Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future Osnabrück geht erneut auf die Straße – oder vielmehr auf die Räder. Am Sonntag, den 16. März 2025, veranstaltet die Gruppe eine große Fahrraddemo gegen den geplanten Ausbau der A33-Nord. Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern eine umweltfreundliche Verkehrswende und kritisieren die aktuellen politischen Entscheidungen scharf.
Widerstand gegen den Autobahnausbau
Mit der Wahl des neuen Bundestages hofft Fridays for Future, die Verkehrspolitik in eine nachhaltigere Richtung lenken zu können. „Wir sagen klar und deutlich: Stoppt den Ausbau der A33-Nord und organisiert eine klima- und sozialgerechte Verkehrswende!“, heißt es in ihrem Aufruf. Besonders das Wahlergebnis in Osnabrück bestärkt die Bewegung in ihrer Forderung.
Während die FDP, die den Bau der Autobahn unterstützte, aus dem Bundestag flog, erreichten SPD, Grüne und Linke zusammen eine absolute Mehrheit in der Stadt. Die Klimaschützer leiten daraus ab, dass die Menschen in Osnabrück eine Verkehrswende wünschen – weg von neuen Autobahnen, hin zu mehr nachhaltiger Mobilität.
200 Millionen Euro für Radwege statt Asphalt
Die A33-Nord würde über 200 Millionen Euro kosten. Geld, das laut Fridays for Future in den Ausbau des Radverkehrs weitaus sinnvoller investiert wäre. „Mit dieser Summe könnte der Radentscheid in Osnabrück gleich zweimal umgesetzt werden“, argumentiert die Gruppe.
Fahrraddemo am 16. März
Um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen, rufen die Aktivistinnen und Aktivisten zur großen Fahrraddemo auf. Startpunkt ist um 13:00 Uhr auf dem Platz des 17. Juni in Osnabrück. Die Route führt unter anderem über die Bremer Straße, die A33 und die Mindener Straße, bevor sie um 15:20 Uhr wieder am Ausgangspunkt endet.
Kritik an Oberbürgermeisterin Pötter
Für besondere Empörung sorgt eine aktuelle Aussage von Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Sie hatte argumentiert, der Ausbau der A33-Nord könne die Radverkehrssicherheit auf dem Wallring verbessern. Fridays for Future kontert: „Eine Autobahn zum Wohle der Radfahrenden – absurder geht es kaum!“
Die Gruppe wirft Pötter zudem vor, in der Verkehrspolitik versagt zu haben. Statt für bessere Radwege einzutreten, stelle sie sich hinter die Industrie- und Handelskammer und unterstütze den Autobahnausbau. „Sie verspricht viel, aber hält nichts!“, kritisiert Umweltaktivist Florian Fox.