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Hamburger Künstlerduo haucht Osnabrücker Altstadt-Fassade neues Leben ein

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Benjamin Stemmer und Danika Arndt arbeiten seit Montag quasi ununterbrochen an der Hausfassade. / Foto: Schulte

Nachdem erst kürzlich eine dauerhafte Fassade am Marienhospital (MHO) fertiggestellt wurde, erstrahlt eine Hauswand an der Mühlenstraße nun auch in buntem Glanz. Ein Hamburger Künstlerduo gestaltet die großformatige Fläche im Rahmen des famos Festivals.

Seit Montag (29. August) arbeiten Danika Arndt und Benjamin Stemmer alias Arndt & Grumbowski an einer Hauswand in der Osnabrücker Altstadt. Das Künstlerpaar gestaltet regelmäßig gemeinsam Fassaden und hinterließ bereits am Hochbunker seine Spuren. Als sie in diesem Jahr wieder für ein dauerhaftes Gemälde angefragt wurden, war die Freude bei den beiden Hamburgern groß. Für sie sei es eine Ehre, auch der Mühlenstraße ihre Handschrift zu verleihen.

Statt langweilige gelber Fassade prangt nun ein großformatiges und individuelles Gemälde an der Mühlenstraße. / Foto: Schulte
Statt langweilige gelber Fassade prangt nun ein großformatiges und individuelles Gemälde an der Mühlenstraße. / Foto: Schulte

Einen groben Entwurf hatten Arndt und Stemmer bereits im Vorfeld. Doch: „Wir wollten den Entwurf von Anfang nicht komplett durchdenken, sondern auch Ideen vom Ort einbauen können“, so Stemmer. Die Rückmeldung von passierenden Osnabrückerinnen und Osnabrückern und die Impressionen des Ortes als solches seien so auch in ihre Arbeit eingeflossen. „Die Dimension vor Ort ist außerdem noch einmal ganz anders als beispielsweise auf dem iPad“, so der 40-Jährige. Deshalb improvisiere das Künstlerduo auch vor Ort, tausche sich über kleine, bunte Details aus. „Dabei müssen wir auch Kompromisse eingehen“, erzählt Stemmer lachend. „Manchmal wird auch um die Form gestritten.“ Doch gerade dadurch ergänze man sich und komme auf ganz neue Ideen.

Urbane Kunstroute in Osnabrück nimmt Gestalt an

Rund zehn Liter Farbe und der Inhalt aus mehr als 30 Sprühdosen befindet sich bereits an der Hauswand, ein paar werden noch dazukommen. Täglich haben die beiden rund neun Stunden an ihrem Werk gefeilt, am heutigen Donnerstag (1. September) wird der Hubsteiger allerdings um 20 Uhr abgeholt. Bis dahin müssen sie auf den hohen Ebenen fertig sein, Details können sie noch bis zur Dämmerung auf Leiterhöhe vollenden, doch dann sollte das großformatige Gemälde fertig sein. „Ein bisschen Zeitdruck ist immer da“, so Stemmer. „Aber wird sind zuversichtlich, dass wir fertig werden“, ergänzt Danika Arndt.

Der Blick aus der Hasestraße in die Mühlenstraße wird immer bunter. / Foto: Schulte
Der Blick aus der Hasestraße in die Mühlenstraße wird immer bunter. / Foto: Schulte

Und wie hat das Künstlerduo das diesjährige Thema Wandel umgesetzt? „Stadt und Natur sind für uns Sinnbilder für Orte des Wandels“, so Stemmer. „Das sind die Hauptaspekte, die uns interessiert haben und bei denen wir Lust hatten, diese noch weiter aufzugreifen“, erklärt Arndt. Es symbolisiere einen lebenswerten Raum für Menschen in der Stadt, frei nach dem Motto „Erde gut, alles gut“. „Vielleicht eröffnet die recht abstrakte Bildwelt Raum für Dialog und sorgt für Gesprächsstoff“, wünscht sich die 32-Jährige. Und für Betrachterinnen und Betrachter soll es nicht langweilig werden: „Menschen sollen im Motiv immer wieder etwas Neues entdecken können“, sagt Stemmer abschließend. Stilistisch arbeiteten sie ebenso wie 44flavours am MHO mit abstrakten und großformatigen Flächen. Damit ist ein weiterer Meilenstein in der Urbanen Kunstroute geschaffen, die nach und nach Osnabrück durchziehen soll.

Weitere Arbeiten des Künstlerduos gibt es bei Instagram zu sehen, Infos zum famos Festival gibt es hier.



Jasmin Schulte
Jasmin Schulte
Jasmin Schulte begann im März 2018 als Redakteurin für die Hasepost. Nach ihrem Studium der Germanistik und der Politikwissenschaft an der Universität Vechta absolvierte sie ein Volontariat bei der Hochschule Osnabrück. Weitere Stationen führten sie zu Tätigkeiten bei einer lokalen Werbeagentur und einem anderen Osnabrücker Verlag. Seit März 2022 ist Jasmin Schulte zurück bei der HASEPOST und leitet nun unsere Redaktion. Privat ist Jasmin Schulte als Übungsleiterin tätig, bloggt über Literatur und arbeitet an ihrem ersten eigenen Roman.
 

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