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Krankenhaus Ostercappeln bekommt neue Perspektiven durch Klinikum Osnabrück

📍Ort des Geschehens: Ostercappeln

Mit dem Umzug der Fachklinik Möhringsburg aus der Osnabrücker Wüste nach Ostercappeln bekommt das ehemalige Krankenhaus St. Raphael nicht nur einen neuen Mieter, sondern auch eine neue Perspektive.

Bereits ab Sommer 2026 sollen in Ostercappeln rund 40 Patientinnen und Patienten im Rahmen der stationären Suchtrehabilitation betreut werden.

Insgesamt drei Etagen von St. Raphael werden neu genutzt

Die Fachklinik Möhringsburg ist Teil des Suchtmedizinischen Zentrums des Klinikum Osnabrück. Und dort ist man das Umziehen schon gewohnt. Der Name rührt noch aus der Gründung in Badbergen her. Nach einem Intermezzo in Georgsmarienhütte zog man 2022 vorübergehend in die Osnabrücker Wüste, nun weiter nach Ostercappeln.

Für voraussichtlich fünf Jahre – das jedenfalls ist der aktuelle Stand, soll das ehemalige St.-Raphael-Krankenhaus in Ostercappeln der neue Standort sein, wo insgesamt drei Etagen bezogen werden. Damit zeichnet sich für den Klinikstandort eine neue medizinische Nutzung ab – zunächst als Übergangslösung, perspektivisch möglicherweise mit weitergehender Bedeutung für die regionale Gesundheitsversorgung.

Übergangslösung wegen auslaufendem Mietvertrag

Hintergrund des Umzugs ist der auslaufende Mietvertrag am bisherigen Standort im Bischof-Lilje-Zentrum der Diakonie in Osnabrück-Wüste, der zur Jahresmittei 2026 endet. Seit Anfang 2022 ist die Fachklinik dort untergebracht, doch die Räumlichkeiten werden künftig für die Altenpflege benötigt.

Die Suche nach einem neuen Standort führte schließlich nach Ostercappeln. Seit dem vergangenen Herbst fanden intensive Gespräche zwischen dem Klinikum Osnabrück als Träger der Fachklinik und den Niels-Stensen-Kliniken als Eigentümerin des Gebäudes statt. Geprüft wurden unter anderem Raumanforderungen, mietvertragliche Aspekte sowie die Abstimmung mit Kostenträgern.

Hinter den Kulissen Gespräche zwischen Ostercappelns Bürgermiester und dem Klinikum

Dr. Fritz Brickwedde, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Osnabrück, berichtete, dass er seit dem Bekanntwerden der Rückzugspläne der Niels-Stensen-Kliniken im Sommer 2024 im engen Austausch mit Erik Ballmeyer, Bürgermeister der Gemeinde Ostercappeln, stand. Dabei sei auch geprüft worden, ob und wie der Standort für das Klinikum grundsätzlich geeignet sei. „Das heute vorgestellte Ergebnis ist das Ergebnis von Verhandlungen, die im Herbst Fahrt aufgenommen haben und zum Jahreswechsel schließlich fixiert wurden“, sagte Brickwedde.

Kooperation im Bereich Psychiatrie soll weiter vertieft werden

Sowohl Brickwedde als auch Frans Blok, Geschäftsführer der Klinikum Osnabrück GmbH, betonten, dass alle Beteiligten von der Standortentscheidung profitieren. Blok sieht in dem Umzug über die Übergangslösung hinaus Potenzial für eine intensivere Zusammenarbeit mit den Niels-Stensen-Kliniken, auch im Bereich der Psychiatrie, die derzeit in Bramsche konzentriert ist.
Bereits seit dem vergangenen Jahr läuft ein Prozess, der darauf abzielt, die Osnabrücker Standorte der Niels-Stensen-Kliniken – das Marienhospital sowie die Klinik am Harderberg – in eine engere Kooperation mit dem Klinikum Osnabrück einzubinden.

Nach der Einschätzung des Klinikum-Chefs könnte das Projekt in Ostercappeln der Auftakt für eine engere Kooperation insbesondere im Bereich der psychiatrischen Versorgung sein. Die langfristige Zielsetzung des Klinikums sei es, psychiatrische und somatische Angebote in der Suchthilfe räumlich stärker zu verzahnen, um Synergien zu nutzen und die Versorgungsqualität weiter zu erhöhen.

Positive Entwicklung für Krankenhausstandort Ostercappeln

Christina Jaax, Geschäftsführerin der Niels-Stensen-Kliniken, bezeichnete die Entwicklung als positiven Schritt für den Standort Ostercappeln. „Die vorübergehende Ansiedlung der Fachklinik Möhringsburg in Ostercappeln ist eine Win-Win-Situation: Wir erhalten die medizinische Nutzung des Gebäudes und schaffen für künftige Interessenten einen strukturierten Rahmen für eine baurechtliche und wirtschaftliche Planung“, sagte Jaax.

Ziel der Niels-Stensen-Kliniken bleibt es weiterhin, einen Investor für eine langfristige Nachnutzung des Gebäudes zu finden.

Auch in der ehemaligen Para-Klinik tut sich was

Am Rande des Pressetermins gab Jaax zudem einen Ausblick auf die Zukunft des ehemaligen Paracelsus-Klinikgebäudes am Natruper Holz in Osnabrück. Für dort derzeit ungenutzte Flächen befinde man sich aktuell in Gesprächen mit einem Investor.
Neben zahlreichen Einzelpraxen, dem „Urologicum Osnabrück“, einer Kurzzeitpflege und dem „Geburtshaus Osnabrück“ ist dort mit centrumed eine ambulante Versorgung im Bereich Orthopädie, Chirurgie, Neurologie und Neurochirurgie eingezogen.

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Das Titelfoto zeigt (vlnr):
Erik Ballmeyer, Bürgermeister der Stadt Ostercappeln, Dr. Fritz Brickwedde, Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Osnabrück GmbH, Christina Jaax, Geschäftsführerin der Niels-Stensen-Kliniken GmbH, Karsten Meyer, Chefarzt am Klinikum Osnabrück und Frans Blok, Geschäftsführer der Klinikum Osnabrück GmbH.


 
Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2014, basierend auf dem unter dem Titel "I-love-OS" seit 2011 erschienenen Tumbler-Blog. Die Ursprungsidee reicht auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11
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