Der vor knapp zwei Wochen am 5. April geborene Stachelschweinnachwuchs im Zoo Osnabrück ist leider verstorben. Heute Morgen fanden die Tierpfleger das tote Jungtier im Stall.

„Wir sind alle sehr traurig, dass das Stachelschwein unerwartet verstorben ist. Bislang hat es sich sehr gut entwickelt, war aktiv und hat regelmäßig bei seiner Mutter getrunken“, berichtet Andreas Wulftange, Biologe und Kurator im Zoo Osnabrück. Es habe auch schon ein bisschen an der festen Nahrung der Eltern geknabbert und Vater und Mutter passten gut auf ihren Sprössling auf.

Stachelschweine
Die kleine Stachelschwein-Familie (Foto: Hanna Rickert)

Mittwochmorgen tot im Stroh


Der Zoo hatte sich sehr über den ersten Nachwuchs bei den Stachelschweinen nach vier Jahren gefreut. Der kleine Spike, wie das Stachelschwein auf Besucheranregung genannt wurde, hatte sich zu einem besonderen Liebling unter den Mitarbeitern entwickelt. „Leider passiert es im Tierreich, insbesondere auch in der Wildbahn, dass nicht alle Jungtiere die ersten Wochen überleben. Hier im Zoo können wir ja sogar in Notfällen noch zufüttern oder tierärztlich behandeln, aber manchmal können auch wir gar nichts tun – wie in diesem Fall, wo es keine Auffälligkeiten gab. Das ist auch für uns immer traurig“, erläutert Wulftange.

Das Tier lag Mittwochmorgen tot im Stroh, eine Ursache für den plötzlichen Tod war nicht erkennbar.

Wissenswertes zu Weißschwanz-Stachelschweinen (Hystrix indica)

Weißschwanz-Stachelschweine gehören zu den größten Nagetieren. Sie leben in der Türkei, dem östlichen Mittelmeerraum, Zentralasien, Indien, Nepal und der Volksrepublik China. Stachelschweine ernähren sich von Pflanzenknollen, Wurzeln, Baumrinde und Früchten. Sie erreichen eine Körperlänge von rund 60 bis 90 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 13 bis 23 Kilogramm. Nach einer Tragzeit von 90 Tagen bringen Stachelschweine ein bis vier Jungtiere zur Welt.