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Osnabrück zurück im 9. Jahrhundert: Musical-Amateurprojekt tritt mit „Die Päpstin“ auf

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Proben im Haus der Jugend für „Die Päpstin“, auf dem Thron: Paula Römer /Foto: Pukhovich

Unter der Leitung von Anna-Lena Handt bringt das Osnabrücker Musical-Amateurprojekt (MAP) in diesem Jahr das Drama „Die Päpstin“ auf die Bühne im Haus der Jugend. Die Proben befinden sich im Endspurt – das Stück wird am 24. September 2021 Premiere feiern.

Handt hat das Projekt im Jahr 2009 ins Leben gerufen – seitdem wird jedes Jahr ein neues Musical auf die Beine gestellt. In der Vergangenheit wurden bereits Comedy-Stücke auf die Bühne gebracht, wie zum Beispiel „Shrek“ oder auch „Hairspray“. In diesem Jahr wird „Die Päpstin“ gespielt, ein Stück basierend auf dem Bestseller der Autorin Donna W. Cross. Das Musical selbst ist von Dennis Martin geschrieben worden. Die Spielzeit startet am 24. September, der letzte Auftritt findet am 07. November statt. Die genaue Liste der Vorstellungen ist auf der MAP-Homepage zu finden.

„Die Päpstin“ – auf Wunsch der Mitglieder

„Die Darstellerinnen und Darsteller haben sich in diesem Jahr etwas Dramatisches gewünscht. Bisher hatten wir immer sehr lustige Stücke, da wollten die Schauspielerinnen und Schauspieler auch mal etwas Ernstes auf die Bühne bringen. Außerdem sind wir immer auf der Suche nach Produktionen, die viele Rollen ermöglichen, darunter auch Kinderrollen. Es ist schwierig, ein passendes Stück für alle zu finden“, so die Leiterin des Projekts, Anna-Lena Handt. Der MAP-Verein beschäftigt um die 100 Mitglieder: 61 Schauspielerinnen und Schauspieler, eine Band, die aus elf Musizierenden besteht und ein Umbauteam, das für Requisite und Kulisse zuständig ist. Die Beteiligten sind zwischen acht und 63 Jahren alt. Gleichzeitig sind immer rund 30 Teilnehmende auf der Bühne, jedes Projekt wird aber doppelt besetzt. „Wir haben in diesem Jahr 14 Vorstellungen, beide Besetzungen werden sieben davon spielen“, erklärt Handt. Der Verein probt einmal wöchentlich am Freitag, es gibt aber auch Probenwochenenden.

Proben im Haus der Jugend, auf dem Thron: Joana Köpke / Foto: Pukhovich

Zuschauerinnen und Zuschauer reisen ins 9. Jahrhundert

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„Die Päpstin“ spielt im 9. Jahrhundert und erzählt die Geschichte der jungen Johanna. Das Publikum erlebt ihre Kindheit und Jugend und sieht ein wissbegieriges und intelligentes Mädchen heranwachsen. Nach einem schweren Schicksalsschlag, beginnt für die junge Frau ein gefährliches Versteckspiel, bei dem sie ihre wahre Identität geheimhalten muss. Ihre tiefe Sehnsucht nach Wissen, Fortschritt und Gleichberechtigung führen sie schließlich nach Rom, wo sie zum Papst gewählt wird.

MAP – Ganz viel Liebe zum Detail

Der Verein gestaltet die benötigten Kulissen, Requisiten und Kostüme selbst. „Wir stecken bei unseren Produktionen viel Arbeit in das jeweilige Projekt und arbeiten mit ganz viel Liebe zum Detail“, erläutert Handt. Normalerweise nehmen die Beteiligten die Eintrittsgelder der fast immer ausgebuchten Vorstellungen, um für alles aufzukommen. „In diesem Jahr wird das sehr schwierig. Wir haben daher ein Spendenkonto eingerichtet und erhalten finanzielle Unterstützung von der Felicitas und Werner Egerland Stiftung„, so Handt.

Corona: Onlineproben für „Die Päpstin“

Für die Leiterin des Projekts haben die Onlineproben während der Corona-Pandemie zwei Seiten. „Auf der einen Seite spüre ich die riesige Dankbarkeit seitens der Darstellerinnen und Darsteller, dass wir uns als Leitung bemüht haben, die Proben nicht einfach abzusagen, sondern ihnen eine Alternative zu geben. Auf der anderen Seite war da aber auch diese Angst, dass wir das nicht richtig schaffen, die Proben schiefgehen oder am Ende alles für die Katz ist. Das war wirklich eine Herausforderung“, sagt Handt. Nach den digitalen Proben liefen die Proben in Präsenz aber erstaunlich glatt. „Die Onlineproben haben überraschend gut geklappt. Ich hatte zwar erst Angst davor, aber insbesondere das Miteinander ist sehr glatt gelaufen“, bemerkt auch die Darstellerin der Johanna, Joana Köpke. Paula Römer, ebenfalls die Besetzung der Johanna, ergänzt: „Wir haben erst die Emotionen durchgenommen und dadurch haben die Szenen in Präsenz um einiges schneller gut geklappt.“ Für Köpke ist „Die Päpstin“ das vierte Projekte, Römer steht mit MAP zum zweiten Mal auf der Bühne.

Zutritt nur mit 3G

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Beim Eingang muss vor den jeweiligen Vorstellungen ein Nachweis erbracht werden, ob man geimpft, getestet oder genesen ist. Zusätzlich zu dem Vorzeigen der Eintrittskarte muss man sich auch in der Luca-App anmelden und seine Kontaktdaten hinterlegen. Die Tickets können online oder bei der Vorverkaufsstelle der Tourist Information Osnabrück erworben werden. Genauere Informationen gibt es auf der MAP-Homepage.

Anastasia Pukhovich
Anastasia Pukhovich ist seit dem Sommer 2021 im Team der HASEPOST und unterstützt uns als Praktikantin.

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