Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch sobald ein Umzug ansteht oder ein Standortwechsel nötig wird, zeigt sich, wie anspruchsvoll ihr Transport wirklich ist. Ein unbedachter Handgriff oder fehlende Vorbereitung kann teure Schäden verursachen. Wer sorgfältig plant und die wichtigsten Sicherheitsaspekte beachtet, schützt nicht nur seine Geräte, sondern auch das eigene Zuhause und seine Gesundheit.
Gründliche Vorbereitung schafft Sicherheit
Ein erfolgreicher Transport beginnt nicht erst beim Heben der Geräte, sondern bereits bei der Planung. Zunächst sollten alle Geräte vollständig vom Strom getrennt, entleert und von losen Teilen befreit werden. Bei der Waschmaschine ist es wichtig, sämtliches Restwasser aus der Trommel und den Schläuchen abzulassen. Schubladen, Blenden und herausnehmbare Fächer werden am besten separat in weichen Materialien wie Decken oder Luftpolsterfolie verpackt, damit sie nicht beschädigt werden oder im Gerät herumrutschen. Eine kleine Checkliste hilft dabei, kein Detail zu vergessen und alles Zubehör ordentlich zu verstauen.
Auch der äußere Schutz der Geräte sollte nicht vernachlässigt werden. Besonders anfällige Stellen wie Kanten, Türen oder Bedienelemente sollten zusätzlich mit Schaumstoff, Kantenschonern oder alten Decken gesichert werden. Diese Maßnahmen erfordern nur wenig Zeit und verhindern effektiv Kratzer, Dellen oder Glasbruch. Wer eine Waschmaschine transportieren möchte, sollte darüber hinaus auf eine ganz besondere Vorsichtsmaßnahme achten: Die Transportsicherung der Trommel. Ohne diese Sicherung, meist in Form stabiler Bolzen, kann sich die Trommel während des Transports lösen und schwere Schäden im Inneren verursachen. Wer die Originalteile nicht mehr besitzt, kann passende Sicherungselemente meist problemlos beim Hersteller oder im Fachhandel nachbestellen. Beim Tragen selbst sollte die Maschine ausschließlich an den stabilen Seitenflächen angefasst werden. Das Bullauge und die Tür sind dafür nicht geeignet, da sie unter Belastung leicht brechen oder sich verziehen können.
Organisation und Teamarbeit erleichtern den Ablauf
Der Weg vom alten zum neuen Standort ist oft genauso herausfordernd wie das Heben selbst. Deshalb lohnt es sich, den Transportweg im Voraus zu inspizieren. Gibt es schmale Türrahmen, enge Treppen oder verwinkelte Flure? Dann sollten diese Hindernisse frühzeitig berücksichtigt werden. Manchmal hilft es schon, Türen auszuhängen oder Möbel vorübergehend zur Seite zu stellen, um mehr Bewegungsfreiheit zu schaffen. Tragehilfen wie Möbelroller, Transportwagen oder Tragegurte können ebenfalls helfen, schwere Geräte sicher zu bewegen, ohne sich selbst zu überlasten.

Auch die Zusammenarbeit im Team spielt eine Rolle. Gute Kommunikation ist entscheidend, besonders wenn Geräte wie Kühlschränke durch schmale Gänge oder über mehrere Etagen bewegt werden müssen. Vor dem Tragen sollte festgelegt werden, wer das Gerät führt, wer sichert und wer im Notfall unterstützend eingreift. Klare, einfache Kommandos sorgen dafür, dass alle Beteiligten koordiniert vorgehen und spontane Richtungswechsel oder Missverständnisse vermieden werden.
Ein Kühlschrank verlangt beim Transport besondere Sorgfalt. Wer einen Kühlschrank transportieren möchte, muss sicherstellen, dass das Gerät durchgehend in aufrechter Position bleibt. Der Grund liegt im Kältemittel, das im Inneren zirkuliert. Gerät der Kühlschrank in eine Schräglage oder wird sogar liegend transportiert, kann das Kühlmittel in den Kompressor zurückfließen und dort Schäden anrichten. Nach dem Transport ist es daher wichtig, das Gerät mehrere Stunden ruhen zu lassen, bevor es wieder eingeschaltet wird. Mindestens vier bis sechs Stunden sollten eingeplant werden, damit sich die Kühlflüssigkeit im System setzen kann und die empfindlichen Bauteile keinen Schaden nehmen.
Typische Fehler und wie man sie vermeidet
Auch mit guter Vorbereitung passieren manchmal Fehler. Wer sich nicht auskennt oder unter Zeitdruck steht, macht häufig vermeidbare Patzer. Ein klassisches Beispiel ist das sofortige Anschließen eines Kühlschranks nach dem Transport. Viele vergessen, dass das Gerät erst eine Ruhezeit benötigt, bevor es wieder in Betrieb genommen werden kann. Bei der Waschmaschine wiederum wird häufig auf die Transportsicherung verzichtet, weil sie entweder nicht zur Hand ist oder die Notwendigkeit unterschätzt wird.
Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, schwere Geräte ohne geeignete Hilfsmittel oder allein zu tragen. Selbst wenn man denkt, nur kurz über den Flur gehen zu müssen, kann ein unerwarteter Rutsch oder ein Stolperer zu erheblichen Schäden führen. Handschuhe mit Rutschschutz, Schuhe mit fester Sohle und das richtige Heben aus den Beinen heraus sorgen für mehr Sicherheit.
Wer sich vorab informiert, seine Geräte sorgfältig vorbereitet und auf Zusammenarbeit sowie Hilfsmittel setzt, schafft die besten Voraussetzungen für einen reibungslosen, sicheren Transport. So gelingt nicht nur der Umzug ohne Zwischenfälle – auch Waschmaschine und Kühlschrank funktionieren danach einwandfrei und zuverlässig weiter.
