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Gute Nachricht des Tages: Osnabrücker Frauenhaus erhält 1.100 Euro vom Erlös des PiesBERG-Ultra-Marathon

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(von links) Marion Wenzel und Esther Bierbaum erhalten von Günter Liegmann einen Spendencheck über 1.100 Euro. / Foto: Schulte

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Laut der aktuellen FHK-Frauenhausstatistik des Frauenhaus Koordinierung e. V. gibt es 370 Frauenhäuser in Deutschland, die gewaltbetroffenen Frauen Hilfe und Schutz bieten. Auch in Osnabrück gibt es das Autonome Frauenhaus, das jetzt von den Organisatoren des PiesBERG-Ultra-Marathons eine Spende in Höhe von 1.100 Euro erhielt.

Das Frauenhaus Osnabrück bietet mit 16 Frauenplätzen einen anonymen Zufluchtsort für bedrohte sowie körperlich und seelisch misshandelte Frauen und ihre Kinder. Dort hilft man den Frauen, sich von einer oftmals jahrelangen Bedrohung und Misshandlung zu befreien und aus ihrer Abhängigkeit zu lösen. Das Frauenhaus setzt dabei auf das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. „Derzeit leben zehn Frauen mit und auch ohne Kinder bei uns“, sagt Marion Wenzel vom Autonomen Frauenhaus. Im vergangenen Jahr nahm man dort insgesamt 57 Frauen und 70 Kinder auf. „Wir haben elf Zimmer. In der Corona-Zeit belegen wir sie aber nicht doppelt.“

Um den Frauen einen Weg zurück in die Selbstständigkeit zu ermöglichen, werden unter anderem auch Übersetzungsleistungen benötigt. „Dokumente wie Heirats- oder Scheidungsurkunden müssen übersetzt und beglaubigt werden. Dafür werden keine Mittel bereitgestellt und die Frauen können dies häufig nicht selbst finanzieren“, ergänzt ihre Kollegin Esther Bierbaum. Dafür soll nun die Spende in Höhe von 1.100 Euro durch den PiesBERG-Ultra-Marathon eingesetzt werden. Zudem werde das Geld auch für Frauen angelegt, die nicht leistungsberechtigt und damit mittellos sind.

Startgelder des Marathons kommen mehreren Einrichtungen zugute

Der PiesBERG-Ultra-Marathon fand dieses Jahr am 9. April bei schlechten Wetterverhältnissen statt. Trotz des Wetters fanden sich rund 100 Läuferinnen und Läufer an der Startlinie ein. 63 Kilometer, 2.100 Höhenmeter und 3.390 Treppenstufen erklammen sie und liefen dabei für den guten Zweck. „In diesem Jahr haben wir uns dazu entschieden, die Spenden aufzuteilen“, so Günter Liegmann, einer der Organisatoren des Marathons. Die erlaufenen Gelder kommen somit nicht nur dem Frauenhaus, sondern auch dem Kinderschutzbund, der Wärmestube und HelpAge zugute. Der nächste Marathon findet am 15. April statt, die Anmeldung startet am 1. September.

Wibke Groenewold
Wibke Groenewold ist seit dem Frühjahr 2022 im Team der Hasepost und unterstützt die Redaktion als Praktikantin.
 

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