Osnabrück setzt auch weiterhin verstärkt auf das Fahrrad und will deshalb den Ausbau von Fahrradabstellplätzen vorantreiben. Der Stadtentwicklungsausschuss hat dazu Pläne zur Erweiterung des Radparkens in der Innenstadt und am Hauptbahnhof auf den Weg gebracht. Ziel ist es, das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel attraktiver zu machen und das Stadtbild zu verbessern.
Mehr Fahrradstellplätze in der Innenstadt
Eine Untersuchung der Stadtverwaltung aus dem August 2023 zeigt: Es gibt einen erheblichen Bedarf an zusätzlichen Fahrradabstellplätzen. Besonders in der City soll das Abstellen von Drahteseln bequemer und sicherer werden. Dabei sollen möglichst alle wichtigen Standorte – etwa Einkaufsstraßen, öffentliche Plätze und Verkehrsknotenpunkte – mit Abstellmöglichkeiten ausgestattet werden.
Aktuell wurden acht Standorte identifiziert, an denen neue Fahrradabstellplätze entstehen sollen:
- Hasestraße: Bis zu 45 zusätzliche Abstellplätze durch Umwandlung von Kfz-Stellplätzen.
- Domhof: Prüfung der Installation von Bügeln am Rand des Parkplatzes.
- Lortzingstraße: Erweiterung um acht bis zwölf Stellplätze oder Schaffung von Lastenradplätzen.
- Herrenteichswall: Zehn bis zwölf Abstellplätze durch Ersetzen von Betonpollern.
- Georgstraße: Sechs bis acht zusätzliche Stellplätze.
- Heger Tor: Umwandlung eines Motorradparkplatzes in Fahrradabstellplätze.
- Nikolaiort: Erweiterung der bestehenden Bügel und mögliche Lastenradstellplätze.
- Kollegienwall: Umwandlung von Kfz-Stellplätzen in Radabstellflächen.
Die Verwaltung soll dafür prüfen, welche Flächen umgewidmet werden können und welche Alternativen es gibt. Herausforderungen ergeben sich durch konkurrierende Nutzungen wie Außengastronomie oder Denkmalschutz. Dennoch sollen kurzfristig umsetzbare Maßnahmen vorangetrieben werden.
Neue Lösungen für den Hauptbahnhof
Auch am Hauptbahnhof wird das Fahrradparken neu organisiert. Da bestehende Radbügel mit der Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes im Bereich der Radstation wegfallen, sucht die Stadt nach Ersatzflächen. Im Gespräch sind Standorte in der Eisenbahnstraße, Möserstraße, Heinrich-Heine-Straße und Bruchstraße. Hier sollen sowohl fest installierte Fahrradbügel als auch mobile Abstellanlagen entstehen. Letztere bieten den Vorteil, dass sie flexibel einsetzbar sind – etwa bei Großveranstaltungen.
