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Das wird es im Museumsquartier und in der Kunsthalle Osnabrück 2026 zu sehen geben

📍Ort des Geschehens: Osnabrück - Innenstadt

Mit ihren Jahresprogrammen widmen sich das Museumsquartier Osnabrück und die Kunsthalle Osnabrück 2026 zentralen Fragen von Erinnerung, Identität, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenleben. In Ausstellungen und Vermittlungsformaten verhandeln beide Häuser historische wie gegenwärtige Erfahrungen von Macht, Ausgrenzung, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit – und eröffnen Räume für Reflexion, Austausch und neue Perspektiven.

Gemeinschaft durch Kunst und Kultur

„Kunst und Kultur haben, wie kaum etwas anderes, die Kraft, Grenzen zu überwinden, Menschen zusammenzubringen und Gemeinschaft zu stiften“, sagt die Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. „Das Museumsquartier und die Kunsthalle Osnabrück leisten mit ihren Programmen einen elementaren Beitrag in unserer Gesellschaft und schaffen Räume für Dialog und Austausch.“

Auch Wolfgang Beckermann, Erster Stadtrat, betont: „Die Programme von Museumsquartier und Kunsthalle Osnabrück greifen Themen auf, die für unsere Stadt und unsere Gesellschaft von hoher Aktualität sind. Sie machen sichtbar, wie sehr Geschichte, Gegenwart und Zukunft miteinander verwoben sind, und laden dazu ein, Verantwortung zu übernehmen – für demokratische Werte und für ein respektvolles Miteinander in einer vielfältigen Stadtgesellschaft.“

Orientierung der Jahresthemen an historischen Erfahrungen und aktuellen Herausforderungen

Das Museumsquartier Osnabrück setzt dabei 2026 in mehreren Sonderausstellungen einen Schwerpunkt auf jüdische Geschichte und Fragen von Identität und Verstellung in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Bedrohung – von der ersten jüdischen Gemeinde im spätmittelalterlichen Osnabrück über zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzungen mit Flucht und Exil bis hin zu neuen Perspektiven auf das Werk Felix Nussbaums.

Die Kunsthalle Osnabrück untersucht mit ihrem Jahresthema „Raumordnung“ die sozialen, politischen und ästhetischen Dimensionen von Raum. Fünf internationale Kunstschaffende entwickeln jeweils neue Ausstellungen zwischen der Kunsthalle sowie dem öffentlichen Raum. Ein vielfältiges Vermittlungsprogramm öffnet die Institution und verhandelt Raum als Möglichkeitsform für Sichtbarkeit, Teilhabe und neues gesellschaftliches Miteinander.

Gemeinsam positionieren sich beide Häuser als Orte, an denen historische Erfahrungen und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen miteinander ins Gespräch gebracht werden.

Programmschwerpunkt Museumsquartier Osnabrück: Für Demokratie

Das Museumsquartier Osnabrück legt 2026 einen programmatischen Schwerpunkt auf Kunst und Geschichte als Grundlagen demokratischer Auseinandersetzung. In Sonderausstellungen und Vermittlungsformaten thematisiert das MQ4 Antisemitismus, Ausgrenzung und Gewalt ebenso wie Fragen von Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Als offener Ort des Dialogs und der kritischen Reflexion richtet sich das Museumsquartier an eine vielfältige Öffentlichkeit und lädt dazu ein, historische Erfahrungen im Hinblick auf aktuelle Herausforderungen zu befragen.

Auch die Dauerausstellungen bilden einen zentralen Bestandteil des Programms. Die weltweit größte Sammlung von Gemälden Felix Nussbaums, präsentiert in der Architektur von Daniel Libeskind, ermöglicht einen eindringlichen Zugang zum Werk des in Osnabrück geborenen und in Auschwitz ermordeten Künstlers und verweist zugleich auf die fortdauernde Aktualität seiner Fragen nach Widerstand und Menschlichkeit.

Die Dauerausstellung im Kulturgeschichtlichen Museum zeichnet die Geschichte Osnabrücks von der mittelalterlichen Hansezeit über die Stadt des Westfälischen Friedens bis in die Moderne nach und macht historische Brüche, Konflikte und Aushandlungsprozesse sichtbar.

In der Villa_–Forum Erinnerungskultur und Zeitgeschichte stehen die nationalsozialistische Vergangenheit, die Kontinuitäten antisemitischer und rassistischer Denkweisen sowie aktuelle Formen der Demokratieförderung im Mittelpunkt. Die Ausstellung versteht sich als Einladung zur kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte – und als Beitrag zu einer wachen, demokratischen Erinnerungskultur.

Sonderausstellung: Van den Yoden – Jüdisches Leben im spätmittelalterlichen Osnabrück (22. März – 30. August 2026), Eröffnung: 22. März 2026, 11.30 Uhr

Die Geschichte der ersten jüdischen Gemeinde(n) in Osnabrück ist eine zwischen Anziehungskraft und Hass pendelnde Erzählung. Im christlich-jüdischen Miteinander kontrastierte die gelebte Nähe mit einem tiefen Misstrauen zwischen beiden Religionen. Antijudaismus war Alltag.

1309 vom Osnabrücker Bischof offiziell für den Geldverleih in die Stadt geholt, wurden die jüdischen Menschen während des Pestpogroms von 1350 von ihrer christlichen Nachbarschaft brutal ermordet. Nur wenige Jahre später entstand in der Stadt erneut eine jüdische Gemeinde. Nach 1400 hielt die christliche Mehrheit die jüdischen Familien für entbehrlich, weil sich das Geldwesen veränderte und die bislang geschätzten Vorzüge des jüdischen Geldverleihs nicht länger gefragt waren.

„Van den Yoden“ erinnert an eine von gesellschaftlichen wie religiösen Konflikten geprägte Phase des Nebeneinanders von christlicher Mehrheitsgesellschaft und jüdischer Minderheit in Osnabrück. Sie währte knapp zwei Jahrhunderte (ca. 1260 bis 1430). Die Ausstellung, das Begleitprogramm und der reich bebilderte Ausstellungspublikation ermöglichen einen vergleichenden historischen Rückblick vor dem Hintergrund der aktuellen bundesdeutschen Gesellschaft, die durch ihre kulturelle und religiöse Vielfalt geprägt ist. Zudem bedarf es angesichts des nach wie vor bestehenden Antisemitismus öffentlicher Räume für eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Wurzeln und Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Die Ausstellung zeigt anhand ausgewählter wertvoller historischer Originalexponate des Spätmittelalters, die bislang noch nie gemeinsam in einer Präsentation gezeigt worden sind, die Geschichte der jüdischen Gemeinde im mittelalterlichen Osnabrück in ihren wesentlichen Phasen.

Sonderausstellung: Michaela Melián. Osnabrücker Gesänge: Rosi Ève Hélène (5. Juni 2026 – Mai 2027), Eröffnung: 4. Juni 2026, 18 Uhr

Die Künstlerin und Musikerin Michaela Melián richtet den Blick auf Themen wie Emigration, Flucht, Vertreibung. Ihre multimedialen Installationen verknüpfen Geschichten, die mit Orten, Objekten oder Biografien verbunden sind, mit gesellschaftlichen Fragen. Sie erschafft dabei vielschichtige, sinnlich erfahrbare Räume.

Im Felix-Nussbaum-Haus entsteht im Rahmen der Reihe „Gegenwärtig. Zeitgenössische Kunst begegnet Felix Nussbaum“ eine Welt aus Klangskulpturen und Projektionen, die Vergangenheit und Gegenwart, Kunst und Gesellschaft auf besondere Weise verbindet. Meliáns Arbeiten regen dazu an, über Sichtbarkeit, Machtverhältnisse und Erinnerung nachzudenken – sie verzichten auf klare Botschaften und betonen stattdessen die Vielschichtigkeit und Komplexität ihrer Themen.

Für die Ausstellung entwickelt Michaela Melián eine Installation, die aus der Auseinandersetzung mit den Texten der französischen Philosophin und Schriftstellerin Hélène Cixous (1937 in Algerien geboren) entstanden ist. Cixous‘ Familie stammt aus Osnabrück und war mit Felix Nussbaum und seiner Familie bekannt.

Eve Cixous – Hélènes Mutter – ist als Eva Klein in Osnabrück aufgewachsen. Ihre Mutter – Hélènes Großmutter – heißt Rosi Klein, geborene Jonas. Die Familie Jonas hatte ihr Geschäftshaus am Nicolaiort 2 in Osnabrück. Eve, ihre Schwester Eri und Rosi konnten in den 1930er Jahren aus Deutschland entkommen, im Gegensatz zu vielen weiteren Familienmitgliedern, die in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern ermordet wurden.

Die familiären Erfahrungen der Flucht und des Exils sind prägend für das Schreiben der feministischen Denkerin Cixous. Inspiriert von diesen Texten, wie zuletzt veröffentlicht in „Osnabrück“ (2017/2018) und „Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem“ (2018) entsteht eine mehrstimmige Komposition, in der Frauenstimmen in verschiedenen Sprachen und Akzenten die Grenzen des Nationalen überschreiten.

Michaela Melián (*1956, München) ist Künstlerin und Musikerin. Sie ist Mitgründerin der Band F.S.K. und war bis 2023 Professorin für zeitbezogene Medien an der Hochschule für Bildende Künste (HfbK) in Hamburg. Ihre Arbeiten waren in den vergangenen Jahren unter anderem ausgestellt im Lenbachhaus München/Deutschland; in der Fundació Juan Miró Barcelona/Spanien; Kunsthal Rotterdam/Niederlande; Deichtorhallen Hamburg; Staatsgalerie Stuttgart/Deutschland; Kunsthalle Mannheim/Deutschland; Lentos Museum Linz/Österreich; Cubitt London/Vereinigtes Königreich; Ludlow New York; NY/USA und im The War and Women’s Human Rights Museum in Seoul/Südkorea. 2010 hat sie im Auftrag der Stadt München „Memory Loops“, ein akustisches Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus, realisiert. Für ihre Arbeiten wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter den Hörspielpreis der Kriegsblinden (2006), den Kunstpreis der Stadt München (2010), den Grimme Online Award Spezial (2011), den Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg (2018) und den Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Bremen (2018).

Sonderausstellung: Kunstpreis Osnabrück (27. September 2026 – 21. Februar 2027)

Ziel des Kunstpreises ist es, eine regelmäßige öffentliche Plattform für regionales zeitgenössisches Kunstschaffen einzurichten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Wettbewerb soll überzeugende künstlerische Potenziale der Region entdecken, fördern und die Kunst in der Region stärken.

Die Jury, zusammengesetzt aus Vertreterinnen von Museen, Kunstvereinen und Kunstwissenschaft, nominiert bis zu 15 Künstlerinnen und Künstler, die in einer Ausstellung im Kulturgeschichtlichen Museum des Museumsquartiers Osnabrück vorgestellt wurden. Aus dem Kreis der Nominierten wählt die Jury den Haupt- und des Förderpreises.

Alle in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück wohnhaften Künstlerinnen und Künstler, die in den Gattungen Malerei, Grafik, Fotografie und visuelle Medien arbeiten, können sich bis zum 31. März 2026 bewerben. Der Lebensmittelpunkt muss sich im Landkreis Osnabrück bzw. in der Stadt befinden. Es bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich der Nationalität und des Alters der Bewerberinnen und Bewerber. Die eingereichten Werke müssen in den letzten drei Jahren entstanden sein.

Sonderausstellung: Felix Nussbaum – Maskeraden (22. November 2026 – 4. April 2027), Eröffnung: 22. November 2026, 11:30 Uhr

Das Ausstellungsprojekt widmet sich einem zentralen Thema im Werk von Felix Nussbaum (1904–1944): der Maske. Zum ersten Mal wird dieses Motiv, das sich durch alle Schaffensphasen des Künstlers zieht, umfassend untersucht. Nussbaums Maskendarstellungen werden dabei künstlerischen Positionen seiner Zeit gegenübergestellt, darunter Otto Dix, Lea Grundig, Karl Hofer, Alexander Kanoldt und Emil Nolde.

Masken, Grimassen und Verkleidungen spielen in Nussbaums Bildern eine besondere Rolle. Sie sind Mittel der künstlerischen Selbstreflektion in Zeiten persönlicher, gesellschaftlicher und politischer Unsicherheit und Bedrohung. Als Objekt der Tarnung und Verstellung, des Rollenspiels und der Suche nach der Wahrheit hinter der Maskerade griff Nussbaum vor allem während seiner Zeit im belgischen Exil ab 1935 auf das Motiv zurück.

Mit Leihgaben aus dem In- und Ausland sowie Werken aus der eigenen Sammlung schließt die Ausstellung eine Lücke in der Nussbaum-Forschung. Um zugleich die Aktualität des Themas im Hinblick auf „Maske“ und Identitätsbildung in Zeiten gesellschaftlichen und politischen Wandels deutlich zu machen, widmen sich Begleitpublikation und Vermittlungsangebot weiterführenden kulturellen, soziologischen und psychologischen Fragen. Auf diese Weise wird deutlich, wie aktuell Nussbaums Fragen nach Identität, der eigenen Rolle, von Schutz, Sicherheit und Freiheit bis heute sind.

Kunsthalle Osnabrück: Jahresthema „Raumordnung“

Vom 27. Juni 2026 bis zum 21. Februar 2027 wird die Kunsthalle Osnabrück ein umfangreiches Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm zum Jahresthema „Raumordnung“ realisieren. Das Programm untersucht die ästhetischen, sozialen und politischen Dimensionen von Raum: öffentlich, privat oder imaginär. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Räume strukturiert sind, wer sie nutzen darf und wie sie durch künstlerische Praktiken neu verhandelbar werden.

Im Zentrum stehen die fünf Kunstschaffenden Aleen Solari, Lena Marie Emrich, Julia Miorin, Andrea Pichl und Simone C Niquille, die jeweils ortsspezifische Arbeiten zwischen der Kunsthalle Osnabrück und dem Stadtraum entwickeln werden. Mit den Mitteln der Kunst und Kunstvermittlung behandelt das Programm Fragen wie: Was sagt die Gestaltung von Räumen über uns aus? Wie wirkt die Architektur einer Stadt auf unser soziales Gefüge? Wie kann die Kunst Spielräume schaffen, Denkmuster neu zu sortieren?

Das Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm „Raumordnung” denkt die Kunsthalle Osnabrück als ein offenes System inmitten der Stadt. Es entsteht ein vielfältiges Programm, das die lokalen Geschichten und Realitäten der Besuchenden involviert. Zwischen Straßenecke und Kirchenschiff wird Raum als Möglichkeitsform verhandelt: kollektiv, konstruktiv, körperlich.

Einzelausstellung im Kirchenschiff; Aleen Solari (27. Juni 2026 bis 11. Oktober 2026), Eröffnung: 27. Juni 2026

Die Künstlerin und Malerin Aleen Solari versteht Malerei als „Anstifterin“ für Dialoge. Mit ihren Bildern schafft sie Räume und Installationen, wobei die Besuchenden in Farbwelten, Leinwände und malerische Objekte eintauchen. Dabei verbindet sie oft Malerei mit Popkultur und sozialen Gruppen wie Fußballfans. Diese Themenfelder stehen für sie in Kontrast zum elitären, veralteten Habitus von Malerei. Sie möchte die Grenzen zwischen den Welten durchbrechen und Kunst als Gemeinschaftsbildung etablieren. Vor diesem Hintergrund wird Aleen Solari in einer neukonzipierten Installation für das Kirchenschiff der Kunsthalle Osnabrück den sozialen Räumen einer Stadt nachspüren und für die Besuchenden künstlerisch, performativ neu erlebbar machen: Vereinsheim, Kneipe, Marktplatz oder Spielhalle.

Einzelausstellung im Kreuzgang; Lena Marie Emrich (27. Juni 2026 bis 11. Oktober 2026), Eröffnung: 27. Juni 2026

Lena Marie Emrich untersucht architektonische Übergangszonen als sensible Gefüge urbaner Erfahrung. Ausgehend von ihrer Recherche in Venedig zu funktionalen Architekturelementen wie der „Pissabraga“, untersucht sie, wie unscheinbare architektonische Eingriffe Wahrnehmung lenken und den Umgang mit Nähe, Körperlichkeit und gemeinschaftlich genutztem Raum regulieren.

Für ihre Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück entwickelt Emrich eine neue Werkgruppe, die an ihre Arbeit „The Darkest Corners“ anknüpft und diese in eine veränderte räumliche und atmosphärische Situation überführt. Im Fokus stehen korridorartige Räume als Orte des Innehaltens, der Begegnung und einer zärtlichen Form von Aufmerksamkeit. Entstehen werden Arbeiten für den Kreuzgang der Kunsthalle Osnabrück sowie für den öffentlichen Raum.

Einzelausstellung im Innenhof; Julia Miorin (27. Juni 2026 bis 11. Oktober 2026), Eröffnung: 27. Juni 2026

In Zusammenarbeit mit Menschen aus Osnabrück verwandelte die Künstlerin und Bildhauerin Julia Miorin 2024 den Neubau der Kunsthalle Osnabrück in einen vielfältigen Vermittlungs- und Veranstaltungsraum. Dabei hat sie sich von Szenen des öffentlichen Raums inspirieren lassen wie dem Kiosk, der Wiese oder Garagen. Viele der Möbel sind beweglich und werden zu immer neuen Konstellationen durch die Besuchenden verschoben.

Dieses Spiel von Raum, Dialog und Aushandlungen wird Julia Miorin 2026 auf den Innenhof der Kunsthalle Osnabrück übertragen. Dort entsteht ein künstlerisches Spielbrett – eine begehbare Skulptur, die als Ort für pädagogische Angebote, performative Formate und öffentliche Veranstaltungen im Sommer dient. Mit Fokus auf eine starke lokale Anbindung sollen Institutionen, Gruppen, Vereine, Kollektive wie auch Kunstschaffende und ihre Arbeit sichtbar gemacht und die kreative Zusammenarbeit gestärkt werden.

Einzelausstellung im Kirchenschiff; Andrea Pichl (7. November 2026 bis 21. Februar 2027), Eröffnung: 7. November 2026

Andrea Pichl erforscht in ihrer künstlerischen Arbeit Spuren politischer Geschichte in Architektur und Alltagsobjekten, mit Fokus auf die DDR und ihre Verflechtungen mit der BRD. Anlässlich des 40. Jubiläums des Osnabrücker Planetariums am Museum am Schölerberg widmet sie sich dessen kaum bekannter Ost-West-Geschichte: Die Kuppel stammt vom renommierten Bauingenieur Ulrich Müther aus Binz und der Projektor vom VEB Carl Zeiss Jena. Das Planetarium war somit ein Devisengeschäft zwischen der DDR und der BRD. In Kooperation mit dem Museum am Schölerberg der Stadt Osnabrück wird Andrea Pichl im Kirchenschiff der Kunsthalle Osnabrück eine neue Installation im Spannungsfeld zwischen ihren bisherigen künstlerischen Arbeiten und der Osnabrücker Geschichte konzipieren.

Einzelausstellung im Kreuzgang und Foyer; Simone C Niquille (7. November 2026 bis 21. Februar 2027), Eröffnung: 7. November 2026

In ihrer künstlerischen Praxis hinterfragt Simone C Niquille, wie digitale Technologien der KI, z.B. Computer Vision oder maschinelles Lernen, unsere Vorstellungen von Körper, Raum und Identität prägen. Niquille untersucht digitalisierte Gegenstände im Raum, die nie neutral, sondern stellvertretend für menschliche Normen, Vorurteile und Machtverhältnisse sind.

Für den Kreuzgang und Innenhof der Kunsthalle Osnabrück wird Simone C Niquille einen Parcours aus Video-Arbeiten entwickeln, die das Verhältnis von Körper und Raum in unserer digitalen Gesellschaft untersuchen. Sie zeigen, wie technologische Systeme den Körper vermessen, klassifizieren und standardisieren und damit tief in unsere Lebensrealität eingreifen.


 
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