Während viele Fußballprofis ihre freien Tage zur Regeneration nutzen, hat Fridolin Wagner vom VfL Osnabrück seinen Montag (28. Juli) auf ganz besondere Weise verbracht: Der 27-Jährige spendete Stammzellen, um einem an Blutkrebs erkrankten Menschen möglicherweise das Leben zu retten.
Spontane Entscheidung mit großer Wirkung
Die Grundlage dafür hatte der gebürtige Leipziger bereits vor Jahren gelegt. „Ich habe mich bereits 2021 durch meine Frau registrieren lassen, als sie mit zwei Registrierungsstäbchen nach Hause kam“, erzählt Wagner. Anfang dieses Jahres kam dann die Anfrage der DKMS, dass er als potenzieller Spender infrage komme. Nach einer Blutprobe, die ebenfalls vielversprechend war, folgten eine Voruntersuchung und die Terminabsprache für den Eingriff.
Stammzellenspende im Uniklinikum Leipzig
Am Sonntag reiste Wagner in seine Heimatstadt Leipzig, wo am Montag im Universitätsklinikum die Stammzellen entnommen wurden – per sogenannter peripherer Stammzellentnahme. Dabei werden dem Spender über Zugänge in beide Armvenen Stammzellen direkt aus dem Blut entnommen – ein Verfahren ähnlich wie bei einer Dialyse. Rund 300 Milliliter Stammzellen und etwas Blutplasma wurden bei dem Eingriff gewonnen, der in der Regel drei bis fünf Stunden dauert.
Hoffnung für Blutkrebspatienten
Mit seiner Spende ist Wagner nun Teil der weltweit engagierten Stammzellenspender-Community. In Deutschland erhält alle zwölf Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs – für viele von ihnen ist eine Stammzellenspende die einzige Überlebenschance. Die DKMS hat mittlerweile über 12,5 Millionen potenzielle Spenderinnen und Spender registriert.
Registrieren kann so einfach sein
Die Registrierung bei der DKMS ist unkompliziert und erfolgt durch einen einfachen Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen. Ein solches Set kann kostenlos bestellt werden – und könnte ein Leben retten.