Unternehmen in der Krise ist es wichtig, eine schlagkräftige Geschäftsleitung zu haben.“ Sie bemängelt insbesondere das aufwändige Prozedere bei der Besetzung einer Direktorenstelle. „Der Rundfunkrat muss die Direktoren bestätigen und der Verwaltungsrat den Verträgen zustimmen. Hierzu ist es leider nicht mehr gekommen, denn die Gremien hatten verständlicherweise mit sich selbst genug zu tun.“

Positiver Wandel beim RBB

Trotz aller Kritik blickt Vernau auch positiv auf die Veränderungen beim RBB. „Wir sprechen wieder über das Programm und nicht mehr über die Verfehlungen der Vergangenheit. Auch wenn jetzt durch die Neubesetzung der Gremien und den Wechsel in der Intendanz wieder eine gewisse Verunsicherung da ist, ist das nach meinem Eindruck nicht mehr diese geradezu revolutionäre Stimmung, die wir vor einem Jahr hatten, als jegliches Vertrauen in die Führung, in den RBB selbst und auch in die eigene Wirksamkeit abhandengekommen war.“

AFP

Dax bleibt am Mittag im Plus – Nachzügler-Aktien zunehmend gefragt

Dax lässt am Mittag nach - Zurückhaltung dominiert
Dax lässt am Mittag nach - Zurückhaltung dominiert

Der Dax blieb am Dienstag im grünen Bereich, mit einer positiven Entwicklung für die Aktien von Symrise, Porsche und Eon. Marktanalyst Andreas Lipkow erläutert, dass Anleger vorsichtig agieren und möglicherweise auf weniger volatile und risikoreiche Nachzügler setzen.

Marktentwicklung und Investorenstrategie

Die Frankfurter Leitindex DAX hielt sich am Dienstag bis zum Mittag im positiven Bereich, nach bereits freundlichen Start in den Handel. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit etwa 15.880 Punkten berechnet, was einem Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber dem Schlussniveau vom Vortag entspricht.

Die Gewinner des Tages waren die Papiere von Symrise, Porsche und Eon. Andreas Lipkow, Marktanalyst, kommentierte das Handelsgeschehen und bemerkte, dass die Investoren sich bei ihren selektiven Aktienkäufen insbesondere auf die Verliererwerte der letzten Handelswochen konzentrieren. „Die potenziellen Nachzügler sollen weniger Risiko und mehr Kurschancen in die Depots bringen – in Anbetracht der noch bevorstehenden wichtigen makroökonomischen Datensätze aus den USA eine nachvollziehbare Strategie“, so Lipkow. Trotz dieser Entwicklung bleiben die Anleger vorsichtig und setzen nicht blind auf eventuelle Gewinne.

Währungs- und Rohstoffmarkt

Die europäische Gemeinschaftswährung, der Euro, tendierte am Dienstagmittag gegenüber dem US-Dollar schwächer. Ein Euro wurde für 1,0810 US-Dollar (-0,09 Prozent) gehandelt, während ein Dollar für 0,9251 Euro zu haben war. „Zyklische Branchen sind zu volatil und defensive Branchen besitzen nur noch wenig Kurspotenzial“, hob Lipkow hervor.

Unterdessen stieg der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee. Gegen 12 Uhr deutscher Zeit kostete ein Fass 85,02 US-Dollar, was einen Anstieg von 60 Cent oder 0,7 Prozent gegenüber dem Schluss des vorherigen Handelstags bedeutet.

AFP

Söder unterstützt Aiwanger trotz vorhandener Bedenken weiterhin

Söder kritisiert AKW-Abschaltung scharf
Söder kritisiert AKW-Abschaltung scharf

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) möchte trotz Kritik an seinem Stellvertreter Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vorerst weiter an ihm festhalten. Dabei steht die endgültige Klärung noch aus.

Söder bezieht Stellung

„Bis zur abschließenden Klärung, solange kein neuer Beweis vorliegt oder bisher Gesagtes komplett widerlegt werden kann, wäre eine Entlassung aus dem Amt eines Staatsministers ein Übermaß“, äußerte Söder am Dienstag nach einem Sonder-Koalitionsausschuss in München. Ihm zufolge soll Aiwanger 25 schriftliche Fragen beantworten und hat sich bereit erklärt, eventuell seine Schulakten zu öffnen. „Es dürften keine ‚Restzweifel‘ bleiben am Ende der Debatte“, betonte der Regierungschef.

Kritik an Aiwanger

Aiwanger stand kürzlich heftig in der Kritik, nachdem die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet hatte, dass während seiner Schulzeit ein antisemitisches Flugblatt bei ihm gefunden wurde. Das Pamphlet bezeichnete Auschwitz als „Vergnügungsviertel“ und veranstaltete einen erfundenen „Bundeswettbewerb“ mit dem Titel „Wer ist der größte Vaterlandsverräter?“. Als „Preise“ wurden ein „Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz“ und ein „einjähriger Aufenthalt in Dachau“ gelistet. Aiwanger stritt die Vorwürfe ab und sein Bruder bekannte sich als Verfasser des Blattes.

Söders Verurteilung

Söder verurteilte das Flugblatt erneut scharf: Für ihn sei es „übelster Nazi-Jargon“ und nicht nur ein „dummer Jungenstreich“. Der Skandal könnte die bayerischen Landtagswahlen, die am 8. Oktober stattfinden, beeinflussen.

AFP

Linke Partei begrüßt Erhöhung der Bürgergelder durch die Regierung

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, hat eine Erhöhung des Bürgergeldes um zwölf Prozent ab 2024 angekündigt, eine Maßnahme, die von der Linken Partei begrüßt wurde.

Positive Reaktion der Linken auf die Erhöhung des Bürgergeldes

Der scheidende Linksfraktionschef, Dietmar Bartsch, begrüßt die Erhöhung des Bürgergeldes, welche vom Arbeitsminister angekündigt wurde. Er erklärte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass angesichts der historisch hohen Inflation und der seit Jahren politisch klein gerechneten Hartz-IV-Regelsätze eine spürbare Erhöhung des Bürgergeldes ein konsequenter und richtiger Schritt sei. „Dieser Schritt sollte Signalwirkung für die Arbeit der Ampel haben“, fügte er hinzu.

Bartschs Appell gegen Armut und für gerechte Löhne und Renten

Armut, insbesondere unter Arbeitnehmern, Kindern und Rentnern, ist laut Bartsch in unserem reichen Land nicht hinnehmbar. Die inflationären Folgen würden nicht nur Empfänger von Bürgergeld betreffen. „So hoch wie das Bürgergeld prozentual steigt, so müssen auch Löhne und Renten steigen“, forderte Bartsch, „ansonsten gibt es neue Ungerechtigkeiten.“

Des Weiteren drückte Bartsch seine Besorgnis darüber aus, dass Arbeit nicht entwertet werden dürfe und betonte, dass derzeit jeder vierte Beschäftigte weniger als 14 Euro pro Stunde verdiene. Er bezeichnete diesen Zustand als „inakzeptabel“.

Bartschs Vorschlag für eine außerordentliche Rentenerhöhung

Zusätzlich zur Erhöhung des Bürgergeldes schlägt Bartsch eine „außerordentliche“ Rentenerhöhung von zehn Prozent zum 1. Januar vor. „Das wäre ein angemessener Inflationsausgleich, der den sozialen Frieden stärkt“, argumentiert er. Ab 2024 sollen Alleinstehende, die Bürgergeld beziehen, 563 Euro statt wie bisher 502 Euro pro Monat erhalten. Die Erhöhung würde somit über fünf Millionen Bezieher von Bürgergeld betreffen.

AFP

Studie offenbart: Flüchtlingsunterkünfte erfüllen nicht die Standards für Kinderfreundlichkeit

Sachsens Ministerpräsident fordert “Zeitenwende” bei Migration
Sachsens Ministerpräsident fordert “Zeitenwende” bei Migration

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Unterkünfte für Flüchtlinge in Deutschland häufig nicht den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen entsprechen.

Unterkünfte nicht kindgerecht

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Menschenrechte und von UNICEF Deutschland sind viele Unterkünfte für Flüchtlinge in Deutschland nicht kindgerecht. Die Ergebnisse der Studie wurden am Dienstag veröffentlicht und zeigen auf, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche die oft beengten Wohnverhältnisse als belastend empfinden. Sie äußern den ausdrücklichen Wunsch nach mehr Privatsphäre und beschreiben zudem teilweise schlechte hygienische Bedingungen in den Unterkünften. Zudem besteht ein Bedarf nach mehr Spiel- und Sportmöglichkeiten.

Berichte von Gewalt und Diskriminierung

Die Studienteilnehmer berichteten auch über ihre vielfältigen Erfahrungen mit Gewalt und Diskriminierung. Es wurden erhebliche Schwierigkeiten beim Zugang zu psychologischer Versorgung und Bildung aufgezeigt. Dabei steht fest, dass nicht alle Kinder und Jugendlichen eine Schule besuchen können und viele sich mehr soziale Kontakte außerhalb der Unterkunft wünschen.

Methode der Studie

Die Studie wurde unter Beteiligung von 50 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 17 Jahren durchgeführt und von einem Expertenbeirat begleitet. Die Aussagen der Heranwachsenden stehen nach Ansicht der Studienautoren im deutlichen Kontrast zu den Rechten aus der UN-Kinderrechtskonvention.

Dies wirft gravierende Fragen zur Kinder- und Jugendhilfe für geflüchtete Minderjährige in Deutschland auf. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, diese Problematiken zu adressieren und konkrete Lösungswege zu finden, um das Wohl und die Rechte aller Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten.

AFP

Steffis geheime Sauce: Wie Glückspilz an der „Page“ alles anders und dabei alles richtig macht

Glückspilz-Osnabrück Chef Sercan und Steffi
Glückspilz-Osnabrück Chef Sercan und Steffi / Foto: Pohlmann

Während Ronald McDonald inzwischen in der Versenkung verschwunden ist und Colonel Sanders zwar noch immer die Becher und Pappschachteln von KFC ziert, aber wohl nur wenige echte Fans haben dürfte, setzt die kleine Burgerkette „Glückspilz“ aus Bielefeld voll auf Steffi, Social Media und auf organisches Wachstum.

Würde man eine Umfrage auf TikTok oder Instagram unter jungen Menschen durchführen, stünden die Chancen ganz gut, dass Steffi nicht nur in Sachen Beliebtheit, sondern auch bei der Bekanntheit ganz vorne liegt.

Und dabei hat Glückspilz, die Restaurantkette für die Steffi nicht nur Werbung macht, sondern auch regelmäßig selbst Burger brät und Bowls zubereitet, gerade einmal vier Filialen – davon seit knapp zwei Wochen eine in Osnabrück an der Pagenstecherstraße (Page).

Steffi und Glückspilz zeigen den Großen der Branche wie Marketing heute geht

Um zu verstehen, was den Erfolg von Glückspilz ausmacht und wie Steffi in das Erfolgskonzept von Glückspilz passt, muss man nicht nur Burger und Bowls testen, sondern auch in die Welt der jungen Zielgruppe eintauchen. Junge Menschen, die ihre Markenpräferenzen zunehmend über soziale Medien formen und die durch „klassische“ Werbekanäle wie Tageszeitungen, Radio oder Fernsehen kaum noch erreichbar sind.
Warum auch? Dafür gibt es doch TikTok, Insta, Spotify und Netflix (Anmerkung des Redakteurs: und die Hasepost).

Burger, Steffi und Glückspilz – das Erfolgsrezept der Burgerbrater aus Ostwestfalen
Burger, Steffi und Glückspilz – das Erfolgsrezept der Burgerbrater aus Ostwestfalen / Screenshot: Instagram @itssteffieats

Bei TikTok hat Markenbotschafterin Steffi (@steffieats) mal so eben schlappe 217.000 Follower! Zum Vergleich: Burger King Deutschland verfügt bei etwa 750 Filialen über 258.000 Follower, während KFC Deutschland mit rund 250 Filialen 165.000 Follower hat. Und McDonalds? Die Deutschlandzentrale des mit mehr als 1.500 Filialen zwischen Flensburg und Oberammergau vertretenen Konzerns verzichtet tatsächlich auf eine Präsenz bei TikTok und selbst der US-Mutterkonzern kommt auf kaum mehr als 4 Millionen TikTok-Follower.

Die Eröffnung in Osnabrück: Klappstühle und Gäste aus Berlin

Und wenn Steffi ankündigt, dass Osnabrück ein neuer Glückspilz aufmacht, dann kommen zwar nicht alle 217.000 Follower, aber es reichte um am Freitag vor zwei Wochen eine mehrere Hundert Meter lange Menschenschlange an die Page zu locken – einige Fans kamen sogar aus Berlin an die Hasestadt. Geduldig und teils auf Klappstühlen warteten die ausschließlich über Social Media aktivierten Fans darauf, dass „Osnabrück eskaliert„, wie das zugehörige TikTok-Video benannt wurde.
All das geschieht, „ohne unsere Burger unter Preis zu verkaufen“, wie Glückspilz Co-Gründer Umer Butt im Gespräch mit der HASEPOST betont. Er spielt damit auf Aktionen wie „Döner für einen Euro“ an, die andere Gastronomen nutzen, um schnell an Bekanntheit zu gewinnen.
Für die wartenden Glückspilz-Fans gab es dafür Capri-Sonne gegen die Hitze und die Chance auf eines von 100 „Goodie Bags“ mit Überraschungsinhalt wie Playstation 5 oder Apple EarPods… das kommt an!

„Irgendwann werden wir auch schneller expandieren müssen“, sinniert Umer Butt über die Pläne der Ostwestfalen, aber noch geht man das Thema organisch an und will keinesfalls zu schnell wachsen oder die Kontrolle aus der Hand geben.

Countdown zur Eröffnung des Glückspilz Restaurants in Osnabrück
Countdown zur Eröffnung des Glückspilz Restaurants in Osnabrück / Screenshot: Instagram @itssteffieats

Der Erfolg gibt den Glückspilz-Machern Recht. Damit sich das Osnabrücker Team erstmal in der neuen Küche einarbeiten kann und weil die Nachfrage direkt vor Ort in der Pagenstecherstraße schon so überraschend groß ist, gibt es aktuell noch keinen Bringdienst. Es kann selbstverständlich online vorbestellt werden, aber die Abholung müssen die Glückspilz-Kundinnen und Kunden noch selbst organisieren oder im Restaurant essen.

Glückspilz bringt den Smashed Burger nach Osnabrück

Besonders stolz ist Sercan, der Franchise-Nehmer der Osnabrücker Filiale, darauf, den „Smashed Burger“ an die Hase gebracht zu haben, eine Variante mit besonders vielem Röstaromen.
Die Burger werden vor Ort aus frischem Hackfleisch zubereitet – auf Wunsch gibt es aber auch eine vegetarische Variante. Die Pommes kommen im besonders knackigen „Crunch Cut“ und bei der Sauce, wie auch bei den Menüs spielt erneut Steffi eine besondere Rolle: Steffi hat nicht nur ihr eigenes „Secret Menu“, sondern auch eine eigene Sauce, die zu allen Burgern, Bowls und Pommes dazugestellt werden kann.

Aber warum eigentlich der Name „Glückspilz“? Die Begründung findet sich versteckt in einer Episode der Lieblingsserie des Co-Gründers Umer, der Netflix-Produktion „Haus des Geldes“.

 

AFP

VfL Osnabrück beteiligt sich erstmals am Osnabrücker Stadtputztag

VfL Osnabrück, Bremer Brücke / Foto: Guss
VfL Osnabrück, Bremer Brücke / Foto: Guss

Immer mehr private, öffentliche und zivilgesellschaftliche Gruppen nehmen am Stadtputztag die Reinigung von öffentlichen Bereichen in gemeinsamen Anstrengungen in ihre eigenen Hände – so auch in diesem Jahr erstmals der VfL Osnabrück.

Die Gruppen ergreifen die Maßnahmen dabei trotz der Tatsache, dass die eigentlichen Verursacher des achtlos weggeworfenen Mülls ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Vereine, Gruppen und Einzelpersonen aller Altersgruppen tragen so zur Sauberhaltung ihrer Umgebung und einem besseren Stadtbild bei und schaffen zugleich ein besseres Bewusstsein für die Bedeutung der Abfallentsorgung in der Öffentlichkeit.

VfL nimmt erstmals teil

Einer der aktiven Vereine ist der Bürgerverein Schinkel von 1912 e.V., der schon seit einigen Jahren den Osnabrücker Stadtputztag unterstützt. Der Stadtputztag findet jeweils im Kontext des globalen World Cleanup Day statt und wird vom Osnabrücker ServiceBetrieb mit der notwendigen Ausrüstung wie Warnwesten, Handschuhen und Müllsäcken unterstützt. Dieses Jahr gesellt sich erstmals auch der VfL Osnabrück zu den Helfern und lädt alle Mitglieder, Fans und interessierte Bürger ein, am 16. September 2023 von 10:00 bis 13:00 Uhr bei der Aufräumaktion im Bereich der Bremer Brücke und der angrenzenden Straßen teilzunehmen.

Pommes & Bratwurst als Belohnung

Der Verein sei sich dabei der erhöhten Müllproduktion an Spieltagen bewusst und sehe diese Aktion als einen Schritt in Richtung nachhaltigerer Abfallentsorgung, teilen die Osnabrücker dazu auf ihrer Homepage mit. Als Dankeschön für den ehrenamtlichen Einsatz serviert der VfL im Anschluss an die Reinigungsaktion Bratwürste, Pommes und Erfrischungsgetränke für alle Teilnehmer an der Bremer Brücke.

Zur besseren Planung bittet der VfL um eine kurze Anmeldung. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Hannes-Haferkamp-Platz 1 vor der Geschäftsstelle des VfL, der Abschluss um 13 Uhr am Vorplatz Affenfelsen, Felix-Löwenstein-Weg.

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Vor allem der Juli fiel ins Wasser: Osnabrücker Freibadsaison endet am Sonntag

(Symbolbild) Moskaubad / Foto: Stadtwerke Osnabrück, Sebastian Philipp
(Symbolbild) Moskaubad / Foto: Stadtwerke Osnabrück, Sebastian Philipp

Die Freibadsaison im Osnabrücker Moskaubad endet am Sonntag (3. September). Die Bilanz fällt vor allem aufgrund des zeitweise schlechten Wetters durchwachsen aus – ganz im Gegensatz zur Sommersaison in den Hallenbädern.

„Die Freibadsaison im Moskaubad hat verheißungsvoll begonnen, aber zwischendurch stark nachgelassen. Vor allem der Juli ist zeitweise im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen“, bilanziert Bäderchef Wolfgang Hermle. Bei zwischenzeitlich 16 Grad und Regenschauern kamen tageweise nur wenige Badegäste in das Traditionsfreibad im Stadtteil Wüste. Vom schlechten Wetter profitierten dagegen das Nettebad und das Schinkelbad. „Die Besucher, die uns im Moskaubad an den kalten Tagen gefehlt haben, haben wir ungefähr in gleicher Zahl in den Hallenbädern begrüßen dürfen“, so Hermle weiter.

Viel los in den Hallenbädern

Die Entscheidung, die Öffnungszeiten im Moskaubad daraufhin temporär einzuschränken, sei nicht leichtgefallen, erklärt der Bäderchef. „Doch vor dem Hintergrund der ausbleibenden Besucherinnen und Besucher auf der einen und des starken Aufkommens in den Hallenbädern sowie der weiterhin angespannten Personalsituation haben wir uns schweren Herzens für diesen Schritt entschieden.“ Dafür hätten aber auch wirtschaftliche Gründe gesprochen. Zudem sei eine verlässliche Personalplanung wichtig, um den Mitarbeitenden Planungssicherheit zu geben.

Mit Blick auf die nun eher niedriger werdenden Temperaturen steht der Wechsel zur „Drinnen-Saison“ im Moskaubad bevor. Daher schließen sich am Sonntagabend (3. September) die Freibadtore für dieses Jahr. Ab Montag (4. September) ist das Hallenbad montags und mittwochs von 6 bis 8 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Zu den restlichen Zeiten finden dort Schwimm- und andere Kurse sowie das Schulschwimmen statt.

Dschungelpfad weiterhin geöffnet

Weiterhin geöffnet hat der Dschungelpfad im Moskaubad – und zwar montags und dienstags von 15 bis 18 Uhr, mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr.

UPDATE: Aufgrund der guten Wetterlage wird die Freibadsaison im Moskaubad um einige Tage verlängert! Mehr dazu gibt es hier.

AFP