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Totalausfall der Stadtbusse in Osnabrück Anfang Januar sorgt für Kritik: Was sagen die Stadtwerke?

📍Ort des Geschehens: Osnabrück (Gesamtstadt)

Wegen der extremen Witterungsverhältnissen fiel der komplette Stadtbusverkehr am 10. Januar ganztägig aus. Währenddessen gab es im Landkreis aber ein Busangebot mit Einschränkungen. Somit stellt sich die Frage, wieso ein ähnliches Prinzip nicht auch für die Stadtbusse möglich gewesen wäre.

Wieso es zum Ausfall kam

Am 9. und 10. Januar kam es zu extremen Glättefällen in ganz Osnabrück. Im Landkreis kam es dadurch zeitweise zu Linienkürzungen, geänderten Linienwegen und teilweise auch zu Ausfällen, während in Osnabrück ab dem Abend des 9. Januar vollständiger Stillstand herrschte.

„Der Wintereinbruch mit Schnee, Eis und flächendeckender Glätte stellte den Busverkehr im Stadtgebiet vor extreme Herausforderungen“, teilte uns der Pressesprecher der Stadtwerke Osnabrück, Sebastian Philipp, auf Anfrage mit. „Die Entscheidung, den Betrieb zeitweise vollständig einzustellen, wurde nicht leichtfertig getroffen, sondern ausschließlich aus Sicherheitsgründen – zum Schutz unserer Fahrgäste, unserer Fahrerinnen und Fahrer sowie aller anderen Verkehrsteilnehmenden.“

Kritik am Busausfall

Ein Totalausfall sei nicht zumutbar, vor allem für Menschen, die dringend auf Busse angewiesen sind, kritisiert dagegen die Initiative Pro Stadtbus Osnabrück (PSO), der Öffentliche Nahverkehr sei Teil der Daseinsvorsorge und der wichtigste Baustein der städtischen Mobilität. Daher sollte bei Extremwetterlagen abgewägt werden, ob und welche Alternativen statt eines Totalausfalls möglich sind.

Die PSO zeigt Verständnis für die schwierige Lage der Stadtwerke, bei Extremwetterlagen über die Fortführung des Fahrbetriebs zu entscheiden, um weiterhin die Sicherheit aller Beteiligten gewährleisten zu können. Dennoch sei eine flexible und schnelle Reaktion erforderlich gewesen. Die Initiative erwartet daher künftig sorgfältig ausgearbeitete Notfahrpläne, die die Mobilität der Menschen in der Stadt so gut wie möglich sicherstellen sollen.

Was die Stadtwerke dazu sagen

Laut der Stadtwerke werden die Vorwürfe der PSO der tatsächlichen Lage, der Komplexität der Situation und dem Einsatz der Mitarbeitenden nicht gerecht. In Bezug auf den Regionalverkehr erklärt Philipp: „Während viele Regionallinien auf direktem Weg über Hauptverkehrsachsen in die Innenstadt fahren, bedienen Stadtbuslinien ein dichtes Netz aus Nebenstraßen, Wohngebieten und Stadtrandlagen.“ Diese Straßen, Haltestellen und Endwenden könnten durch die Wetterverhältnisse im Vergleich zum regionalen Busverkehr nicht verkehrsbereit gehalten werden.

Maßnahmen, um einen weiteren Totalausfall zu verhindern

Die Stadtwerke überprüfen nun, was beim nächsten Mal verbessert werden könnte, damit ihr Angebot so weit wie möglich stabil, sicher und verlässlich bleibt. „Sicherheit und Verantwortung werden dabei immer Vorrang vor symbolischer Betriebsbereitschaft haben“, betont der Sprecher. Und immerhin: Seit dem 10. Januar musste der Busverkehr trotz  weiterer Tage mit glatten Straßenverhältnissen nicht mehr komplett eingestellt werden.


 
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