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50 Millionen Euro in zehn Jahren: Das Bistum Osnabrück muss sparen

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Blick auf den Osnabrücker Dom. / Foto: Ina Krüer

Überall muss gespart werden – das gilt auch für das Bistum Osnabrück. Auf einem Pressetermin am heutigen Freitag, den 21. Januar, stellten Vertreterinnen und Vertreter den Kurs für die nächsten zehn Jahre vor, der auf der letzten Klausurtagung beschlossen wurde. Es sollen 50 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 eingespart werden. Fast die Hälfte dieser Summe will das Bistum beim Personal sparen; allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen.

„Ich habe schon an etwa 25 Bistumsklausuren teilgenommen, aber diese hier war mit Abstand die intensivste und herausforderndste“, betont Bischof Franz-Josef Bode. Man müsse nun erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Finanzen des Bistums wieder ins Lot zu bringen. Dafür soll in allen Bereichen, aber nicht überall gleich stark, gespart werden.

Ermutigen statt entmutigen

Den größten Baustein sieht das Bistum bei den Personalkosten: rund 23.400.000 Millionen der geplanten 50 Millionen sollen hier eingespart werden. Auch bei Schulen und Kitas sind Kürzungen geplant. Der Bischof betont aber: „Wir bleiben überall engagiert und wollen besonders die Gemeinden vor Ort stärken und nichts kaputt sparen. Die Menschen sollen ermutigt und nicht entmutigt werden.“ Wichtig sei ihm auch, dass die Investitionen in die Seelsorgearbeit weiterhin stattfänden. Das Bistum bleibe bei seinem Grundsatz „Gott und den Menschen nahe“. Für den Haushalt 2022 sind insgesamt 190,4 Millionen Euro veranschlagt. Bischof Bode ist sich sicher: „Mit diesen Plänen sind wir zukunftssicher aufgestellt, trotz der Erschütterungen die wir täglich erfahren.“

Übrigens: Das Bistum zahlte bisher an 46 Opfer sexuellen Missbrauchs eine Gesamtsumme von rund 295.000 Euro aus, von denen 75.000 Euro aus den Taschen der Täter stammen. Das sind durchschnittlich 6.413 Euro pro Person.

Sophie Scherler
Sophie Scherler ist seit März 2018 Redakteurin bei der Hasepost, zwischenzeitlich absolvierte Sophie Scherler erfolgreich ein Volontariat bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Seit Herbst 2021 ist sie wieder angestelltes Mitglied unserer Redaktion.
 

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