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„Harmonie durch Symmetrie“ – Schlossgarten Osnabrück eröffnet in neuer Gestalt

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Wasserspiel des Fontänenfelds vor dem Schloss / Foto: Heiko Pohlmann

Die Osnabrückerinnen und Osnabrücker können sich freuen: Im Schlossgarten vor der Universität ist ein erholsamer Aufenthalt wieder möglich. Nachdem rund ein Jahr lang gebaut wurde, eröffnet er nun in ganz neuer Gestalt.

Unter musikalischer Begleitung der Kapelle des Ratsgymnasiums eröffnete Oberbürgermeister Wolfgang Griesert am 8. Oktober offiziell den umgebauten Schlossgarten. Ein Jahr lang dauerten die Bauarbeiten der überholten Anlage und damit länger als erwartet. Dennoch kamen das neue „Schlossparterre“ mit einem Fontänenfeld sowie ein Open-Air-Spielzimmer nach langen Diskussionen letztendlich zustande.“Das ist das erste Projekt, das im Rahmen der Projekte für das Jubiläum „375 Jahre Westfälischer Friede“ im Jahr 2023 fertiggestellt worden ist“, erzählt Griesert. In Zukunft solle auch die Schlossterasse erneuert werden. Mit einem Countdown von zehn abwärts wurde das Wasserspiel bei der Eröffnungsfeier eingeleitet. Eine kurze Verzögerung hemmte die mit Spannung aufgebauten Erwartungen in den ersten Sekunden und die einleitenden Fontäten wurden der Bezeichnung eines Spektakels nicht ganz gerecht. Nach einer Weile spielte sich die Fontänenshow jedoch ein und bot einen schönen Anblick sowie eine entspannende Atmosphäre.

Wasserspiel des Fontänenfelds / Foto: Carla Obrock

Historischer Hintergrund des Schlossgartens

Bei seiner Eröffnungsrede erklärte Oberbürgermeister Griesert die historischen Hintergründe, mit denen das Schloss und der Garten in Verbindung gebracht werden. Zwei Darsteller des Theaters Osnabrück verkörperten dazu historische Persönlichkeiten. „Der Schlossgarten hat eine lange Vergangenheit“, so Griesert. Im Jahr 1667 sei das Schloss von Ernst August und seiner Gattin Sophie von der Pfalz in Auftrag gegeben worden, sechs Jahre darauf konnte es erstmalig bezogen werden. 1771 ist der Schlossgarten erweitert und im Stil des englischen Landschaftsgartens umgebaut worden, wonach sich auch viele private Gärten in Osnabrück richteten. Der Zweite Weltkrieg verursachte später sowohl am Schloss als auch im Garten schwere Schäden. Im Laufe der Sechzigerjahre wurde der Wiederaufbau im Barockstil vorgenommen und mit quadratischen Pflanzenbeeten sowie Brunnen umgesetzt. Bis vor kurzem entsprach der Schlossgarten diesem Stil, der Umbau hat dies nun aufgebrochen und mit „Harmonie durch Symmetrie“ neu-interpretiert. Der Oberbürgermeister findet: „Jetzt kann man sich hier gut aufhalten und wohlfühlen. Mit dem Umbau wird er von einem Bischofsgarten zu einem richtigen Bürgerpark.“

Grundauf erneuerte Elemente

Der ehemalige strenge Barockstil musste modernen Elementen Platz machen. Ein Fontänenfeld, das von zwei langen Naturstein-Bänken und Pflanzbeeten gerahmt wird, zieht nun alle Blicke auf sich. „Das Fontänenfeld ist aus Portugiesischem Granit hergestellt und müsste eine lange Zeit halten“, versichert Jörg Michel, der Geschäftsführer der POLA Landschaftsarchitekten GmbH, die maßgeblich an dem Projekt beteiligt war. Abgesehen davon befinden sich neue Wegeflächen rund um die Schlosswiese und im nördlichen Bereich. Farblich sind sie an die anschließenden Bereiche der OsnabrückHalle und der Seminarstraße angepasst. Die alten Lampen wurden durch energieeffiziente LED-Leuchten mit bewegungsgesteuertem eSafe-System ersetzt. Eine weitere Neuerung ist an der Rasenfläche vorgenommen worden, die um zwei Baumreihen sowie Einzelbaumpflanzungen ergänzt wurde. „Das gesamte Projekt konnte nur aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit geschehen. Die Bauleiter und Planer haben großes Engagement gezeigt“, bedankt sich Michel.

Förderung der Finanzen

Mit rund 25.500 Quadratmetern umfasste das Bearbeitungsgebiet den gesamten städtischen Teil des Schlossgartens von den Freianlagen der OsnabrückHalle bis zur Mensa und vom „Neuen Graben“ bis zur Mauer am „Schlosswall“. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf rund 3,77 Millionen Euro, von denen eine halbe Million Euro auf die Planung und der restliche Teil auf die Herstellung fällt. Doch das Projekt wird finanziell mit Mitteln des Bundes- und Länderprogramms der Städtebauförderung „Lebendige Zentren“ unterstützt.

Open-Air-Spielzimmer unterhält Kinder

Nachdem der ehemalige Spielplatz im östlichen Campusbereich einem neuen Studierendenzentrum weichen musste, wurde ein Open-Air-Spielzimmer – auch „Spielpergola“ genannt – ein paar Meter weiter errichtet. Auf einer Fläche von ca. 1.400 Quadratmetern bietet es ein umfangreiches Beschäftigungsangebot für kleine und große Kinder. Die Herstellung erfolgte durch die Spielgerätefirma Spiel-Bau aus Brandenburg.

Open-Air-Spielzimmer / Foto: Heiko Pohlmann
Carla Obrock
Carla Obrock
Carla Obrock ist seit dem Sommer 2021 im Team der HASEPOST und unterstützt uns als Praktikantin.
 

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