HASEPOST
 
HASEPOST

SPD und Grüne attackieren CSU-Pläne für Abschiebeoffensive

Ralf Stegner
Ralf Stegner (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Ein Entwurf für ein Abschiebepapier der CSU-Landesgruppe zur traditionellen Neujahrs-Klausur in Seeon stößt bei SPD und Grünen auf deutliche Kritik. Sozialdemokraten und Grüne warnen vor einem Bruch humanitärer Grundsätze und verweisen zugleich auf arbeitsmarktpolitische Folgen sowie laufende europäische Verhandlungen zur Asylpolitik.

SPD kritisiert „populistische Politik“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner warf der CSU vor, mit ihrem Vorstoß populistische Motive zu verfolgen. „Diese Art von populistischer Politik – gänzlich ohne C – wird es deshalb mit der SPD auch im neuen Jahr nicht geben“, sagte er am Freitag dem „Spiegel“. Stegner verwies auf den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD. Hier habe man „Korrekturen bei der Migrationspolitik vereinbart, die durchaus schwierige Kompromisse erfordert haben, dazu gehört auch die konsequente Rückführung von Straftätern“, sagte er. Zu diesen Vereinbarungen stehe seine Partei. „Dies bedeutet aber nicht, dass wir unsere humanitären Grundsätze fallen lassen, um im Wettbewerb mit den Rechtspopulisten vermeintliche politische Geländegewinne zu erzielen“, so der Sozialdemokrat.

Mit Blick auf mögliche Abschiebungen nach Syrien und in die Ukraine warnte Stegner vor einer Missachtung humanitärer Standards. Weder könnten in die völlig zerstörten Gebiete Syriens „mal so eben Flüchtlinge abgeschoben werden, noch passt es zur ständig reklamierten verbalen Solidarität mit der von Russland angegriffenen Ukraine, wenn wir künftig ukrainische Kriegsflüchtlinge drangsalieren oder schikanieren“, so Stegner weiter. „Ganz abgesehen davon, dass eine solche Strategie erfahrungsgemäß ausschließlich bei den Rechtsradikalen einzahlt, ist sie auch nicht mit unseren Grundwerten vereinbar“.

Hinweis auf laufende Verhandlungen in der EU

Innenpolitiker Sebastian Fiedler (SPD) verwies darauf, dass im Bundestag die Gespräche zur Umsetzung des gemeinsamen europäischen Asylsystems (Geas) kurz vor dem Abschluss stünden. „Danach kommen auf Bund und Länder noch gehörige Anstrengungen zu, um das Paket umzusetzen“, sagte er dem „Handelsblatt“. „Ob es sinnvoll ist, neben diesen Anstrengungen sowie der Umsetzung des Koalitionsvertrages auf Bundesebene zusätzlich nun einzelne Herkunftsregionen immer wieder öffentlich hervorzuheben, bezweifle ich stark.“

Fiedler sieht zudem positive Effekte für den Arbeitsmarkt durch die zugewanderten Syrer. Darauf verwies auch der Innenpolitiker Marcel Emmerich (Grüne). Er warnte, diese Entwicklung wieder infrage zu stellen. „Die CSU ist in ihrem Anti-Asyl-Wahn gefangen und setzt damit die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Landes aufs Spiel“, sagte Emmerich dem „Handelsblatt“. Die Pläne für massenhafte Abschiebungen, auch von integrierten Syrern, ignorierten die Realität auf dem Arbeitsmarkt und verschärften den bestehenden Arbeits- und Fachkräftemangel.

Arbeitsmarkt und „Abschiebeoffensive“

Emmerich erinnerte daran, dass syrische Beschäftigte teilweise in „systemrelevanten Engpassberufen“ arbeiteten, etwa in der Pflege, im Baubereich, der Logistik, der Industrie und im Handwerk. „Wer diese Menschen abschiebt, entzieht Unternehmen dringend benötigte Arbeitskräfte, vernichtet bereits getätigte Integrations- und Ausbildungskosten und schwächt die angespannte Arbeitsmarktlage.“

Die CSU-Landesgruppe tagt vom 6. bis 8. Januar auf Kloster Seeon. In ihrem Beschlussentwurf zur bevorstehenden Klausurtagung fordern die Bundestagsabgeordneten unter anderem eine schnelle Rückkehr der meisten syrischen Flüchtlinge in ihr Herkunftsland. 2026 müsse es eine „große Abschiebeoffensive“ geben, „mit Linienflügen und auch nach Syrien und Afghanistan“, heißt es in der Beschlussvorlage, über die der „Münchner Merkur“ als erster berichtete.

Zudem verlangt die CSU auch für die noch größere Gruppe an ukrainischen Flüchtlingen einen härteren Kurs. „Wir werden darauf drängen, dass insbesondere wehrfähige ukrainische Männer ihren Beitrag zur Verteidigung ihres Landes leisten“, lautet eine Passage in dem Papier.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Nach zwei Todesfällen an Silvester: Polizei Bielefeld veröffentlicht neue Details

Silvesterböller
Silvesterböller (Symbolbild)

Nach zwei tödlichen Unglücken mit Pyrotechnik in der Silvesternacht hat die Polizei Bielefeld am Freitag weitere Erkenntnisse bekanntgegeben.

Auffällig sind die zahlreichen Parallelen zwischen den beiden Fällen – obwohl es nach Angaben der Ermittler keinerlei Verbindung zwischen den Opfern gibt.

Beide Opfer beugten sich über die in Kunststoffrohren deponierten Bastel-Böller, als diese direkt vor ihren Köpfen explodierten.

Zwei 18-Jährige sterben durch selbstgebaute Böller

Bereits am Neujahrstag hatte die Polizei über die beiden tödlichen Unfälle in Bielefeld berichtet, bei denen junge Männer durch unsachgemäße Handhabung von Pyrotechnik ums Leben kamen.
Beide Opfer waren 18 Jahre alt und brachten an unterschiedlichen Orten selbstgebaute Sprengmittel unkontrolliert zur Explosion.

Zeugenaussagen zufolge sollen die Sprengmittel in vermutlich selbst mitgebrachten Kunststoffrohren gezündet worden sein. Zum Zeitpunkt der Explosionen sollen sich beide Männer über die Rohre gebeugt haben.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand gibt es in beiden Fällen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Todesermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Obduktionen bestätigen schwerste Kopfverletzungen

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nun mitteilen, wurden die Obduktionen der beiden 18-Jährigen am Freitag, 2. Januar 2025, durchgeführt. Demnach starben beide Männer infolge schwerster Kopfverletzungen, die sie durch die Explosionen erlitten hatten.

Nach bisherigen Erkenntnissen standen die beiden Verstorbenen in keiner persönlichen Beziehung zueinander. Auch hätten sich die Vorfälle unabhängig voneinander ereignet. Hinweise darauf, dass identische Sprengmittel verwendet wurden, liegen laut Polizei bislang nicht vor.

Explosionen offenbar selbst herbeigeführt

Nach aktuellem Kenntnisstand geht die Polizei davon aus, dass beide Explosionen jeweils selbstständig durch die später Verstorbenen ausgelöst wurden. Die genaue Art und Beschaffenheit der verwendeten Sprengmittel ist derzeit noch unklar. Gutachterliche Untersuchungen wurden veranlasst, auch zur Herkunft der Materialien wird weiter ermittelt.

Drittes Opfer kam mit Gesichtsverletzungen davon

Bei dem Vorfall im Stadtteil Baumheide wurde zusätzlich ein 20-jähriger Bielefelder, der sich in der Nähe des Explosionsortes aufhielt, leicht im Gesicht verletzt. Er konnte nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Polizei setzt die Ermittlungen fort. Dazu gehören weitere Zeugenvernehmungen sowie detaillierte Materialuntersuchungen.
In einer Korrektur zum bisherigen Ermittlungsstand stellte die Polizei zudem klar, dass der in Brake verstorbene 18-Jährige nicht aus Bielefeld, sondern aus Hiddenhausen stammt.

AFP

Tischfeuerwerk löst tödlichen Barbrand in Crans-Montana aus

Fahne der
Fahne der Schweiz (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Ein Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana in der Silvesternacht ist nach bisherigen Ermittlungen vermutlich durch ein Tischfeuerwerk auf Champagnerflaschen ausgelöst worden. Bei dem Unglück kamen rund 40 Menschen ums Leben, 119 wurden verletzt, die meisten von ihnen schwer. Die Behörden weisen darauf hin, dass sich diese Zahlen noch verändern können.

Ermittler prüfen Ursache des Brandes

Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, teilte am Freitag mit, der Brand sei wahrscheinlich durch ein Tischfeuerwerk auf Champagnerflaschen verursacht worden. Das Tischfeuerwerk sei der Decke zu nahe gekommen. Von dort habe sich das Feuer schnell zu einem Brand ausgebreitet. Pilloud ergänzte, dass man jedoch auch andere Hypothesen weiterverfolge. „Kein Szenario werde beiseitegelegt“, sagte sie.

Der Vorfall hatte sich gegen 01:30 Uhr während Silvesterfeierlichkeiten ereignet. In den örtlichen Krankenhäusern wurden Katastrophenpläne aktiviert.

Viele Tote und Schwerverletzte

Bei dem Brand sind rund 40 Menschen ums Leben gekommen. 119 Menschen sind verletzt worden, die meisten von ihnen schwer. Die Behörden verweisen darauf, dass die Zahlen sich noch verändern können.

Während bei den Todesopfern die Identifikation noch läuft, konnte die Polizei unter den Verletzten 133 Personen identifizieren. 71 von ihnen kommen aus der Schweiz, 14 aus Frankreich, elf aus Italien, vier aus Serbien und je eine Person aus Bosnien, Luxemburg, Polen, Belgien und Portugal.

Großeinsatz der Rettungskräfte

An den Rettungsarbeiten waren 150 Einsatzkräfte, 13 Helikopter und über 40 Rettungswagen beteiligt. In den örtlichen Krankenhäusern wurden Katastrophenpläne aktiviert.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Deutschland erreicht 2025 historisches Rekordtief bei Kohlestromproduktion

Tagebau Hambach
Tagebau Hambach (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Deutschland hat im Jahr 2025 so wenig Strom aus Kohle erzeugt wie seit fast sieben Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig erreichte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien einen neuen Höchstwert und deckte einen Großteil der Nettostromerzeugung. Nach einer Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE), über die der „Spiegel“ berichtet, verschieben sich damit die Gewichte im deutschen Strommix deutlich weg von der Kohle.

Kohlestrom auf niedrigstem Stand seit 1956

Deutschland hat 2025 so wenig Kohlestrom erzeugt wie seit 69 Jahren nicht mehr. Laut einer Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE), über die der „Spiegel“ berichtet, betrug die Bruttostromerzeugung aus Braun- und Steinkohle im abgelaufenen Jahr nur noch 106 Terawattstunden (TWh). Das war rund eine Terawattstunde (oder eine Milliarde Kilowattstunden) weniger als 2024: der niedrigste Wert seit 1956.

Der Anteil der Kohle am gesamten deutschen Strommix fiel auf 22,4 Prozent. Vor zwanzig Jahren war er noch etwa doppelt so hoch.

Im Gegenzug wurde 2025 hierzulande mehr Elektrizität denn je aus erneuerbaren Energien erzeugt. Erstmals lieferten Solaranlagen mehr Strom als Braunkohlekraftwerke. Die mit Abstand wichtigste Quelle bleibt die Windkraft.

Ökonomischer Druck durch Emissionsrechte

Bruno Burger, Professor am Fraunhofer ISE, sagte dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“: „Die Kohleverstromung lohnt sich ökonomisch oft nicht mehr.“ Weiter erläuterte er: „Durch die hohen Preise für Emissionsrechte ist der Kohlestrom sehr teuer geworden.“

So kostete ein Zertifikat, das Industriebetriebe und Stromerzeuger in der EU zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) berechtigt, zuletzt fast 90 Euro je Tonne CO2. Bei der Gewinnung von einer Megawattstunde Elektrizität aus Braunkohle werden im Schnitt ungefähr 400 Kilogramm CO2 frei.

Dafür waren Erdgaskraftwerke stärker ausgelastet, unter anderem wegen gesunkener Großhandelspreise für den Rohstoff. Zugleich stieg die Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Energien um gut zwei Prozent auf den neuen historischen Höchstwert von 282,2 Terawattstunden. Insgesamt stammten 2025 rund 59 Prozent der deutschen Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Methodik und historische Einordnung

Die Nettostromerzeugung errechnet sich aus der gesamten Stromerzeugung eines Kraftwerks minus dessen Eigenverbrauch, etwa für den Betrieb von Kohlemühlen. Für den historischen Vergleich bei der Stromgewinnung aus Braun- und Steinkohle setzte Fraunhofer ISE die Bruttostromerzeugung (also ohne Abzug von Eigenverbrauch) an, da das Statistische Bundesamt bis 1988 nur diese Daten erhob.

Der Abbau von Braunkohle dürfte 2025 nach Einschätzung von Bruno Burger sogar auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrhundert gefallen sein. Schon im Jahr zuvor wurde landesweit so wenig Braunkohle wie seit 1916 nicht mehr gefördert. Bundestag und Bundesrat haben den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 beschlossen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Vereinigte Volksbank verleiht kostenlosen „Zahlungsverkehrskoffer“ an Vereine

Heiko Engelhard, Vorstand der Vereinigten Volksbank, und der Zahlungsverkehrskoffer
Heiko Engelhard, Vorstand der Vereinigten Volksbank, und der Zahlungsverkehrskoffer / Foto: Pohlmann

Ob Bratwurststand beim Sportfest, Tombola beim Schulfest oder Glühweinbude auf dem Weihnachtsmarkt: Immer öfter stehen Besucher ohne Bargeld am Tresen – und zücken stattdessen Karte oder Smartphone.

Damit Vereine in der Region Osnabrück trotzdem keine Einnahmen liegen lassen, hat die Vereinigte Volksbank eG eine praktische Lösung gestartet: einen kostenlosen „Zahlungsverkehrskoffer“ zum Ausleihen – kostenlos für alle Vereine und egal bei welcher Bank das Vereinskonto geführt wird!

Volksbank macht Kartenzahlung für Vereine in der Region Osnabrück einfach

Kartenzahlungen gehören für viele Menschen längst zum Alltag. Für ehrenamtlich organisierte Aktionen ist das jedoch nicht immer leicht umzusetzen: Wer nur ein- oder zweimal im Jahr ein größeres Event stemmt, kann kaum mal eben Kartenlesegeräte anschaffen, Verträge schließen und die Abrechnung organisieren. Genau diese Hürde will die Vereinigte Volksbank eG Bramgau Osnabrück Wittlage senken.

Der „Zahlungsverkehrskoffer“ ist so ausgelegt, dass er ohne große Vorbereitung genutzt werden kann. Vereine, Initiativen und soziale Einrichtungen können ihn für Veranstaltungen ausleihen und vor Ort direkt Kartenzahlungen annehmen – mit giro- oder Kreditkarte.

Im Volksbank-Koffer: Drei Kartenlesegeräte, sofort einsatzbereit

Im Koffer stecken drei Kartenlesegeräte, die laut Volksbank direkt und ohne weitere Voraussetzungen genutzt werden können. Damit eignet sich das Paket besonders für Veranstaltungen mit mehreren Verkaufsstellen – etwa Getränke- und Essensausgabe, Kuchenstand und Tombola.

Kostenlos für Ehrenamtliche: die Volksbank übernimmt sogar Transaktionskosten

Bemerkenswert am Angebot: Für die Vereine entstehen keine Kosten. Die Volksbank übernimmt nicht nur die Ausleihe, sondern auch die anfallenden Transaktionskosten. Außerdem kümmert sie sich darum, dass die Einnahmen nach der Veranstaltung auf dem Vereinskonto gutgeschrieben werden.

Dabei spielt es keine Rolle, bei welcher Bank das Konto geführt wird. Das Angebot gilt zudem unabhängig davon, ob der Verein Kunde bei der Volksbank ist – es steht für jede ehrenamtliche Organisation im Geschäftsgebiet der Volksbank zur Verfügung.

„Hilfe zur Selbsthilfe“: Volksbank will Vereinen die Einnahmen sichern und Arbeit abnehmen

Heiko Engelhard, Vorstandsmitglied bei der Vereinigten Volksbank, beschreibt die Idee so: „Wir unterstützen die Veranstaltungen von Vereinen seit jeher mit Spenden oder z.B. einer Hüpfburg. Aber dieses neue Angebot ist ein hochmodernes und ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘. Wir sind davon überzeugt, dass die Vereine ihre Einnahmen bei solchen Veranstaltungen durch die Nutzung des Koffers deutlich steigern können. Mindestens genauso wichtig ist es aber, dass wir den ehrenamtlichen Organisatoren auch die gesamte Vor- und Nacharbeit abnehmen. Sie müssen uns nur ca. 2–3 Wochen vor ihrer Veranstaltung kurz Bescheid sagen und den Koffer rechtzeitig bei uns abholen – das war’s. Um den Rest kümmern wir uns – einschließlich der Gutschrift der Umsätze auf dem Vereinskonto. Dabei ist es auch egal, ob es bei unserer oder einer anderen Bank geführt wird. Denn wir wollen das Ehrenamt in der Region insgesamt fördern.“

Erste Einsätze auf Weihnachtsmärkten: Volksbank-Koffer lief reibungslos

Dass das Konzept in der Praxis funktioniert, zeigen laut Volksbank bereits erste Einsätze: Auf den Weihnachtsmärkten in Wallenhorst und Bramsche sei die Nutzung reibungslos verlaufen, die Rückmeldungen der Anwender seien sehr positiv gewesen. Nach Angaben der Bank ist sie derzeit die einzige Bank in der Region mit einem solchen kostenlosen Angebot für Vereine.

