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Ein Herz für die Gastronomie – vom Grill in die Kommunalpolitik

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Was bringt Menschen dazu sich in der Kommunalpolitik zu engagieren? Warum Jutta Bugdalle zur Kommunalwahl antritt.

Wenn am kommenden Sonntag um 18 Uhr die Wahlurnen in Osnabrück geschlossen werden, dann wird Jutta Bugdalle die anschließende Auszählung der Stimmen mit ganz besonders großem Interesse verfolgen. Denn die 69jährige Gastronomin ist selbst Kandidatin für den neuen Stadtrat. Sie tritt zum ersten Mal für ein politisches Amt an, sie möchte sich endlich für ihre Heimatstadt konkret engagieren.

Ihr Wahlbereich sind die Stadtteile Schölerberg, Fledder und Voxtrup, ihre Partei bzw. Wählervereinigung ist der Bund Osnabrücker Bürger, kurz BOB genannt. ‚Der BOB liegt mir mit seinen politischen Inhalten am nächsten‘, gibt Jutta Bugdalle offen zu. ‚Das Engagement für eine vernünftige Verkehrspolitik und für die Stärkung von Gastronomie und Einzelhandel in der Innenstadt unterstütze ich aus vollem Herzen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer Corona diese Wirtschaftszweige getroffen hat. Deshalb darf der Stadtrat nach dem 12. September nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Radwege und Poller für die Autos mögen ja auch ihre Berechtigung haben, aber in den nächsten Monaten muss jetzt erstmal was für die kleinen Firmen und für die Arbeitsplätze in Osnabrück getan werden!‘

Endlich die Hundesteuer abschaffen!

Jutta Bugdalle ist in ihrer politischen Argumentation ganz pragmatisch aufgestellt: ‚Wenn ich in den Stadtrat gewählt werden sollte, dann werde ich mich auf jeden Fall für die Abschaffung der Hundesteuer engagieren. Denn Geld darf kein Hindernis sein, um sich einen vierbeinigen Freund zuzulegen. Besonders ältere Menschen sind im Herbst ihres Lebens alleinstehend. Oft geht es ihnen finanziell nicht gut, und dann tut die Hundesteuer richtig weh. Das muss aufhören!‘ Sie sagt das mit einer Bestimmtheit, die Respekt abnötigt. Die Ratskandidatin steht offensichtlich für ihre persönlichen Überzeugungen ein.

Zum Thema: Warum bei der Hundesteuer solange abgestimmt wurde, bis das Ergebnis endlich stimmte.

‚Wobei mein wichtigstes Thema eigentlich die Gastronomie mit ihren ganz eigenen Sorgen und Nöten ist. Meine Eltern haben in meiner Kindheit und Jugend ein Hotel in der Osnabrücker Innenstadt betrieben. Ich habe später ein Hotel in Melle geführt, bin dann in die Paracelsus-Klinik gewechselt. Dort habe ich viele Jahre das Café geleitet und anschließend den Osna-Grill an der Iburger Straße übernommen. Ich liebe die Gastronomie!‘ Deshalb möchte Jutta Bugdalle die Gaststätten, Restaurants und Hotels in Osnabrück mit speziellen Maßnahmen und Hilfen aus der Corona-Krise führen. ‚Wir haben doch alle gesehen und gespürt, was die Schließung der Gastronomie für unser gesellschaftliches Leben bedeutet.

Gastronomie braucht Unterstützung

Als die Gaststätten am 2. November gleich als erste zumachen mussten, war die Innenstadt so gut wie ausgestorben. Jetzt muss wieder Leben in die Bude. Reduzierte Steuersätze, schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie, weniger Bevormundung und Verbote – damit ist den Gastwirten und Hoteliers spürbar geholfen. Dafür werde ich kämpfen!‘ Wenn man Jutta Bugdalle bei diesen Worten in die Augen schaut, dann spürt man förmlich, wie ernst es ihr mit ihrem politischen Engagement ist. Und wieviel Feuer und Leidenschaft in ihr brennt. Die Dame hat augenscheinlich noch einiges vor. Die Gastronomie in Osnabrück kann sich freuen, solch eine tatkräftige Mitstreiterin auf ihrer Seite zu haben.

Christian Schmidt
Christian Schmidt sammelte seine ersten journalistischen Erfahrungen an der Leine, bevor es ihn an die Hase verschlug. Auf den Weg von Hannover nach Osnabrück brachte ihn sein Studium an der Universität Osnabrück, das ihm (zum Glück) genügend Zeit lässt, den Journalismus als "Talentberuf" zu erlernen. Neben der Hasepost, gehören einige Fachzeitschriften aus dem Bereich Bau und Architektur zu den regelmässigen Abnehmern seiner Artikel. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/20280-370.

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