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Hohe Nachfrage nach Kitas: Temporärer Kindergarten in Georgsmarienhütte eröffnet 2023

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Auf einem Teilbereich des Schulhofes der Außenstelle der Sophie-Scholl-Schule im Stadtteil Kloster Oesede entsteht eine neue Kindertagesstätte in Modulbauweise. Zum 1. Februar 2023 soll die neue Einrichtung in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Johann/ St. Marien den Betrieb aufnehmen. / Foto: Stadt Georgsmarienhütte (Niklas Otten)

Um die Nachfrage nach Kindergartenplätzen mit Blick auf das kommende Kindergartenjahr noch besser abdecken zu können, hat der Rat der Stadt Georgsmarienhütte auf Vorschlag der Verwaltung bereits im Sommer beschlossen, kurzfristig eine neue temporäre Kindertagesstätte zu errichten. Diese soll nun zum Frühjahr eröffnen.

Derzeit laufen die Aufbauarbeiten für die aus mobilen Containern bestehenden Kindertagesstätte auf dem Schulgelände der Sophie-Scholl-Schule im Stadtteil Kloster Oesede. Voraussichtlich zum 1. Februar 2023 soll die neue Einrichtung in Betrieb gehen. Das Anmeldeverfahren zu Platzvergabe startet Mitte Dezember.

Der Hintergrund: Bereits in den vergangenen Jahren hat sich abgezeichnet, dass die bisher zur Verfügung stehenden Betreuungsangebote in den zehn Kindertagesstätten im Stadtgebiet auf Dauer nicht ausreichen werden. Besonders im Bereich der Betreuung von Kindern unter drei Jahren sei der Bedarf weiter angestiegen, wie die Fachbereichsleiterin der Stadt Georgsmarienhütte Cordula Happe erläutert. „Wir haben deshalb bereits frühzeitig die erforderlichen Weichen gestellt, um möglichst schnell zu einer Ausweitung der Betreuungsangebote zu kommen. In Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Johann/ St. Marien ist es der Stadt Gelungen, gute und tragfähige Lösungen für die kleinsten Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu entwickeln.“ Maßgeblich sei hier der Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 2020 zur Errichtung eines neuen Krippenhauses im Stadtteil Kloster Oesede gewesen. Die Planungen für den Erweiterungsneubau am Standort der Kindertagesstätte St. Maria laufen bereits. Eine Fertigstellung ist derzeit für 2024 vorgesehen.

Kinder aus der Ukraine brauchen Kitaplätze

Gegenüber 2020 habe sich, so Happe, die Situation aber noch einmal verschärft. „Nicht nur, dass der Bedarf an weiteren Krippenplätzen weiterhin hoch ist und voraussichtlich auf hohem Niveau bleibt, sondern auch durch die Aufnahme zusätzlicher, aus der Ukraine geflohener Familien mit ihren Kindern, hat sich seit dem Frühjahr nochmal ein akuter wie unvorhergesehener Handlungsbedarf ergeben und auch zusätzliche Kindergartenplätze erforderlich gemacht.“ Um hier – bis zur Fertigstellung des neuen Krippenhauses – möglichst schnell eine Lösung zu finden, sei den politischen Gremien der Vorschlag unterbreitet worden, kurzfristig eine temporäre Kindertagesstätte in Modulbauweise zu errichten. Bis zum Ende des kommenden Kindergartenjahres im Sommer 2024 soll die „Modul-Kita“ aber zunächst in Kloster Oesede stehen. Träger der Einrichtung ist die katholische Kirchengemeinde St. Johann/ St. Marien, die auch bereits die Kindertagesstätte St. Maria in Kloster Oesede betreibt.

