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Bürgerstiftung Osnabrück wünscht sich ein Fahrzeug für die Straßenambulanz

Die Bürgerstiftung Osnabrück feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen – und stellt ihr Jubiläum ganz in den Dienst derer, die oft vergessen werden: wohnungslose und obdachlose Menschen. Bei einem Pressetermin am Dienstag (27. Mai) stellte die Stiftung ein ambitioniertes Projekt vor, das die medizinische Versorgung auf der Straße revolutionieren könnte: Eine mobile Ambulanz für Menschen ohne festen Wohnsitz.

Medizinische Hilfe, wo sie gebraucht wird

„Wir möchten eine medizinische Straßenambulanz etablieren – direkt vor Ort, für Menschen, die sonst durch jedes Raster fallen“, erklärte die Vorsitzende Ulrike Burghardt. Der Plan: Ein Kleintransporter mit medizinischer Ausstattung, betrieben von einem Team aus ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften, soll regelmäßig an verschiedenen Orten in Osnabrück Halt machen, um dort kostenlose medizinische Grundversorgung anzubieten.

„Wohnungslose und Obdachlose haben keinen festen Arzt, aber sie haben gesundheitliche Probleme. Und sie brauchen Hilfe“, so Dr. Cornelia Völckers, die das Projekt als ehrenamtliche Ärztin seit zwei Jahren unterstützt. Sie fügte hinzu: „Ich bin sehr gespannt, aber auch optimistisch, dass wir weitere Ärztinnen und Ärzte finden.“

Spendenziel: 50.000 Euro – und medizinisches Personal gesucht

Damit das Straßenmobil Realität wird, ruft die Stiftung zu Spenden auf: 50.000 Euro werden mindestens benötigt, um den Transporter mit der nötigen Ausstattung anzuschaffen. Zusätzlich werden Sachspenden sowie engagierte Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte gesucht, die sich zwei- bis dreimal pro Woche vormittags in den Dienst der guten Sache stellen.

Das Vorhaben ist angesichts der Lage in Osnabrück dringlicher denn je: Über 600 Menschen leben hier ohne eigenen Mietvertrag – sie schlafen bei Bekannten, Freunden oder in Notunterkünften. 140 Personen gelten offiziell als obdachlos und schlafen auf der Straße. Die Zahlen steigen, darunter immer mehr Frauen – die älteste Betroffene ist 81 Jahre alt.

Hilfe, die bewegt – wortwörtlich

Das geplante Straßenmobil soll mehr sein als ein Arztzimmer auf Rädern – es ist ein Zeichen dafür, dass niemand übersehen werden darf. Ein Symbol für Menschlichkeit, genau dort, wo sie am nötigsten ist. Die Bürgerstiftung hofft, das Projekt im Jahr 2026 realisieren zu können – dazu müssen jetzt aber zunächst einmal Spenden eingeworben werden.


 
Dominik Lapp
Dominik Lapp
Dominik Lapp ist seit 2023 Redaktionsleiter der HASEPOST. Der ausgebildete Journalist und Verlagskaufmann mit Zusatzqualifikation als Medienberater, Social-Media- und Eventmanager war zuvor unter anderem als freier Reporter für die Osnabrücker Nachrichten, die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt sowie als Redakteur beim Stadtmagazin The New Insider und als freier Autor für verschiedene Kultur-Fachmagazine tätig. Seine größte Leidenschaft gilt dem Theater, insbesondere dem Musical und der Oper, worüber er auch regelmäßig auf kulturfeder.de berichtet.
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