Angesichts hoher Holzvorräte in deutschen Wäldern fordert der Waldbesitzerverband AGDW eine deutliche Ausweitung der Holznutzung. Verbandspräsident Andreas Bitter warnt vor steigenden Risiken durch Stürme, Dürre und Schädlinge und sieht in einer Reduzierung der Vorräte einen wichtigen Beitrag zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel.
Waldbesitzerverband warnt vor Risiken hoher Holzvorräte
Der Präsident des Waldbesitzerverbandes AGDW, Andreas Bitter, hat vor den Gefahren überhöhter Holzvorräte in deutschen Wäldern gewarnt und zu verstärkten Fällungen aufgerufen. „Das Anlegen großer Vorräte mag bei Lebensmitteln sinnvoll erscheinen, im Wald bergen sie große Risiken“, sagte Bitter der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).
Bitter verwies darauf, dass derzeit „viel weniger Holz geerntet“ werde, „als nachhaltig nutzbar wäre“. Im Bundesschnitt erreiche der Holzvorrat rund 335 Kubikmeter pro Hektar, das seien 85 Prozent mehr als der EU-Durchschnitt. Daraus ergebe sich ein vermehrtes Risiko gegenüber Stürmen, Dürre und Schädlingen. „Wer Wälder an den Klimawandel anpassen will, muss daher überhöhte Vorräte abbauen“, sagte der Präsident der „Rheinischen Post“. Überdies seien aktuell die Voraussetzungen für die Holzvermarktung vielerorts günstig.
Waldumbau und Klimaschutzbewertung
Zugleich betonte Bitter, dass der Waldumbau hin zu klimastabilen Beständen bereits laufe. „Auf die Fläche gesehen binden junge, wachsende Bestände deutlich mehr Kohlendioxid als alte Wälder.“ Bei der Klimaschutzbewertung des Waldes müssten daher künftig der Holzzuwachs und die Holznutzung stärker berücksichtigt werden, sagte Bitter der „Rheinischen Post“.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .