In einem Interview mit „Welt-TV“ äußert sich FDP-Chef Christian Lindner optimistisch über seine Chancen auf eine erneute Amtszeit als Finanzminister. Er positioniert die FDP als entscheidenden Faktor gegen eine mögliche Kenia-Koalition und plädiert für eine Deutschland-Koalition aus Union, FDP und SPD.
FDP als Schlüsselfaktor
Christian Lindner sieht die Bundestagswahl als entscheidend für die Zukunft der deutschen Demokratie. Er warnt vor einer Koalition aus CDU, SPD und Grünen, die aus seiner Sicht die politischen Ränder stärken und langfristig die Demokratie gefährden würde. „Kenia wäre das Endspiel“, so Lindner. Eine solche Regierungskonstellation würde lediglich eine Opposition aus Linkspartei und AfD übrig lassen, was zu Instabilitäten in der Zukunft führen könnte: „Was wird dann 2029 in unserer Demokratie eigentlich passieren?“
Konservativer Druck in der Union
Der FDP-Politiker betont die Wichtigkeit der FDP, um eine solche Entwicklung zu verhindern. Eine starke FDP im Bundestag mache Schwarz-Grün rechnerisch unmöglich, und die wahrscheinlichste Koalition sei dann eine Deutschland-Koalition aus Union, FDP und SPD. Dies sei auch für ihn persönlich entscheidend, so Lindner: Beim nächsten Interview nach der Wahl hoffe er, wieder „als Finanzminister“ begrüßt zu werden.
Auch innerhalb der CDU gebe es Unterstützung für seine erneute Amtszeit, glaubt Christian Lindner. Er verweist auf innerparteilichen Druck auf CDU-Chef Friedrich Merz, der wegen seiner Haltung zur Schuldenbremse in der eigenen Partei kritisiert worden sei. „Wir wollen nicht in Richtung SPD und Grüne umfallen“, so die Meinung innerhalb der CDU, die Lindner zitiert. Deshalb sei es wichtig, „dass der Mann, der Steuern senkt und bei der Schuldenbremse steht und einfach durch Prioritätensetzung Investitionen organisiert, dass der das wieder macht.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .