Die Luftwaffe hat eine groß angelegte Übung am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) gestartet, bei der mit Kampfflugzeugen vom Typ ‚Eurofighter`militärische Abläufe in zivile Strukturen integriert werden.
Die Übung „Richthofen Shield 2025“, ist Teil eines Plans, militärische Operationen auch auf zivilen Flughäfen durchzuführen, falls militärische Einrichtungen im Ernstfall nicht nutzbar sind. Der Betrieb wird ohne Beeinträchtigungen des zivilen Flugverkehrs am FMO durchgeführt.

Kooperation zwischen Luftwaffe und zivilen Flughäfen im Fokus
Die Übung, die vom 7. bis zum 10. Oktober stattfindet, unterstreicht die strategische Bedeutung des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) als kritische Infrastruktur. Im Rahmen dieser Übung werden Starts und Landungen mit Eurofighter-Düsenjets der Luftwaffe durchgeführt. Dabei setzen die Soldatinnen und Soldaten auf die vorhandene zivile Flughafeninfrastruktur. Die Bundeswehr verfolgt das Ziel, militärische Abläufe effizient in zivile Strukturen zu integrieren. Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt und FMO-Aufsichtsratsvorsitzender, hob während eines Empfangs die Bedeutung des FMO hervor und betonte die Rolle des Flughafens als unverzichtbares Element zur Sicherung des Friedens in Europa.

Planung und Durchführung der Luftkampf-Übungen
Am Mittwoch wurden vier Eurofighter mit lautem Getöse am FMO empfangen. Hier probt die Luftwaffe nicht nur die Abfertigung ihrer Maschinen, sondern auch den Start zu Luftkampf-Übungen über der Nordsee. Diese Manöver werden detailliert am FMO geplant und ausgewertet, bevor das Geschwader zur Basis in Wittmund zurückkehrt.
Sebastian Fiedler, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders, erklärte, dass die bisherigen Abläufe reibungslos verlaufen sind, inklusive der Betankung durch zivile Flughafenmitarbeiter und der Abstimmung mit der Flugsicherung.

Zivile und militärische Nutzung des FMO laufen parallel
Der Übungsbetrieb erfolgt parallel zum regulären Flugverkehr, sodass Urlauber und Geschäftsreisende nicht gestört werden. Viele Reisende zeigten sich überrascht über die Anwesenheit der Kampfjets, die neben den zivilen Maschinen auf dem Rollfeld stehen. Der FMO gilt als logistischer Knotenpunkt für die NATO und könnte im Verteidigungsfall als strategisch wichtige Infrastruktur genutzt werden.
Politische Unterstützung und gesellschaftliche Akzeptanz in der Region
Der Bürgermeister der Stadt Greven, Dietrich Aden, äußerte sich positiv zur Relevanz des FMO im Verteidigungsfall und begrüßte die Bundeswehr in der Stadt. Er betonte die Bedeutung der gesellschaftlichen Akzeptanz für militärische Übungen und lud Sebastian Fiedler stellvertretend für die Soldatinnen und Soldaten ein, sich in das Goldene Buch der Stadt Greven einzutragen.