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„Ach, das war hier?“ Das Osnabrücker Friedensbuch zeigt, was Osnabrück ausmacht

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Susanne Schoon (mO. links), Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und Silke Brickwedde vor der Rathaustür mit der berühmten Klinke, die auf dem Titel des Osnabrücker Friedensbuches abgebildet ist. Foto: Ina Krüer

Warum heißt Osnabrück eigentlich „die Friedensstadt“? Und was macht Osnabrück aus? Das „Osnabrücker Friedensbuch“ richtet sich an alle, die auf unterhaltsame Art erfahren möchten, warum Osnabrück „Friedensstadt“ ist und wie der Friedensgedanke auch heute noch in der Stadt gelebt wird.

„Personen, die nach Osnabrück kommen, fragen sich wahrscheinlich, was Osnabrück alles zu bieten hat. Manchmal werde ich auch von Osnabrückerinnen und Osnabrückern gefragt, warum sich die Stadt ,die Friedensstadt´ nennt“, sagt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter: natürlich wegen des Westfälischen Friedens und wegen Erich Maria Remarque und Felix Nussbaum. Auf insgesamt 112 Seiten berichtet das Friedensbuch unter anderem von diesem diplomatischen Meisterwerk und den beiden Künstlern.

Frieden in der Stadt

Das Buch erzählt ebenfalls davon, wie „friedensbewegt“ Osnabrück auch heute noch ist. „Die Stadt Osnabrück ruht sich nicht auf den großen Namen der Friedenstadt aus“, betont Pötter. Und führt aus: „Frieden ist nicht selbstverständlich. Um das zu sehen, muss man heute nur die Nachrichten verfolgen. Der Westfälische Frieden hat aber gezeigt: Wer sich streitet, kann auch wieder Frieden schließen.“ Westfälischer Friede, Remarque und Nussbaum seien zwar schwere Themen, „trotzdem kommen auch die schönen Aspekte im Buch vor: Das Steckenpferdreiten, die fröhlichen und bunten Feste oder auch die Steckenpferdreiter-Ampel an der Alten Münze.“

Osnabrücker Friedensbuch als Gemeinschaftsarbeit

Bücher über Osnabrück gibt es viele, ein „Friedensbuch“ ist etwas Neues. „Zum einen ist das Buch ein guter Überblick über das, was die Friedensstadt ausmacht und warum der Name passt“, sagt Silke Brickwedde, Redakteurin im Referat Medien. „Zum anderen ist es ein Buch, das Spaß macht zu lesen und das sich nicht ausschließlich an Historiker und Literaturfreunde richtet.“ Susanne Schoon von der Marketing Osnabrück (mO.) fügt hinzu: „Uns waren nicht nur die Texte wichtig, sondern auch die Bilder. In dem hochwertigen Buch gibt es viel zu entdecken.“ Es ist eine Gemeinschaftsarbeit des Referates Medien mit der mO..

„Ach, das war hier?“

Das Buch startet mit einem Text von Alexander Menden, Journalist bei der Süddeutschen Zeitung, der von London direkt nach Osnabrück gezogen ist. Menden erzählt von seinen Osnabrücker Aha-Effekten, die er bei der Beschäftigung mit der Stadthistorie oftmals hatte. „Ein bisschen stolz sind wir ebenfalls auf das Interview mit Christian Wulff und Hans-Jürgen Fip“, erzählt Brickwedde. Der ehemalige Bundespräsident und der Oberbürgermeister a.D. sprechen über Majestäten, aber auch über berühmt gewordene Sätze. Der Architekt Daniel Libeskind berichtet im Interview darüber, wie er aus Zufall auf den Namen Nussbaum gestoßen sei und wie er den Bau des Museums erlebt habe.

Einfach reinhören

Moderator und Sprecher Ludger Abeln hat eine Auswahl der Texte zum Nachhören eingesprochen. Als Beigabe gibt es eine fröhliche Illustration des Steckenpferdreitens zum Herausnehmen, entworfen von der bekannten Kinderbuch-Illustratorin Regina Kehn.

Das Osnabrücker Friedensbuch ist in der Tourist-Information, Bierstraße 22-23, erhältlich und in den Osnabrücker Buchhandlungen. “In meinen Augen ist es auch ein tolles Weihnachtsgeschenk. Im kommenden Jahr wird eine zweite Auflage rauskommen“, sagt Schoon.

Ina Krüer
Ina Krüer ist seit dem Herbst 2021 im Team der HASEPOST und unterstützt uns als Praktikantin.
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