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Gute Nachricht des Tages: Gesichtsvisiere aus dem 3D-Drucker – GMH Gruppe spendet Ausrüstung an Pflegeeinrichtungen

Julian Kowalski (links) und Dennis Lünnemann (Mitte) übergeben die Visiere an Maria-Anna Witte (rechts).

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Eine Spende von jeweils 50 Gesichtsvisieren hat die GMH Gruppe an die Pflegeeinrichtungen „Haus am Kasinopark“ der Diakonie und „Haus St. Josef“ der Caritas in Georgsmarienhütte übergeben. Sie sollen Pflegern in Zukunft helfen, sich sowie die Bewohner der beiden Einrichtungen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Das Besondere: Die Visiere sind selbst gefertigt und die Halterungen stammen aus 3D-Druckern der GMH Gruppe.

Die Idee zu der ungewöhnlichen Hilfsaktion hatte Julian Kowalski aus der Abteilung Simulation der Georgsmarienhütte GmbH: „Ich wusste von den Problemen bei der Beschaffung von Schutzausrüstungen für die Pflege und habe überlegt, wie ich die im Unternehmen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zielgerichtet einsetzen kann“, berichtet Kowalski. Da die Georgsmarienhütte GmbH in seiner Abteilung für Forschungszwecke über einen 3D-Drucker verfügt, recherchierte er im Internet nach Einsatzmöglichkeiten und stieß auf ein Programm für das Ausdrucken von Gesichtsvisieren. Zusammen mit dem Studenten Dennis Lünnemann, der aktuell in der gleichen Abteilung tätig ist, programmierte er die Vorlage so um, dass sie für den vorhandenen Drucker genutzt werden kann. „Das Ergebnis ist eine Halterung, die man mit Hilfe eines Gummis vor die Stirn setzt. In diese Halterung wird dann eine feste Klarsichtfolie eingesetzt, wie man sie beispielsweise als transparentes Deckblatt für Ringbindungen verwendet“, erklärt Kowalski das Prinzip. Als die beiden Tüftler feststellten, dass es funktioniert, gaben sie die ersten Prototypen zum Praxistest in eine Pflegeeinrichtung. Und als auch von dort die Info kam, dass die Gesichtsvisiere funktional und sinnvoll sind, ging es in die Serienproduktion.

3D-Drucker liefen mehrere Tage im Dreischichtbetrieb

Dabei erwies sich das Arbeiten in einer Unternehmensgruppe von Vorteil: Über das „3D-Anwender-Netzwerk in der GMH Gruppe“ sind alle Standorte mit 3D-Druck-Kompetenz vernetzt. So konnte kurzfristig Kontakt mit der “Friedrich Wilhelms-Hütte Eisenguss GmbH” in Mülheim aufgenommen werden. Hier stieß die Idee auf offene Ohren und der dortige stellvertretende Leiter der Arbeitsvorbereitung Wolfgang Tobias ließ die insgesamt sechs 3D-Drucker mehrere Tage im Dreischichtbetrieb laufen. Diese werden in dem Gießereibetrieb eigentlich zur Herstellung von sogenannten Gussstützen eingesetzt. Zudem sammelten Kowalski und Lünnemann alle nur verfügbaren Transparentfolien des Unternehmens ein, um möglichst viele Gesichtsvisiere fertigstellen zu können.

Gute Nachricht des Tages: Gesichtsvisiere aus dem 3D-Drucker - GMH Gruppe spendet Ausrüstung an Pflegeeinrichtungen
Die Pflegeeinrichtung kann die Visiere gut gebrauchen.

Pflegeeinrichtung kann Visiere gut gebrauchen

Die Leiterinnen der Georgsmarienhütter Pflegeeinrichtungen „Haus am Kasinopark“ und „Haus St. Josef“, Jessica Wegner und Anna-Maria Witte, nahmen die Spende sehr dankbar, aber selbstverständlich „kontaktlos“ entgegen. „Aktuell ist es fast unmöglich, an Nachschub für Schutzausrüstung zu kommen. Unseren Einrichtungen helfen diese Visiere wirklich sehr“, sind sich die beiden Leiterinnen einig.

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