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Bürger sind keine „Frösche“: BOB kritisiert Wortwahl von Osnabrücks Stadtbaurat

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(Archivbild) Stadtbaurat Frank Otte an der Kreuzung Bremer Straße/Gartlager Weg bei der Vorstellung des neuen Ampelsystems für das indirekte Linksabbiegen / Foto: Groenewold

Der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) kritisiert den Vergleich von Stadtbaurat Frank Otte in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (StUA). Dieser hatte Bürgerinnen und Bürger mit Fröschen und die Parkplätze am Wall mit einem Teich verglichen.

Stadtbaurat Frank Otte hatte bei der Vorstellung von Ad-hoc-Maßnahmen für den Wallring – konkret 80 Parkplätze weniger am Osnabrücker Wall – auf den Vorschlag von BOB-Ratsfrau Kerstin Meyer-Leive, die betroffenen Anwohner in die Planung miteinzubeziehen, mit einem schwierigen Vergleich reagiert. „Information ja, Diskussion nein. Wenn man einen Teich trockenlegen will, fragt man ja auch nicht vorher die Frösche. Da müssen wir durch“, so Otte.

BOB-Ratsfraktionsvorsitzender Levin Bosche bezeichnet die Wortwahl des Stadtbaurats als unpassend: „Osnabrücker Bürger sind keine Amphibien und der Wallring ist kein Teich.“ Bei dieser Wortwahl zeige sich „mal wieder der heimliche Wunschtraum des Stadtbaurats, und das ist die komplette Verbannung des Autoverkehrs aus der Innenstadt“. Anders könne man laut Bosche die Bezeichnung „trockenlegen“ nicht interpretieren. „Die Sorgen und Nöte der Bürger interessieren ihn dagegen eher weniger, dabei sollten die vor allem bei Umbaumaßnahmen an erster Stelle stehen.“

Chaos bei der Verkehrsplanung

Doch nicht nur die Formulierung stört Bosche, auch die Vorschläge für die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf dem Wallring seien nicht zielführend: „Das Chaos bei der Verkehrsplanung in Osnabrück geht in die nächste Runde. Der Stadtbaurat hinterlässt auch am Wall einen Flickenteppich. Wo bleibt ein tragfähiges ganzheitliches Verkehrskonzept, das schon seit Jahren von Frank Otte vollmundig angekündigt wird?“ Insbesondere stört sich Bosche daran, dass nicht annähernd geklärt sei, wie die wegfallenden Stellplätze ersetzt werden sollen. „Denn die Autos bleiben, das Parken und das Be- und Entladen wird sich in Nebenstraßen verlagern und dort für Probleme sorgen. Und der Kostenfaktor bleibt auch erst mal außen vor. Dabei sollte Frank Otte wissen, dass daran schon so manche seiner großen Pläne gescheitert sind“, so der BOB-Fraktionsvorsitzende abschließend.

PM
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