So können Vereine den Volksbank-Zahlungskoffer anfragen

Vereine und ehrenamtliche Organisationen, die Kartenzahlungen bei ihrer nächsten Veranstaltung anbieten möchten, können sich jederzeit an die Marketingabteilung der Vereinigten Volksbank wenden. Von dort aus wird die Ausleihe koordiniert und alles Weitere veranlasst.

AFP

Taylor Swift dominiert deutsche Charts mit Singles und Alben

Leony (Archiv)
Leony (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Taylor Swift dominiert erneut die offiziellen deutschen Charts. Laut GfK führt sie mit „The Fate Of Ophelia“ zum neunten Mal die Single-Hitparade an und sichert sich mit „The Life Of A Showgirl“ zudem zum zweiten Mal Platz eins der Album-Auswertung. Auch in den übrigen Platzierungen ist die Sängerin stark vertreten.

Taylor Swift an der Spitze von Singles und Alben

US-Superstar Taylor Swift steht wieder an den Spitzen der offiziellen deutschen Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Während „The Fate Of Ophelia“ zum neunten Mal die Single-Hitparade anführt, toppt „The Life Of A Showgirl“ zum zweiten Mal die Album-Auswertung. Zusätzlich schaffen es sechs weitere Platten der Sängerin in die Top 100, darunter „The Tortured Poets Department“ auf Rang vier und „Lover“ auf Platz 53.

Bewegung in den Album- und Single-Charts

Der Soundtrack des Netflix-Animationsfilms „KPop Demon Hunters“ springt von Platz elf auf Rang zwei der Album-Charts. In den Single-Charts klettert der Sommerhit „Golden“ von Platz 41 auf die zweite Position. Rayes „Where Is My Husband“ komplettiert das Single-Podium.

In den Album-Charts ergattern Pink Floyd mit ihrem 50 Jahre alten Klassiker „Wish You Were Here“ die Bronzemedaille. Nur zwei Neueinsteiger sind aktuell in den Single-Charts vertreten, und zwar der durch Tiktok wieder beliebt gewordene 2013er-Song „Tirol“ (DJ Ötzi, 35) und „Don`t Worry“ von Leony (88).

Ermittlung der offiziellen deutschen Charts

Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Nouripour: Iran-Regime in existenzieller Krise, EU soll handeln

Omid Nouripour
Omid Nouripour (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Angesichts der anhaltenden Proteste im Iran mit mehreren Toten sieht Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) das dortige Regime in einer existenziellen Krise. Während er von der EU und der Bundesregierung ein härteres Vorgehen gegen die Revolutionsgarden fordert, droht US-Präsident Donald Trump mit einem Eingreifen der USA, sollte Teheran weiter gewaltsam gegen Demonstrierende vorgehen.

„Regime steht am Rande einer Explosion“

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) bewertet die Lage im Iran angesichts der anhaltenden Proteste mit mehreren Toten als äußerst zugespitzt. Der „Bild“ sagte er: „Das Regime steht am Rande einer Explosion. Die Währung kollabiert, die Mittelschicht verelendet. Korruption und Misswirtschaft grassieren. Das Volk steht auf, um frei atmen zu können.“ Nach seinen Worten sei „die einzige Antwort des Regimes“ auf die Proteste Gewalt. Nouripour, der selbst aus dem Iran stammt, sagte weiter: „Es ist derzeit alles möglich: von einer Demokratisierung bis zu einem Militärputsch der Revolutionsgarden.“

Forderung nach härterem Vorgehen der EU

Nouripour forderte zugleich von der EU und der Bundesregierung, entschiedener gegen die Revolutionsgarden vorzugehen. „Diese müssen endlich auf die Terrorliste der EU. Die CDU hat es in der Opposition immer gefordert und so getan, als sei es leicht. Dann sollen sie es endlich machen“, sagte er der „Bild“.

