Die Comedienne Enissa Amani äußert sich angesichts der israelischen Angriffe auf das iranische Regime ambivalent. Im Gespräch mit dem „Stern“ schildert die 43-jährige Deutsch-Iranerin ihre Zerrissenheit und teilt ihre Einschätzungen zu den Hintergründen des Konflikts sowie zur Rolle der Bundesregierung.
Ambivalente Gefühle gegenüber den Angriffen
Enissa Amani empfindet angesichts der aktuellen israelischen Angriffe auf das iranische Regime eine große Ambivalenz. „Einerseits werden Menschen getötet, die meine absoluten Feindbilder sind. Menschen, wegen denen ich kein Fuß in das Land setzen kann, in dem ich geboren wurde – weil mich die Hinrichtung erwartet“, sagte sie dem „Stern“. Die Comedienne machte deutlich, dass sie selbst aus Angst vor Repressionen nicht in den Iran zurückkehren könne.
Kritik an Israels Motiven und Netanjahu
Andererseits unterstellt Amani dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, dass die Angriffe auf den Iran nicht nur aus Sorge vor einer atomaren Bedrohung erfolgen. Sie sagte dem „Stern“, Netanjahu wolle „eigentlich von den Menschenrechtsverbrechen in Gaza ablenken“. Hoffnung auf einen schnellen Sturz des Regimes in Teheran hegt die Comedienne nicht. „Der Iran wird aber nicht von außen befreit – und erst recht nicht von einem Verbrecher wie Netanjahu“, sagte sie dem „Stern“.
Erwartungen an die Bundesregierung
Von der Bundesregierung erwartet Amani im aktuellen Konflikt nichts mehr. Sie erklärte dem „Stern“: „Ich habe meine Hoffnungen in sie verloren.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .