HASEPOST
 
HASEPOST

Für den „Neumarkt-Frieden“: Fahren die Busse künftig über die Johannisfreiheit?

Autos und Busse sollen künftig nicht mehr über den Neumarkt fahren. So will es der bereits 2023 vom Rat der Stadt Osnabrück beschlossene „Neumarkt-Frieden“. Um genau zu sein, soll der Neumarkt für den Autoverkehr komplett gesperrt und der Busverkehr durch eine Einbahnstraßenregelung beschränkt werden. Doch das hat gravierende Auswirkungen auf die Johannisfreiheit.

Neue Busverkehrsachse durch die Johannisfreiheit

Die Johannisfreiheit soll künftig als zentrale Ost-West-Achse für den Busverkehr dienen. Wie kürzlich im Stadtentwicklungsausschuss deutlich wurde, erfordert dies jedoch eine detaillierte planerische Betrachtung des gesamten städtischen Raums in der südlichen Innenstadt. Besonders betroffen ist der Bereich um die Johanniskirche, der in einen freiraum- und verkehrsplanerischen Wettbewerb einbezogen wird.

Verkehrs- und Stadtentwicklung im Einklang

Die Johanniskirche und ihr Umfeld sind bedeutende historische Orte, die städtebaulich geschützt werden sollen. Der Masterplan Innenstadt sieht vor, dass der Kirchplatz nicht nur funktional überarbeitet, sondern auch mit mehr Grünflächen ausgestattet wird. Gleichzeitig soll die Funktion des Platzes als Treffpunkt, Wochenmarktplatz und Aufenthaltsbereich gestärkt werden.

Entlang der Johannisfreiheit befinden sich wichtige soziale und gesundheitliche Einrichtungen, darunter das Marienhospital, das Christliche Kinderhospital und das Osnabrücker Hospiz. Ihre Bedarfe sollen bei der Neuplanung berücksichtigt werden.

Die Johannisfreiheit ist zudem eine zentrale Veloroute in Richtung Hauptbahnhof. Die zukünftige Kombination aus Bus- und Radverkehr stellt deshalb eine besondere Herausforderung dar. Die Stadt strebt eine hohe Gestaltungsqualität an, um den verschiedenen Verkehrsbedürfnissen gerecht zu werden.

Wettbewerb und Bürgerbeteiligung

Um innovative Lösungen für die Gestaltung der Johannisfreiheit zu finden, soll ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt werden. Erste Gespräche mit Anliegern, von denen einige die letzte Ausschusssitzung interessiert verfolgten, sowie mit Institutionen fanden bereits statt, und eine grundsätzliche Zustimmung zum Vorhaben wurde signalisiert. Bis Ende 2025 sollen nun Planungsergebnisse vorliegen, damit die Umsetzung zeitnah erfolgen kann.

Die Kosten für den Wettbewerb und die Planungen werden auf 150.000 Euro geschätzt. Die Stadt hat einen Förderantrag aus dem Programm „Resiliente Innenstadt“ gestellt, der eine 40-prozentige Förderung ermöglichen würde. Falls keine Fördermittel bewilligt werden, muss die Stadt die Kosten in voller Höhe aus eigenen Haushaltsmitteln tragen.


 
Dominik Lapp
Dominik Lapp
Dominik Lapp ist seit 2023 Redaktionsleiter der HASEPOST. Der ausgebildete Journalist und Verlagskaufmann mit Zusatzqualifikation als Medienberater, Social-Media- und Eventmanager war zuvor unter anderem als freier Reporter für die Osnabrücker Nachrichten, die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt sowie als Redakteur beim Stadtmagazin The New Insider und als freier Autor für verschiedene Kultur-Fachmagazine tätig. Seine größte Leidenschaft gilt dem Theater, insbesondere dem Musical und der Oper, worüber er auch regelmäßig auf kulturfeder.de berichtet.
Hallo Welt
Html code here! Replace this with any non empty raw html code and that's it.

  

   

 

Html code here! Replace this with any non empty raw html code and that's it.

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion