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Gute Nachricht des Tages: Erbschaft ermöglicht dem Zoo Osnabrück eine neue Elefantenanlage

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Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Elefanten sollen ja nichts vergessen… mit einer Erbschaft ermöglicht ein Tierfreund oder eine Tierfreundin (nähere Informationen gibt es nicht) dem Osnabrücker Zoo auch weit über den Tod hinaus nicht in Vergessenheit zu geraten – nicht nur bei den Elefanten, die von der Erbschaft besonders profitieren werden.

Mit dem Geld aus der Erbschaft, ergänzt um zusätzliches Kapital aus der Beteiligung der Stadt Osnabrück, soll u.a. die Elefantenanlage neu gestaltet werden, sowie eine Unterwasserwelt entstehen. Der Osnabrücker Zoo hat sich, erklärte Interims-Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde am Rande eines Pressetermins in der vergangenen Woche, mit Abschluss aller aktuell noch geplanten Projekte “innerhalb 20 Jahren vollkommen runderneuert”.

Zoopräsident Dr. h.c. Fritz Brickwedde und Zoogeschäftsführer Andreas Busemann
Zoopräsident Dr. h.c. Fritz Brickwedde und Zoogeschäftsführer Andreas Busemann

Der Zoo Osnabrück ist insgesamt sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr: Rund 1.050.000 Besucher kamen 2019 in den grünen Waldzoo. Zusätzlich verzeichnete der Zoo einen erneuten Anstieg der Jahreskartenverkäufe sowie der Besuchereintrittserlöse.

Schon wieder über eine Million Besucher 

„Das Jahr 2019 war für uns ein sehr erfolgreiches: Wir konnten wieder über eine Million Besucher verzeichnen“, so Brickwedde bei der Vorstellung der Bilanz 2019. Im vergangenen Jahr besuchten 1.050.000 Menschen den Zoo Osnabrück, 2018 kamen rund 1.015.000 Besucher. „Gleichzeitig sind die Umsatzerlöse durch Jahreskarten um 25 Prozent von 1,94 Millionen Euro auf 2,42 Millionen Euro gestiegen. Damit machen sie inzwischen 36 Prozent der gesamten Besuchererlöse aus. Das ist eine sehr gute Entwicklung, denn wir sichern so die Versorgung der Tiere in der dunklen Jahreszeit, da die Jahreskarten hauptsächlich zum Jahreswechsel erworben werden.“ 2018 hatte der Zoo 41.840 Familien-, Partner- und Einzeljahreskarten verkauft, 2019 45.686. Im Tierbereich gab es 2019 ebenfalls neue Entwicklungen: „Besonders hervorzuheben ist die umgebaute Nashornanlage: Wir haben die Außenanlage durch eine Veränderung der Besucherwege in Höhenpfade von 2.670 Quadratmetern auf 3.200 Quadratmeter vergrößern können. Die Tiere haben hier jetzt mehr Platz und Besucher können sie gitterlos von einem Höhenpfad aus beobachten. Das sind unvergessliche Einblicke in das Zusammenleben von Nashörnern, Zebras und Pinselohrschweinen“, freute sich der Aufsichtsratsvorsitzende. Gleichzeitig habe man mit den Höhenpfaden die Barrierefreiheit für Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit Gehbeeinträchtigungen gesteigert.

Einnahmen in Höhe von fast 10 Millionen Euro

Zoogeschäftsführer Andreas Busemann stellte die Zahlen im Detail vor: „Unsere Gesamteinnahmen lagen 2019 bei 9,77 Millionen Euro, das ist ein riesiges Wachstum um 11,2 Prozent. 2018 betrugen sie noch 8,3 Millionen Euro. Zählen wir die Einnahmen der Zoogesellschaft hinzu, erreichen wir fast die 10 Millionen Euro Grenze.“ Den größten Anteil der Einnahmen machen mit 6,72 Millionen Euro die Besuchereinnahmen aus. „Im Jahr 2018 lagen sie noch bei 6,18 Millionen Euro und 2015 bei 5,15 Millionen Euro. Damit sind sie in den letzten vier Jahren um über 30 Prozent angestiegen – das hatten wir noch nie. Diese Entwicklung zeigt, dass unser Zoo immer attraktiver wird und gleichzeitig die Marketingstrategie greift“, erläuterte Busemann.

Erfreulich waren ebenfalls die Erlöse im Sponsoringbereich mit 950.000 Euro: „Rund 200 Firmen aus der Region unterstützen uns und wir bieten ihnen dafür interessante Gegenleistungen an. Wir sind sehr dankbar, dass diese Unternehmen sich für den Zoo einsetzen, denn ohne sie würde es den Zoo so wie er heute ist nicht geben“, betonte Busemann. Im Bereich Fundraising konnte der Zoo 2019 Fördermittel in Höhe von über 1 Millionen Euro verzeichnen. Besonders erwähnenswert sind hier die Zuwendungen für den Umbau von Löwen- und Nashornanlage wie die der Stiftung der Sparkasse Osnabrück sowie der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück mit 150.000 Euro (Gesamthöhe 390.000 Euro), die Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung über die N-Bank mit 660.000 Euro in diesem Jahr (Gesamtförderung 1 Million Euro) sowie 230.000 Euro, die 2019 mithilfe des Vereins „Löwen für Löwen“ gesammelt wurden.

Zoos können sich nicht selbständig finanzieren

Die Ausgaben des Zoos liegen aktuell bei 8,7 Millionen Euro – allerdings ohne Abschreibungen. Damit seien die Aufwendungen 2019 um 6,5 Prozent gestiegen. Mit 51 Prozent nehmen die Personalkosten davon den größten Teil ein. „Die Entwicklung der Personalaufwendungen waren in vielen vergangenen Sitzungen des ehemaligen Aufsichtsrats hart kritisiert worden. Völlig zu Unrecht, wie der vorläufige Abschluss zeigt. Sie sind sogar gesunken, was angesichts von Tarifsteigerungen erwähnenswert ist“, berichtete Busemann und dankte in diesem Zusammenhang dem Betriebsrat für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Aufschlussreich sei hier auch der Blick in andere Zoos: „Während wir es schaffen unsere Aufwendungen, ohne Abschreibungen und Investitionen, selbst zu erwirtschaften, schaffen viele Zoos mit sehr viel größerer kommunaler Unterstützung dies nicht und können noch nicht mal ihre Personalkosten decken“, berichtet Geschäftsführer Busemann. „Dies ist das Ergebnis einer Bachelorarbeit, bei der die Studentin Eleonore Keck die Finanzierungsmöglichkeiten von 14 Zoos in Deutschland untersucht hat. Sie fand heraus, dass Zoos mit den erwirtschafteten Umsätzen nicht kostendeckend inklusive Investitionen zu betreiben sind.“ Ein intensiverer Vergleich fand dabei mit den Zoos in Münster und Hannover statt. Unter den analysierten Zoos schafft es neben Osnabrück nur Hannover die Aufwendungen knapp zu decken. Dabei zeigte sich auch, dass der Zoo Osnabrück eine der niedrigsten Personalkostenquoten habe (Stand 2016: 44 Prozent). Hier müsse man aber mit Bedacht vorgehen, da zum Beispiel der Servicegedanke und damit die Einnahmen, aber auch die Mitarbeiter selbst darunter leiden können, so Busemann weiter.

Mit Material des Zoos Osnabrück

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