Kita aus Containern

Unmittelbar nach dem Ratsbeschluss Mitte September hatte das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt (ZGM) damit begonnen, die erforderlichen Planungen und Ausschreibungen für die modulare Kindertagesstätte auf den Weg zu bringen. „Ein Unternehmen zu finden, das so kurzfristig in der Lage ist die erforderlichen Containermodule zu liefern und aufzubauen war nicht ganz einfach, aber am Ende hat es zum Glück geklappt“, so Leiter des ZGM, Anton Hornstein. Auf Betonfertigteilelementen werden auf dem bisher wenig genutzten Teilbereich des Schulhofes der Außenstelle der Sophie-Scholl-Schule mit Hilfe eines Krans insgesamt 35 Containermodule mit einer Gesamtfläche von ca. 500 Quadratmetern hinabgelassen und befestigt. Die neue Kindertagesstätte bietet damit Platz für zwei altersübergreifende Gruppen, in denen 14 Krippen- und 22 Kindergartenkinder betreut werden können. Das entsprechende Raumprogramm wurde zuvor mit dem Träger der Einrichtung und dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung abgestimmt.

Auch ein Außenbereich mit ausreichend Spielmöglichkeiten wird auf dem Gelände der Hauptschule realisiert: „Die erforderlichen Planungen dafür sind ebenfalls abgeschlossen und die Bauleistungen bereits ausgeschrieben, sodass der ambitionierte Zeitplan gehalten werden kann“, so Hornstein. Und auch das Kindertagesstätten-Gebäude selbst, werde zur Eröffnung nicht als eine Ansammlung von Containern zu erkennen sein. Der ZGM-Leiter: „Die Container werden von außen mit einer vorgehängten Fassade verkleidet, mit einem Dach versehen und auch der Innenraum wird entsprechend hergerichtet, sodass die Kindertagesstätte am Ende weitestgehend nicht mehr von einem normalen Gebäude zu unterscheiden ist.“ Die erforderlichen Arbeiten dafür, sollen im Laufe des Januars erfolgen. Die Gesamtkosten für die Errichtung der neuen Kindertagesstätte inklusive der Außenanlagen belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro, darin enthalten ist auch das Umsetzen des Gebäudes an einen neuen Standort nach Fertigstellung des Krippenhaueses.

Personal noch rechtzeitig gefunden

Der geplante Kindertagesstätten-Betrieb: Bei der neuen Kindertagesstätte handelt es sich um einen Vorläufer des geplanten Krippenhauses, sodass die Einrichtung, analog zum geplanten Krippenhaus, als eigenständige Einrichtung betrieben wird. Dadurch kann das Personal nach Fertigstellung des Krippenhauses nahtlos in diesem weiterbeschäftigt werden. Auch in der Personalfrage habe sich glücklicherweise eine schnelle Lösung gefunden, so Abteilungsleiter für den Bereich Bildung und Sport, Michael Dreier: „Erzieherinnen und Erzieher werden derzeit überall händeringend gesucht. Wir als Stadt können zwar die räumlichen Voraussetzungen für eine Erweiterung des Betreuungsangebotes schaffen, aber ohne das erforderliche Fachpersonal geht nichts.“ Letztlich habe der Träger aber rechtzeitig das benötigte Personal finden können.

Anmeldephase beginnt bald

Am 1. Februar 2023 sollen dann die ersten Kinder in die neue Kindertagesstätte einziehen. Dafür beginne nun in Kürze die Anmeldephase: „Da die neue Kindertagesstätte erst nach Abschluss des momentan laufenden Anmeldeverfahrens für das kommende Kindergartenjahr betriebsbereit ist, wird die Anmeldung einmalig außerhalb des sonst üblichen zentralen Online-Verfahrens laufen“, so Dreier. Deshalb müssen sich die Eltern auch nicht über das Online-Portal der Stadt anmelden, sondern direkt beim Träger der neuen Einrichtung, der Kirchengemeinde St. Johann/ St. Marien. Dort werden auch Fragen zum Betreuungsangebot beantwortet. Ab Mitte Dezember sollen die Anmeldungen möglich sein. Alle Informationen dazu, werden rechtzeitig auf der Internetseite des Trägers unter veröffentlicht.

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