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Jubiläum am Samstag: 5 Jahre Osnabrücker Parkrun am Rubbenbruchsee

Gemeinsam laufen samstags Osnabrückerinnen und Osnabrücker um den Rubbenbruchsee. / Foto: Vathauer

Nach 190 Austragungen, an denen bisher insgesamt über 700 Läuferinnen und Läufer teilnahmen, feiert der Parkrun am Rubbenbruchsee am kommenden Samstag (14. Januar) sein fünfjähriges Bestehen.

Der Parkrun ist ein wöchentlicher, weltweit stattfindender 5-Kilometer-Lauf, der jeden Samstagmorgen an mittlerweile über 2.000 Standorten stattfindet. Organisiert wird der kostenlose Run auf der ganzen Welt von Freiwilligen. Der Ursprung liegt in England. Im königlichen Londoner „Bushy Park“ fand der erste Parkrun bereits vor 18 Jahren statt. Seitdem kommt die Londoner Ursprungsedition bereits auf rund 1.000 Austragungen. Von England hat sich der Parkrun mittlerweile in über 25 Länder ausgeweitet – darunter unter anderem Südafrika mit über 200 Standorten oder auch abgelegene Regionen wie die Falklandinseln mit einigen wenigen Standorten. Mit über 700 Standorten ist der Lauf im Vereinigten Königreich am weitesten verbreitet.

Hasestadt einer der ersten deutschen Austragungsorte

Vor fünf Jahren wurde der Parkrun auch in Osnabrück als einer der ersten in Deutschland gegründet. Mittlerweile gibt es hierzulande 49 Standorte. In der Hasestadt findet der Lauf seit dem 13. Januar 2018 jeden Samstag am Rubbenbruchsee statt. „Seitdem hatten wir viele Touristen, etwa aus den Niederlanden, wo der Parkrun eine zeitlang weniger verbreitet war. Es kommen aber auch viele Walker und Läufer aus der Region“, berichtet Franziska Vathauer, freiwillige Helferin in Osnabrück. Auch Kinder und Eltern mit Kinderwagen würden immer mal wieder mitlaufen.
„Hauptsächlich geht es beim Parkrun ums Zusammenkommen, Quatschen und den Kaffee danach“, erzählt Vathauer weiter. So habe es schon der Gründer des Parkruns, der ehemalige Läufer Paul Hinton-Hewitt vorgesehen. Hinton-Hewitt erlitt eine Laufverletzung und gründete daher einen Lauf mit Zeitnahme und anschließendem Frühstück, um den Kontakt zu seinen Lauffreunden halten zu können. Zwar sei das Café am Rubbenbruchsee zu dieser Zeit derzeit aufgrund von Personalmangels geschlossen, dennoch stellen die Freiwilligen immer wenn möglich Kaffee und Kekse zur Verfügung, so Vathauer.
Letzter werden geht nicht: Eine Schlussbegleitung läuft immer mit. / Foto: Vathauer
Letzter werden geht nicht: Eine Schlussbegleitung läuft immer mit. / Foto: Vathauer

Durchschnittlich 18 Läufer pro Samstag

Im Schnitt nahmen in Osnabrück an den zurückliegenden 190 Austragungen rund 18 Läufer teil, darunter auch Sprinter, die den Lauf zur Vorbereitung nutzen, wie Vathauer berichtet. Insgesamt kommt der Parkrun am Rubbenbruchsee so auf eine Gesamtanzahl an Läufern von 736. Vor der ersten Teilnahme ist eine kostenlose Anmeldung nötig, mit der im Anschluss weltweit an Parkruns teilgenommen werden kann. Start ist auf der ganzen Welt, mit wenigen Ausnahmen in besonders heißen Ländern, um neun Uhr. Helferin Vathauer rät allerdings, immer etwas früher dazu sein. „Dann verpassen die Neulinge auch die Begrüßung nicht!“
Alle Parkrunner können außerdem auch Punkte durch Teilnahmen und Helfereinsätze sammeln. Ab 25 Punkten kann man sich so Funktions-T-Shirts bestellen. Die helfenden Hände sind insbesondere für die Zeitmessung wichtig – die durchschnittliche Laufzeit liegt in Osnabrück bei einer knappen halben Stunde. „Wir haben Zeiten bei uns zwischen 16 und 55 Minuten. Man kann nicht Letzte werden, denn es gibt immer eine Schlussbegleitung“, fährt Vathauer fort. Weitere Parkruns in der Nähe gibt es zum Beispiel in Bielefeld oder Münster.
In Osnabrück plant das Helfer-Team um Vathauer zum Fünfjährigen erneut Kaffee und Kekse bereitzustellen und hofft daher auf zahlreiche Läuferinnen und Läufer.
Maurice Guss
Maurice Guss
Maurice Guss absolvierte im Herbst 2019 ein Praktikum bei der HASEPOST. Im Anschluss berichtete er zunächst als freier Mitarbeiter über spannende Themen in Osnabrück. Seit 2021 arbeitet er fest im Redaktionsteam und absolviert ein Fernstudium in Medien- und Kommunikationsmanagement. Nicht nur weil er selbst mehrfach in der Woche auf dem Fußballfeld steht, berichtet er besonders gerne über den VfL Osnabrück.

  

   

 

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