Start Osnabrück Ist das Kunst? Stadtverwaltung rätselt über neue Schilder in Osnabrück

Ist das Kunst? Stadtverwaltung rätselt über neue Schilder in Osnabrück [Update]

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Das Parken nur mit Parkschein ist eine „Schurkerei“. Die Abkürzung „VHS“ für die Volkshochschule ist ein „dingsbums“. Ist das Kunst oder Sachbeschädigung? Und wer steckt hinter der Neubeschilderung der Osnabrücker Altstadt?

[Update 11:05] Das Rätsel ist gelöst! Es war eine Aktion vom „Wortfindungsamt„, das auf Einladung der VHS (aka „dingsbums“) bereits im September in Osnabrück in Osnabrück zu Besuch war.


An zahlreichen Plätzen und Schildern in der Osnabrücker Altstadt prangen seit ein paar Tagen weiße Schilder mit einer schwarzen Schrift, die kuriose Erklärungen bieten. Urheber? Bislang Unbekannt!

Die VHS ist nun ein "dingsbums"
Die VHS ist nun ein „dingsbums“

Osnabrück in einfacher Sprache

Es ist ein wenig wie „Osnabrück in einfacher Sprache“ und regt durchaus zum Nachdenken und Schmunzeln an. Immerhin ist „VHS“ ja auch eine ziemlich sperrige Abkürzung aus einer Zeit, in der für ein richtiges Schild vielleicht Buchstabenknappheit herrschte – warum dann nicht „dingsbums“?
Und nicht wenige Besucher der Stadt werden die Parkgebühren für eine „Schurkerei“ halten, und wer noch Briefe schreibt statt digital Emojis zu versenden, der „verwortet“ seine Kommunikation. So gesehen bieten die neuen Schilder interessante Denkansätze.

Am Sockel eines Briefkastens der Post; hier wird "verwortet"
Am Sockel eines Briefkastens der Post; hier wird „verwortet“

Es könnte ein Kunstprojekt sein, ist es vermutlich auch. Doch weder im Kulturhaus am Heger Tor noch beim Presseamt der Stadt Osnabrück konnte man Auskunft darüber geben, wer hinter der Beschilderung steckt.
Tatsächlich könnte es aus Sicht der Stadt sogar Sachbeschädigung sein, schließlich ist es „keine Lappalie“ ein Verkehrsschild einfach so zu bekleben, mutmaßte ein Sprecher der Stadtverwaltung, der erst durch ein Foto auf die Überklebung des Park-Schilds in der Dielingerstraße auf die Aktion aufmerksam wurde.

Stadt fürchtet Arbeit und Kosten für die Entfernung der Schilder

Für die Stadtverwaltung, die offensichtlich nicht darüber informiert wurde, dass von nicht-autorisierter Stelle eine Zusatzbeschilderung im öffentlichen Raum vorgenommen wurde, bedeuten die Schilder zudem auch Arbeit, schließlich müssen die Schilder wieder entfernt werden. Zusätzlich muss überprüft werden, ob durch das Bekleben nicht die Oberfläche des „Wirtsschilds“ beschädigt wurde, wie der Stadtsprecher in einer ersten Reaktion anmerkte.

Wer steckt hinter der Neubeschilderung der Stadt? Unsere Redaktion freut sich auf Hinweise, die wir auf Wunsch auch gerne vertraulich behandeln.

 

Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2011 unter dem Titel "I-love-OS", die Ursprungsidee reicht aber auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11


 

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