Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat den Kauf von 35 US-Kampfjets vom Typ F-35 durch die Bundeswehr kritisiert. Er stellt die Abhängigkeit Deutschlands von den USA in Frage und fordert eine Überprüfung der bestehenden Verträge. Laut Bundesverteidigungsministerium sind die Einsatzbereitschaft der Systeme und die Interessen der internationalen Nutzergemeinschaft jedoch gesichert.
Kritik an Abhängigkeit von den USA
Roderich Kiesewetter (CDU) äußerte im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe) Bedenken über die Abhängigkeit Deutschlands von den USA im Hinblick auf die F-35-Kampfjets. „Die F-35 ist ein System, das wesentlich von den USA kontrolliert“, sagte er und verwies auf das Missionsplanungssystem, das elektronische Netzwerk und die technische Wartung. Er warnte davor, dass die USA theoretisch die Möglichkeit hätten, die F-35 für Deutschland und andere Nutzer unbrauchbar zu machen.
Forderung nach Vertragsüberprüfung
Angesichts dieser Bedenken fordert Kiesewetter Deutschland auf, „bestehende Verträge mit den USA zu überprüfen“. Zudem betonte er die Notwendigkeit, sich nach Alternativen umzusehen, um im Falle einer Beendigung der nuklearen Teilhabe durch die USA vorbereitet zu sein.
Verteidigungsministerium widerspricht
Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums entgegnete gegenüber der Zeitung, dass in den Vertragsabstimmungen mit verschiedenen Ländern und Herstellern „stets berücksichtigt“ werde, dass die Einsatzbereitschaft der Systeme und somit der Bundeswehr gewährleistet ist. Zudem sei die F-35 ein multinationales Rüstungsprojekt, bei dem wesentliche Teile „ausschließlich außerhalb der USA gefertigt“ würden. Das Projekt werde von insgesamt 20 Nationen genutzt, die ein großes Interesse an einem verlässlichen und effektiven Betrieb der F-35 und einer erfolgreichen Fortsetzung des Programms haben.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .