Die SPD im Bund verlangt von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) umfassende Informationen zu seinem Verhalten während des massiven Stromausfalls in der Hauptstadt. Insbesondere geht es um Wegners Umgang mit dem Tag des Beginns des Blackouts und um den Umgang mit möglichen russischen Spuren im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz.
SPD dringt auf lückenlose Aufklärung
Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese forderte in der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe) eine klare und vollständige Darstellung von Wegners Verhalten. „Kai Wegner muss sich kritische Fragen gefallen lassen“, sagte Wiese der Zeitung. Dies sei vor allem deshalb nötig, „weil er nur scheibchenweise einräumt, wie er den Tag des Stromausfallbeginns verbracht hat“.
„Lückenlose Aufklärung ist nun dringend geboten“, betonte Wiese in der „Rheinischen Post“. Der SPD-Politiker verwies in diesem Zusammenhang zudem auf den früheren SPD-Bundeskanzler und Hamburger Innensenator Helmut Schmidt. „Helmut Schmidt hat bei der Hamburger Flut seinerzeit richtig angepackt. Sein entschlossenes Handeln für Menschen in Not ist mein Maßstab“, sagte Wiese der „Rheinischen Post“.
Vergleich mit Helmut Schmidt und Fragen nach möglichem Russland-Bezug
Neben der Kritik an Wegners Verhalten während des Stromausfalls richtete Wiese den Blick auch auf die Hintergründe des Anschlags auf das Berliner Stromnetz. Zugleich forderte er Aufklärung „in Bezug auf mögliche Spuren mit russischem Hintergrund hinsichtlich des Anschlags auf das Berliner Stromnetz“, wie er der „Rheinischen Post“ sagte.
Wegners Verhalten am Tag des Blackouts
Kai Wegner, der auch CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September ist, hatte am Mittwoch eingeräumt, dass er am vergangenen Samstag wenige Stunden nach Beginn des Blackouts Tennis gespielt hat.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .