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Christian Streich mit bösen Erinnerungen an die Bremer Brücke – VfL will mutig auftreten

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Fehlende Torgefahr, ärgerliche Punktverluste, unglückliches 0:0-Unentschieden gegen den Hallescher FC – all das wird, wenn der Bundesligist SC Freiburg am Dienstagabend im DFB-Pokal an der Bremer Brücke gastiert, für einen Moment lang in Vergessenheit geraten.

Ab 20:45 Uhr hat der VfL Osnabrück die Möglichkeit, die „Magie der Bremer Brücke“ ein weiteres Mal aufflammen zu lassen. Zwar kommt nicht der FC Bayern München oder die Borussia aus Dortmund, aber der SC Freiburg hat den beiden Spitzenteams der Bundesliga eines voraus – die Breisgauer sind nach neun Liga- und einer Pokalpartie die einzige noch ungeschlagene Bundesligamannschaft in dieser Saison. Doch auch eine weitere Serie hält bei den Freiburgern derzeit noch an: Seit der Saison 2017/18 konnte man die zweite Runde im DFB-Pokal nicht mehr überstehen – was den deutschlandweit beliebten SC-Trainer Christian Streich zwar „brutal nervt“, aus Osnabrücker Sicht aber natürlich genauso weitergehen darf.

Dennoch ist die Ausgangslage klar: Der ungeschlagene Bundesliga-Dritte ist im Gastspiel beim Vierten der dritten Liga klar favorisiert und strotzt inzwischen vor Selbstbewusstsein wie Angreifer Vincenzo Grifo nach dem jüngsten Bundesliga-Erfolg über den VfL Wolfsburg (2:0) bewies: „Es macht Spaß auf dem Platz zu stehen. Wir sind in einer sehr guten Verfassung.“

Streichs böse Erinnerungen

Dass man an der Bremer Brücke aber auch verlieren kann, weiß derweil Grifos Trainer Christian Streich, der im Achtelfinal-Rückspiel der Deutschen A-Jugendmeisterschaft im Jahr 1983 vor immerhin rund 2.600 Zuschauern an der Bremer Brücke einst eine bittere 1:5-Pleite einstecken musste. Die Bremer Brücke hat der 56-Jährige dennoch aus vergangenen Zweitligapartien als Freiburger Co-Trainer in bester Erinnerung behalten: „Da bin ich immer gerne hingegangen, weil man wusste: Da brennt die Hütte!“

Und auch die Osnabrücker Erinnerungen an den SC Freiburg sind nicht allzu schlecht. Zwar setzte es im letzten Aufeinandertreffen am 19. Spieltag der Zweitligasaison 2008/09 eine 1:4-Niederlage in Freiburg, im Hinspiel an der Bremer Brücke konnte man allerdings immerhin ein 2:2 ergattern. Unter den VfL-Torschützen damals ein gewisser Thomas Reichenberger, der heutige SC-Trainer Streich war zu dem Zeitpunkt noch Co der von Robin Dutt gecoachten Freiburger. Am Ende stieg der VfL in der Relegation ab, der SC Freiburg als Meister auf. Insgesamt gewannen die Lila-Weißen von bisher 24 direkten Duellen sieben bei weiteren sieben Unentschieden und zehn Niederlagen.

Scherning erwartet „brutal gute Mannschaft“

Mittlerweile ist der SC Freiburg ein etabliertes Bundesligamitglied während der VfL weiter zwischen Liga zwei und drei hin- und herpendelt. Dass am Dienstagabend eine „brutal gute Mannschaft“ zu Gast sein wird, weiß auch VfL-Coach Daniel Scherning: „Wenn man ihre Spiele sieht, dann muss man sagen, dass ihre Punkte und die Tatsache, dass sie ungeschlagen sind, nicht von ungefähr kommen. Es kommt so mit die beste Mannschaft in Deutschland zu uns.“ Dennoch sei im „Highlight-Spiel“ „vieles möglich“.

Verstecken will sich auch Abwehrmann Timo Beermann nicht, der zum Zeitpunkt des letzten Aufeinandertreffens der DFB-Pokalgegner noch in der U-19 des VfL Osnabrück kickte: „Wir wollen mutig sein und die Zuschauer voll auf unsere Seite ziehen und das geht nicht, wenn wir einfach nur hinten drin stehen.“ Trainer Scherning schloss sich dem an, rechnet mit Phasen, in denen seine Mannschaft hoch verteidigen werde, aber auch mit Phasen, in denen man tiefer stehen müsse.

Mit Blick auf den vergangenen Pokalsieg gegen den Bundesliga-Absteiger Werder Bremen rechnet sich der VfL-Coach auch gegen Freiburg Chancen auf ein Weiterkommen aus: „Es geht morgen darum, eine Runde weiterzukommen im DFB-Pokal. Und natürlich sind wir die Mannschaft, die in der dritten Liga zuhause ist, und der Gegner ist ein Top-Bundesligist, aber in einem Spiel, wenn wir richtig gut spielen, wird auch alles möglich sein.“

Pokalsensationen kann der VfL

Dass an der Bremer Brücke immer etwas geht, hat der VfL nicht erst einmal bewiesen: Ob Werder Bremen in dieser oder der HSV und Borussia Dortmund in vergangenen Saisons – schon so einige Favoriten scheiterten an der Bremer Brücke und deren „Magie“. An einen besonders denkwürdigen Abend dürften sich vermutlich überwiegend die etwas älteren Leserinnen und Leser gut erinnern: 1978 scheiterte, wenn auch im Münchner Olympiastadion, sogar schon mal der FC Bayern am VfL Osnabrück. Eine Sensations-Wiederholung gegen den SC Freiburg ist am Dienstagabend absolut erwünscht.

Maurice Guss
Maurice Guss ist seit dem Herbst 2019, erst als Praktikant und inzwischen als fester Mitarbeiter, für die Redaktion der HASEPOST unterwegs.

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