Trump droht mit Eingreifen der USA

US-Präsident Donald Trump drohte am Freitag mit einem Eingreifen der USA. „Wenn der Iran auf friedliche Demonstranten schießt und sie gewaltsam tötet, wie er es üblicherweise tut, werden die Vereinigten Staaten ihnen helfen“, so Trump. Teheran wies die Aussagen aus Washington zurück und teilte mit, dass man keine ausländische Einflussnahme dulden werde.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

SPD-Politikerin lehnt generelle Rückkehrforderung für Syrer ab

Syrer in
Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien am 08.12.2024 / via dts Nachrichtenagentur

SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede hat Forderungen nach einer pauschalen Rückkehraufforderung an syrische Flüchtlinge in Deutschland zurückgewiesen. Rückführungen müssten stets individuell geprüft werden und rechtsstaatlichen Grundsätzen folgen, betonte sie mit Blick auf ein Positionspapier der CSU-Landesgruppe zur Migrationspolitik.

Eichwede warnt vor pauschalen Urteilen

SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede lehnt eine pauschale Aufforderung an syrische Flüchtlinge in Deutschland zur Rückkehr in ihre Heimat ab. „Eine große Zahl an Syrerinnen und Syrern ist hervorragend integriert“, sagte Eichwede den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). „Unzählige arbeiten in sozialversicherungspflichtigen Berufen, zum Beispiel als Ärztinnen und Ärzte, und leisten einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft.“ Viele Syrer hätten inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit und seien in Deutschland heimisch geworden.

Die CSU-Landesgruppe spricht sich in dem Entwurf eines Positionspapiers zur Migrationspolitik dafür aus, dass nach dem Ende des Bürgerkriegs in ihrer Heimat die meisten Syrer mit vorübergehendem Bleiberecht zurückkehren – entweder freiwillig oder per Abschiebung. „Generell müssen Rückführungen individuell geprüft werden und erfolgen immer mit Blick auf die konkrete Lage vor Ort, welche vom Auswärtigen Amt und vom Bundesamt für Asyl und Flüchtlinge beurteilt wird“, sagte Eichwede zu der Forderung des Koalitionspartners den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Pauschale Urteile entsprechen nicht einem rechtsstaatlichen Verfahren.“

Härteres Vorgehen gegen Straftäter und Gefährder

Gleichwohl gelte: „Wer Teil unserer Gesellschaft sein oder werden möchte, muss sich an Recht und Gesetz halten“, sagte die Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Im Koalitionsvertrag haben wir deshalb klar vereinbart, Straftäter und Gefährder grundsätzlich nach Syrien zurückzuführen.“

Hinweis auf bereits beschlossene Maßnahmen

Eichwede verwies laut Funke-Mediengruppe auf laufende Bemühungen in der Migrationspolitik, in deren Mittelpunkt Humanität und Ordnung stehen müssten. „Deshalb haben wir bereits viele Maßnahmen verabschiedet und sind dabei, das Gemeinsame Europäische Asylsystem umzusetzen“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Diese Maßnahmen müssen jetzt Wirkung entfalten. Aktionismus wäre kontraproduktiv.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Krankenkassen-Zusatzbeiträge steigen deutlich – Ruf nach Reformen

Krankenhausbett am
Krankenhausbett am 28.01.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung sind zum Jahreswechsel erneut gestiegen. Nach Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes erhöht sich damit die finanzielle Belastung der gesetzlich Versicherten. Verbandschef Oliver Blatt spricht von einem deutlichen Anstieg und fordert umfassende Reformen im Gesundheitssystem.

Zusatzbeiträge steigen auf 3,13 Prozent

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung ist zum Jahreswechsel weiter gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung des GKV-Spitzenverbandes, über die die „Bild“ berichtet.

Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des Verbandes, sagte der „Bild“: „Der durchschnittliche, nach Mitgliedern gewichtete Zusatzbeitragssatz ist zum Jahreswechsel von 2,94 auf 3,13 Prozent gestiegen.“ Der Zusatzbeitrag wird auf den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent aufgerechnet.

