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Kein Wohnraum am Rubbenbruchsee: Abrissbagger zerstört Rohbau

Für den seit Jahren leer stehenden Rohbau am Rubbenbruchsee beginnt nun das letzte Kapitel.

Ein Abrissbagger wird in den kommenden Tagen dafür sorgen, dass die Pläne der Eigentümergemeinschaft, die bis zuletzt den bereits weit fortgeschrittenen Rohbau in ein Mehrgenerationenhaus in Niedrigenergiebauweise umbauen wollte, zunichte gemacht werden.

Ursprünglich war die Immobilie als Hotel geplant. Nachdem an gleicher Stelle ein Altbau durch ein Feuer zerstört wurde, waren die Neubaupläne von der Stadtverwaltung auch mit einer gültigen Baugenehmigung versehen worden.

Bedingt durch wirtschaftliche Schwierigkeiten konnte der Bauherr den Bau allerdings nicht wie geplant zu Ende bringen. Nachdem für den Weiterbau wichtige Fristen verstrichen waren und im Rathaus neue Mehrheitsverhältnisse herrschten, wurde dem Bauherrn der Weiterbau versagt: Er hatte zu lange mit dem Weiterbau gewartet.

Wollte die Stadt den Eigentümer über den Tisch ziehen?

Unsere Redaktion berichtete im vergangenen Sommer darüber, wie die Stadtverwaltung dem ursprünglichen Eigentümer ein – so jedenfalls die Einschätzung der späteren Eigentümergemeinschaft – deutlich überhöhter Kostenrahmen für einen Abriss präsentiert wurde.
Als Alternative für die kaum lösbare Herausforderung nun auch noch den Abriss zahlen zu müssen, sei dem in finanzielle Schieflage geratenen Rohbau-Eigentümer seinerzeit angeboten worden, das halbfertige Projekt für einen symbolischen Euro an die Stadt zu übergeben.

Abrissbagger am Haus am Rubbenbruchsee
Bevor die Wände fallen, muss der Abrissbagger erst einmal das Haus aus dem Dornröschenschlaf befreien. / Foto: Pohlmann

Angeblich, so die Ansicht von Vertretern der inzwischen zusammen mit dem ursprünglichen Eigentümer gebildeten Eigentümergemeinschaft, hätte die Stadt, wäre sie in Besitz des Rohbaus gelangt, sich dann selbst einen Weiterbau gestattet.

Keine Klärung im Sinne der Investoren durch die Justiz

Es kam jedoch anders und auch vor Gericht konnte keine Klärung im Sinne der bauwilligen Investoren herbeigeführt werden. Auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen die Verantwortlichen der Stadtverwaltung wegen “Prozessbetrug” brachte den Investoren keinen Erfolg. Nun ist der Bagger angerückt.

Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2011 unter dem Titel "I-love-OS", die Ursprungsidee reicht aber auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

  

   

 

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