Die frühere Linken- und BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht plädiert für eine grundlegende Reform des Rentensystems, um Menschen in körperlich belastenden Berufen einen abschlagsfreien Ruhestand ab dem 60. Lebensjahr zu ermöglichen. Besonders Pflegekräfte und Beschäftigte in handwerklichen Berufen sollen nach ihren Vorstellungen früher und ohne Einbußen in Rente gehen können. Wagenknecht knüpft ihre Forderungen an das Ziel, soziale Ungleichheiten zu verringern und den Fachkräftemangel in bestimmten Branchen zu entschärfen.
Frühere Rente für Pflegekräfte und Handwerksberufe
Die frühere Linken- und BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht fordert laut „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Dienstagsausgabe) eine grundlegende Reform des Rentensystems, um Menschen in körperlich belastenden Berufen einen abschlagsfreien Ruhestand ab dem 60. Lebensjahr zu ermöglichen. Die Politikerin sprach sich explizit für Sonderregelungen in der Pflege und anderen handwerklichen Berufen aus. „Zum Beispiel sollten Pflegekräfte ab 60 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können, wenn sie dies wünschen“, sagte Wagenknecht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Reaktion auf Personalnotstand und Fachkräftemangel
Wagenknecht sieht in der von ihr geforderten Reform zugleich ein Instrument gegen den Personalnotstand in der Pflege. „Eine Rente mit 60 für alle Pflegekräfte würde die Attraktivität des Berufes deutlich erhöhen und wäre daher ein wichtiger Beitrag, um den Fachkräftemangel in Heimen und Kliniken zu beheben“, erklärte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Ihre Forderung weitete sie zudem auf alle Arbeitnehmer aus, die über Jahrzehnte hinweg hoher physischer Belastung ausgesetzt waren. „Deshalb brauchen wir eine Debatte über die Einführung einer Rente ab 60 nach 40 Jahren körperlich harter Arbeit“, so die BSW-Gründerin in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Hinweis auf soziale Ungleichheit im Rentensystem
Zur Begründung verwies Wagenknecht auf soziale Ungleichheit innerhalb des aktuellen Rentensystems. „Wer in Deutschland sein Leben lang körperlich hart arbeitet, wird in der Regel schlechter bezahlt und hat eine niedrigere Lebenserwartung als der Durchschnitt der Bevölkerung und sollte daher wenigstens in der Rente besser gestellt werden“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Nach ihren Angaben würden aktuell viele Beschäftigte in der Pflege zwar vorzeitig in den Ruhestand gehen, da sie die Arbeit physisch nicht mehr bewältigen könnten, würden dafür aber „mit besonders miserablen Renten bestraft“.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .