Vom 28. Juni bis zum 11. Juli verwandelt sich Osnabrück erneut in ein Zentrum globaler Musikbegegnungen. Mit einem eindrucksvollen Programm kehrt das Morgenland Festival Osnabrück zurück und läutet zugleich eine neue Ära ein. Nach 20 Jahren unter der Künstlerischen Leitung von Festivalgründer Michael Dreyer übernimmt der syrische Klarinettist und Komponist Kinan Azmeh (Titelbild) als Gastkurator die kreative Verantwortung.
Neue Perspektive fürs Festival
Azmeh, in Damaskus geboren und in New York lebend, bringt seine Perspektive als Grenzgänger zwischen den Kulturen ein. Für ihn steht das diesjährige Festival im Zeichen von Künstlerinnen und Künstlern, die sich in mehreren Identitäten zu Hause fühlen. Die 21. Ausgabe des Festivals vereint Musik, die spielerisch und mühelos kulturelle, geografische und stilistische Grenzen überwindet.
Auftakt mit NDR Elbphilharmonie Orchester
Gleich zum Auftakt am 29. Juni wartet das Festival mit einem musikalischen Großereignis auf: Das NDR Elbphilharmonie Orchester spielt unter der Leitung von Alan Gilbert gemeinsam mit Star-Cellist Yo-Yo Ma und Kamancheh-Meister Kayhan Kalhor das neue Doppelkonzert „Venus in the Mirror“ – eine Festivalauftragsarbeit zum 20-jährigen Jubiläum.
Auch das weitere Programm beeindruckt mit klanglicher Vielfalt und internationalen Größen: Das elektro-akustische Trio Dawn of Midi, der Grammy-prämierte Violinist Johnny Gandelsman, das New Yorker Quartett Brooklyn Rider sowie der Oud-Virtuose Issam Rafea im Duo mit Saxofonistin Asya Fateyeva setzen musikalische Akzente.
Abwechslungsreiches Programm
Zudem ist der 94-jährige Kontrabassist François Rabbath, eine lebende Legende der Musikszene, im Gespräch mit Kinan Azmeh und auf der Bühne zu erleben. Weitere Highlights liefern unter anderem die libanesische Geigerin Layale Chaker, der sri-lankisch-kanadische Pianist Dinuk Wijeratne, die palästinensische Musikerin Christine Zayed, der Jazzpianist Tarek Yamani, das Cello-Oktett Amsterdam und viele mehr.
Der in Brooklyn lebende Komponist Erdem Helvacioglu entwickelt zusammen mit dem Osnabrücker Jugendchor ein neues Werk, das europäische Chormusik mit elektronischen Klanglandschaften zwischen Istanbul und New York verbindet.
Den Abschluss des Festivals am 11. Juli bildet ein außergewöhnliches Konzert von Rami Khalifé und Francesco Tristano. Zwei Flügel stehen sich gegenüber und entfalten ein Zusammenspiel aus Klang, Raum und Bewegung – Musik als sinnliches Erlebnis in Bild und Ton.
Hier gibt’s Tickets
Begleitend zu den Konzerten bietet das Festival ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Künstlergesprächen und partizipativen Formaten. Das Morgenland Festival Osnabrück 2025 findet vom 28. Juni bis 11. Juli statt. Karten sind erhältlich unter www.morgenland-festival.com, bei der Osnabrücker Tourist-Information sowie an der Abendkasse.
