Das Ziel, zu den besten 40 Mannschaften in Deutschland zu gehören wurde von der Geschäftsführung des VfL Osnabrück aufgegeben. Ab der Saison 2018/19 wird der Verein keine Dauerkarten mehr in der Westkurve verkaufen. Dies und viele andere Maßnahmen wurden auf Grund der finanziellen Lage beschlossen.

Nach einer sehr schlechten Saison kann und muss die Geschäftsführung des VfL Osnabrück umdenken. Der Platz 17, der auch nur erreicht werden konnte, weil der Chemnitzer FC Insolvenz anmelden musste und somit automatisch ausschied, ist nicht nur eine Enttäuschung aus spielerischer Sicht, sondern vor allem auch aus finanzieller. Ohne Spielertransfers und ohne die Einnahmen aus dem DFB-Pokal entgehen dem VfL Osnabrück hohe Summen. „Wir werden nur noch das Geld ausgeben, dass wir auch gesichert einnehmen“ sagte Geschäftsführer Jürgen Wehlend. Dies sei auch das Ende der bisherigen Top-40 Strategie des VfL, in einer Pressemitteilung sprach der Verein von „Wunschdenken“. Die 2. Liga bliebe aber das Ziel, das in Zukunft erreicht werden solle.

Orientierung am Machbaren

Bereits im Frühjahr 2017 hatte der VfL ein „Kostensenkungsprogramm“ beschlossen und im Sommer erste Veränderungen vorgenommen. „Wir orientieren uns dabei nicht mehr am Möglichen, sondern nur noch am Machbaren“ erklärte der Geschäftsführer. Trotzdem soll es sportlich in Zukunft wieder aufwärts gehen und mit der Einstellung von Sportdirektor Benjamin Schmedes im Dezember 2017 seien hierfür die Weichen gestellt worden, heißt es in der Pressemitteilung. Der Kader muss mit Hilfe des Chef-Trainers Daniel Thioune komplett umgestellt werden.

Weitere Veränderungen geplant

Da die Westtribüne im Ligaalltag nur zwischen 20-30% ausgelastet ist, werden dort in der kommenden Saison keine Dauerkarten mehr verkauft (Verkauf beginnt am 04. Juni). Wer aktuell Inhaber einer solchen ist, soll seine Karte 1:1 gegen eine andere Stehplatzkarte auf Ost und Affenfelsen, oder eine Sitzplatzkarte auf der Nord- oder Südtribüne tauschen können. Für Derbys oder Spitzenspiele soll die Tribüne aber geöffnet bleiben.


Eine positive Veränderung soll es auf Seiten der Einlasskontrolle geben. Die Situation soll durch elektronische Überprüfung der Karten schneller vonstattengehen und dem Missbrauch von Ermäßigungen vorbeugen. Außerdem ziehen die „VfL Kids“ in den Block E um, wo es bessere Zugänge zu sanitären Anlagen gibt und ein „familiengerechtes“ Rahmenprogramm leichter machbar sein soll.