Für viele ist es immer noch die „Coca Cola Kreuzung“, und obwohl der Abfüllbetrieb der Firma Heydt schon vor einigen Jahren das markante Verwaltungsgebäude und die großen Produktions- und Lagerhallen geräumt hat, ist der Komplex für die Osnabrücker auch weiterhin schlicht „Coca Cola“.

Die koffeinhaltige  Zuckerlimo kommt inzwischen aus anderen Abfüllbetrieben an die Hase, und das mehr als 16.000 Quadratmeter große Gelände stand seither leer.

Kurz vor Weihnachten einigten sich die Hochschule und der Limonadenkonzern – die Hochschule hat nun reichlich Raum um in Haste zu wachsen.

Wunsch-Nachnutzung wird Realität

Für Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der sich am Freitag gemeinsam mit Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram und Manfred Hülsmann, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates, den Fragen der Presse stellte, konnte mit dem Grundstückskauf eine auch von der Stadtverwaltung favorisierte Nachnutzung auf den Weg gebracht werden.

Coca Cola Campus Hochschule Osnabrück
Den Masterplan für den Campus in Haste gibt es schon: Prof. Dr. Andreas Bertram, Wolfgang Griesert und Manfred Hülsmann,

Wer erinnert sich in Zukunft noch an Coca Cola?

Künftige Generationen werde den Standort wohl nicht mehr mit Coca Cola in Verbindung bringen, meint Griesert. Und auch Hochschulpräsident Bertram möchte das Gelände vor allem als gut sichtbares Eingangstor zum bereits bestehenden umfangreichen Hochschulgelände verstehen wissen. Ganz grundsätzlich, so Manfred Hülsmann, wäre aber in Zukunft eine engere Zusammenarbeit mit Coca Cola denkbar, die auch ein Sponsoring beinhalten könnte. Da in Osnabrück zahlreiche Kompetenzen in der Lebensmitteltechnologie bestehen, wäre eine Zusammenarbeit mit Coca Cola – auch nach dem Rückzug vom Produktionsstandort in Haste – „im Bereich des Möglichen“, so Hülsmann. Mit den Verantwortlichen in der Konzernzentrale sei auf jeden Fall vereinbart worden, dass man in Kontakt bleiben will.

Coca Cola Campus Hochschule Osnabrück
Vereinzelt gibt es im alten Verwaltungsgebäude noch Hinweise auf die Nutzung durch den Brausekonzern

Zwei Millionen Euro aus Hochschul-Budget

Rund 2 Millionen Euro bezahlte die Hochschule Osnabrück aus ihrem laufenden Budget, erläuterte Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram auf Nachfrage. Als Stiftungshochschule konnten die Verantwortlichen hier flexibel handeln und zugreifen, als endlich alle Vertragsbestandteile durchverbandet waren.
Dass es nun eine große „Perspektivfläche“ geworden ist, und nicht einfach nur eine räumlich begrenzte Zufahrt, ist dem Verhandlungsgeschick aller Beteiligten geschuldet. Oberbürgermeister Griesert erinnerte daran, dass zeitweise auch eine räumlich kleinere Lösung im zur Debatte stand. Ein Investor aus Brasilien wollte ursprünglich das gesamte Gelände kaufen und der Hochschule nur einen deutliche kleinen Teil des Geländes verpachten.

Hochschule hofft auf Unterstützung der Landesregierung

Was genau mit dem Gelände geschehen wird, ist noch offen. Die Hochschule hofft auf finanzielle Unterstützung der Landesregierung – Ideen gibt es einige. Hochschulpräsident Bertram möchte die neuen Flächen auch nutzen, um bislang im Stadtgebiet verteilte Flächen, die angemietet wurden, hier eine neue Heimat zu bieten.

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