Blatt fordert grundlegende Reformen

Der Anstieg sei „deutlich“ und müsse „ein Weckruf für alle sein, die für unser Gesundheitssystem Verantwortung tragen“, sagte Blatt der „Bild“. Er fordert grundlegende Reformen: „Ich appelliere an die Politik, aus dem Jahr 2026 ein echtes Reformjahr zu machen. So muss als dringlichste Maßnahme der starke Anstieg bei den Krankenhauskosten und den Medikamentenpreisen gestoppt werden.“

Lange Wartezeiten und Zukunft der Versorgung

Auch müssten lange Wartezeiten für Facharzttermine „in den Griff bekommen“ werden, sagte Blatt der „Bild“. Weiter erklärte er: „Egal ob Politik, Krankenhaus- und Ärztevertreter, Krankenkassen und Pharmaindustrie – nur gemeinsam sichern wir die Zukunft der guten und finanzierbaren Versorgung der 75 Millionen gesetzlich Versicherten.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Gysi fordert umfassende Reform von Wahlrecht, Justiz und Demokratie

Gregor Gysi
Gregor Gysi (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Linken-Politiker Gregor Gysi fordert Reformen von Wahlrecht und Justiz, um Demokratie und Rechtsstaat zu stärken. Der frühere Fraktionschef warnt vor den Folgen, sollte die AfD mehr politische Macht erlangen, und kritisiert lange Verfahrensdauern in der Justiz.

Gysis Vorschläge für ein verändertes Wahlrecht

Gregor Gysi sieht Demokratie und Rechtsstaat in Gefahr, wenn sie nicht attraktiver gestaltet werden. „Wenn wir Demokratie und Rechtsstaat nicht attraktiver machen, wird es gefährlich. Die AfD wartet schon“, sagte Gysi der „Welt“. Der Linken-Politiker schlägt mehrere Änderungen am bestehenden Wahlrecht vor.

Kern seiner Überlegungen ist eine andere Gestaltung des Stimmzettels bei Bundestagswahlen. „Ein Wahlzettel für Erst- und einer für die Zweitstimme. Viele denken, sie müssten beide Stimmen an die gleiche Partei geben“, sagte Gysi der „Welt“. Zudem plädiert er dafür, dass einzelne Kandidaten auch bei Bundestagswahlen gewichtet, also hoch- oder runtergewählt, werden können.

Nach Ansicht von Gysi hätte dies direkte Auswirkungen auf die innerparteilichen Abläufe. „Das verändert das Fraktionsleben, und die Kungelrunden, die es von Union bis Linke überall gibt und in denen Listenplätze abgesprochen werden, verlören an Macht und Sinn“, sagte Gysi der „Welt“. Bisher ist ein solches Vorgehen vor allem aus Kommunalwahlen bekannt.

Forderung nach Volksentscheiden und Kritik an der Justiz

Darüber hinaus spricht sich der Linken-Politiker für mehr direkte Mitbestimmung auf Bundesebene aus. „Und wir brauchen Volksentscheide zu jeder Bundestagswahl: Jede Bundestagsfraktion darf eine grundgesetzkonforme Frage stellen, die mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Der gewählte Kanzler muss sich daran für eine Legislaturperiode halten“, so Gysi in der „Welt“.

Aus seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt leitet Gysi zudem eine deutliche Kritik an der Justiz ab. In seiner Arbeit als Rechtsanwalt erlebe er eine zu langsame Justiz, sagte der Linken-Politiker der „Welt“. Lange Fristen führten zu „absurden Abläufen“ – etwa wenn eine Untätigkeitsklage gegen die Verwaltung erst nach acht Jahren entschieden werde. „Es braucht also mehr Personal und haltbare, kürzere Fristen für die Justiz“, sagte Gysi der „Welt“.

Warnung vor wachsendem Einfluss der AfD

Besonders deutlich äußert sich Gysi zur AfD. Die AfD sei eine „rechtsextreme, verfassungswidrige Partei“, so Gysi laut „Welt“. Der Einfluss von radikalen Funktionären wie dem Thüringer Landeschef Björn Höcke sei bereits sehr groß.

Zur Begründung verweist Gysi laut „Welt“ auf Vorgänge im Thüringer Landtag. „Als sie in Thüringen den Alterspräsidenten gestellt haben, hat er den Landtag zur Untätigkeit gezwungen, indem er keine Geschäftsordnung zugelassen hat. Das Parlament konnte sich nicht konstituieren“, so Gysi. „Da habe ich gemerkt: Gibst du der AfD ein Stück Macht, kann es richtig gefährlich werden. Noch sind sie weit genug weg von der Macht, es sei denn, die CDU kippt“, sagte Gysi der „Welt“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP