Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat erneut seine Konjunkturprognose für Deutschland gesenkt und rechnet für 2025 nun mit einem Nullwachstum. Im internationalen Vergleich rutscht Deutschland damit unter die wirtschaftsstarken Staaten ans Ende, während auch die Aussichten für die Eurozone, die USA und China nach unten korrigiert wurden. Der IWF warnt zudem vor zunehmenden weltweiten Unsicherheiten und Handelskonflikten.
Schwächere Wirtschaftsaussichten für Deutschland und die Welt
Für das Jahr 2025 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) für Deutschland kein Wirtschaftswachstum mehr. Die Experten aus Washington stellen in ihrem aktuellen Ausblick nur noch ein Wachstum von 0,0 Prozent in Aussicht – im Januar lag die Schätzung noch bei 0,3 Prozent. Für 2026 erwarten die Fachleute des Währungsfonds ein leichtes Plus von 0,9 Prozent.
Deutschland bildet mit dieser Prognose das Schlusslicht unter den betrachteten großen Wirtschaftsnationen. Für die Eurozone insgesamt wird nun ein Wachstum von 0,8 Prozent prognostiziert, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Januar. Weltweit rechnet der IWF mit einem Zuwachs der Wirtschaft um 2,8 Prozent. Auch damit wurden die globalen Erwartungen gegenüber Januar um 0,5 Prozentpunkte zurückgenommen.
Deutlich nach unten revidierte Prognosen für viele Länder
Die Konjunkturaussichten wurden nicht nur für Deutschland gesenkt. Für die USA erwartet der IWF im kommenden Jahr noch ein Wachstum von 1,8 Prozent, nachdem zuvor ein Plus von 2,7 Prozent prognostiziert wurde. In Bezug auf China wurde die Wachstumsprognose von 4,6 auf 4,0 Prozent reduziert. Dagegen schätzt der IWF das Wachstum der russischen Wirtschaft nun leicht höher ein als noch im Januar: Statt 1,4 Prozent wird inzwischen ein Plus von 1,5 Prozent für 2025 angenommen.
IWF warnt vor zunehmenden Unsicherheiten und Handelskonflikten
Der Internationale Währungsfonds warnte laut eigener Angaben eindringlich vor einer Zunahme internationaler Spannungen. Nach einer „langen und beispiellosen Reihe von Schocks“ schien es laut IWF, als würde sich die Weltwirtschaft stabilisieren. „Die Landschaft hat sich jedoch verändert, da die Regierungen auf der ganzen Welt ihre politischen Prioritäten neu ordnen und die Unsicherheiten einen neuen Höchststand erreicht haben“, schrieb die UN-Sonderorganisation.
Die Prognosen für das globale Wachstum seien laut IWF deutlich nach unten korrigiert worden, „da die effektiven Zollsätze ein Niveau erreicht haben, das es seit einem Jahrhundert nicht mehr gegeben hat, und das Umfeld äußerst unberechenbar ist“. Eine Verschärfung des Handelskriegs und eine erhöhte handelspolitische Unsicherheit könnten sowohl die kurz- als auch die langfristigen Wachstumsaussichten weiter beeinträchtigen, so der IWF weiter.
„Eine Einschränkung der internationalen Zusammenarbeit könnte die Fortschritte auf dem Weg zu einer widerstandsfähigeren Weltwirtschaft gefährden“, warnte der IWF. „In dieser kritischen Phase sollten die Länder konstruktiv daran arbeiten, ein stabiles und berechenbares Handelsumfeld zu fördern und die internationale Zusammenarbeit zu erleichtern, während sie gleichzeitig politische Lücken und strukturelle Ungleichgewichte im eigenen Land angehen.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .