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Elefantöse Kunst aus dem Zoo Osnabrück – Elefantenkuh Sita malt für den Artenschutz

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Elefantenkuh Sita präsentiert zusammen mit Tierpflege Nils Schröer das hergestellte Bild.

Einen Beitrag zum Artenschutz leistet in Zukunft Elefantenkuh Sita aus dem Osnabrücker Zoo. Die siebenjährige „Künstlerin“ pustet mit ihrem Rüssel Farbe aus und erschafft damit bunte Farbkleksbilder. Ab Donnerstag, den 5. März 2020, werden die Bilder zum Verkauf angeboten. Mit den Einnahmen werden ein Artenschutzprojekt für Asiatische Elefanten und der Ausbau des Elefantengeheges unterstützt.

Der Zoo Osnabrück ist in „tierischen“ Künstlerkreisen vor allem durch den Orang-Utan Buschi, der mit Fingerfarbe und Pinsel auf Leinwände malt, bekannt geworden. Mit Elefantenkuh Sita betritt nun eine neue und größere Künstlerin die Bühne. „Nachdem das Malen bei Buschi so gut geklappt hat, hatten wir die Idee, dass die Elefanten sich auch an der Kunst versuchen könnten“, erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. „Zuerst haben wir es mit Fußabdrücken und Pinselmalereien versucht – das hat leider nicht wirklich funktioniert. Irgendwann kam uns dann die Idee, dass die Elefanten die Farbe mit ihrem Rüssel auf eine Leinwand auspusten können“, erzählt der wissenschaftliche Kurator. „Für das Farbgemisch verwenden wir ausschließlich ungiftige Fingerfarbe und Wasser. Damit lässt sich die Farbe für Sita am besten ausblasen“, fügt Tierpfleger Nils Schröer hinzu.

Durch „Medical Training“ zu bunten Bildern

Die Tierpfleger im Zoo Osnabrück führen mit den Elefanten regelmäßig das sogenannte „Medical Traning“ durch. Dabei bekommen die Tiere auf spielerische Weise Kommandos beigebracht. „Das erleichtert sowohl den Pflegern, als auch den Elefanten die Arbeit ungemein“, freut sich Andreas Wulftange. Eine der Übungen ist die sogenannte Rüsselspülung, mit dem Zweck, die Schleimhäute zu reinigen und auf Krankheiten untersuchen zu können. Während des Trainings wird den Elefanten ein halber Liter Wasser in den Rüssel gefüllt. Nach ein bis zwei Minuten dürfen die Tiere, auf das Kommando „Blow“, die Flüssigkeit aus dem Rüssel pusten. Das in Eimern aufgefangene Wasser wird danach ins Labor geschickt.

Eine elefantische Künstlerin in Aktion

Den Befehl „Blow“ verwenden die Pfleger auch beim „Malen“ mit Sita. Schröer demonstrierte: Er strich Sita durch die Gittertstäbe rund eine handvoll Farbgemisch an den Rüsselanfang und richtete diesen auf die aufgestellte Leinwand. Auf das Kommando „Blow“ bließ Sita bunte Farbspritzer aus ihrem Rüssel. Zur Belohnung gab es anschließend leckere Pellets. Der Rüssel wird anschließend ausgespühlt, um die Farbreste zu entfernen. „Die Übungen haben allerdings immer noch Vorrang. Deswegen soll Sita nur ab und zu malen“, erklärt Wulftange.

Das fertige Bild der "tierischen Künstlerin"
Das fertige Bild der „tierischen Künstlerin“

Elefantische Unikate für den Artenschutz

Bisher ist Sita die einzige Elefantenkünstlerin im Osnabrücker Zoo. Ältere Elefanten, wie ihre Mutter Douanita und der Zuchtbulle Luka bevorzugen ihre gewohnten Übungen. Ihr kleiner Halbbruder, der zweijährige Elefantenbulle Minh-Tan, macht schon die Rüsselreinigung, ist für das Malen aber noch zu ungeduldig. Die von Sita „gepusteten“ Unikate werden ab heute im Shop des Zoos verkauft. Käufer erhalten neben dem Bild noch ein zusätzliches Echtheitszertifikat. „Oft riecht das sogar noch nach Sita“, schmunzelt Wulftange. Der Preis hängt von Größe und Qualität des Bildes ab. Der Erlös wird zum Teil an das Artenschutzprogram „Hilfe für die Asiatischen Elefanten“ des WWF gespendet. Das Ziel dabei ist es, die asiatischen Elefanten vor Wilderern zu beschützen und ihnen sichere Futterquellen zur Verfügung zu stellen. Dazu möchte der WWF Futterbäume und Grasland anpflanzen. Zudem sollen zusätzlich Ranger ausgebildet werden, welche das Gelände Tag und Nacht überwachen, um die Elefanten zu schützen.

Ein Teil der bisher von Elefantendame Sita hergestellten Bilder.

 



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