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Lagerhalle, Grüner Jäger und Co. boykottieren die WM in Katar – Public Viewing im Alando

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Neben dem Grünen Jäger und der Lagerhalle zeigt auch das The Red Shamrock keine Spiele der WM in Katar. / Foto: Guss

Normalerweise löst der nahende Auftakt einer Weltmeisterschaft im Fußballland Deutschland große Euphorie und Vorfreude aus. Doch was ist bei einer gekauften Winter-Weltmeisterschaft im eher durch Menschenrechtsverletzungen glänzenden Katar schon normal? Nicht nur bei den deutschen Bürgerinnen und Bürgern scheint die Lust auf die Spiele gebrochen, denn auch zahlreiche Kneipen verzichten in diesem Jahr auf ein Public Viewing – auch in Osnabrück.

„Das Team der Lagerhalle hat einstimmig entschieden, nichts von dieser Fußball-WM zu übertragen“, teilt etwa die Lagerhalle in den sozialen Medien mit. Der Grund: „Die WM in Katar ist ein dem Fußball unwürdiges Turnier. Es werden so viele Gebote der sportlichen und politischen Fairness verletzt, dass es uns unverantwortlich erscheint, an diesem Turnier teilzuhaben, und sei es ‚nur‘ als TV-Zuschauer:in.“ In den Kommentarspalten gibt es dafür massig Zuspruch.

Auch der Jäger zeigt keine Spiele

Mit dem Boykott ist die Lagerhalle in Osnabrück nicht alleine: Unter anderem der Grüne Jäger sowie der Irish Pub „The Red Shamrock“ werden ebenfalls keine Spiele der WM zeigen. Die Kneipen folgen damit einem Aufruf der Initiative #BoycottQatar2022, die zu einem Boykott der WM aufruft und dabei in ganz Deutschland zahlreiche Fußballfans und Kneipen mobilisieren konnte.

„Ziehen einen Dialog vor“: Alando veranstaltet Public Viewing

Eine Alternative für Fußballfans bietet sich im Alando, das seit der Europameisterschaft 2004 Public Viewing veranstaltet und die Partien auch in diesem Jahr zeigen wird. Grundsätzlich lehne das Alando und sein Team die „Umstände, unter denen es zu dieser Weltmeisterschaft“ aus den bekannten und vielfältig diskutierten Gründen zwar ab, aber „Wegschauen heißt hinnehmen“, teilt das Alando mit. „Wir ziehen einen Dialog und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema einem grundsätzlichen Boykott vor“, heißt es weiter. Nur wenn Katar in diesem Jahr im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stehe, könne sich auch etwas ändern. „Ein geheimes Fußball-Schauen im stillen Kämmerlein halten wir für falsch.“

Auftakt für das Public Viewing im Alando ist am Mittwoch (23. November), dem Tag des ersten Spieles der deutschen Nationalmannschaft in Katar. Für die Übertragung der Partie gegen Japan ist der Einlass (ab 13 Uhr) frei.



Maurice Guss
Maurice Guss
Maurice Guss ist seit dem Herbst 2019, erst als Praktikant und inzwischen als fester Mitarbeiter, für die Redaktion der HASEPOST unterwegs.
 

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