Am Mittwochabend, 11. Juni, kam es bei Melle auf der Autobahn A30 in Fahrtrichtung Osnabrück/Niederlande zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Trotz der Schwere des Aufpralls blieben alle Beteiligten unverletzt.
PKW kracht unter LKW
Gegen 18 Uhr ereignete sich der Unfall zwischen den Anschlussstellen Melle-West und Melle-Gesmold auf dem rechten Fahrstreifen der A30. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befuhren beide Fahrzeuge nacheinander die rechte Spur, als ein BMW aus bislang ungeklärter Ursache in das Heck eines vorausfahrenden LKW-Tandem-Zugs krachte.

Die Wucht des Aufpralls war erheblich: Die Front des BMW bohrte sich unter das Heck des LKW-Anhängers sowie unter die heruntergelassene Ladebordwand. Der Sattelzug konnte seine Fahrt noch kontrolliert auf den Pannenstreifen fortsetzen und dort zum Stehen kommen. Der BMW hingegen wurde durch die Kollision herumgeschleudert und kam quer zur Fahrtrichtung auf der Überholspur zum Stillstand.

Feuerwehr und Rettungskräfte schnell vor Ort
Ein alarmierter Rettungswagen sowie zwei Feuerwehrleute, die zufällig auf der Strecke unterwegs waren, trafen nur wenige Minuten nach dem Unfall am Ort des Geschehens ein. Sie leiteten erste Sicherungsmaßnahmen ein und überprüften den Gesundheitszustand der Beteiligten. Glücklicherweise kamen sowohl der BMW-Fahrer, ein Mann mittleren Alters, als auch der jüngere LKW-Fahrer mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt.
Unfallursache möglicherweise Sonnenblendung
Die Polizei vermutet als Hauptursache des Auffahrunfalls Unachtsamkeit am Steuer. Zudem könnte die tiefstehende Abendsonne zum Zeitpunkt des Unfalls die Sicht des BMW-Fahrers erheblich beeinträchtigt haben.

Der verunfallte BMW musste durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Die Trümmer des Aufpralls verteilten sich über zahlreiche Meter der Fahrbahn und mussten von Einsatzkräfte gereinigt werden. Für die Dauer der Bergungs- und Reinigungsarbeiten kam es zu Verkehrsbehinderungen in Fahrtrichtung Osnabrück.