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Soziale Träger kritisieren geplante Bevorzugung des Wehrdienstes

Die Pläne für eine attraktivere Ausgestaltung des Wehrdienstes stoßen bei sozialen Trägern auf Kritik. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa fordert, zivile Freiwilligendienste nicht zu benachteiligen und alle Angebote gleichwertig zu behandeln. Sie plädiert für ein Freiwilligendienstestärkungsgesetz und einen Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst.

Kritik an geplanter Solderhöhung für Wehrdienst

Die vom Verteidigungsministerium geplante Solderhöhung für den Wehrdienst sorgt bei sozialen Organisationen für Unmut. Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Caritasverbands, äußerte sich gegenüber dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe) kritisch: „Herr Pistorius vergisst die zivilen Freiwilligendienste“, sagte Welskop-Deffaa. Sie sprach sich dafür aus, dass der Wehrdienst nicht auf Kosten der Freiwilligendienste attraktiver werden dürfe: „Der Wehrdienst kann und darf nicht gegen die Freiwilligendienste attraktiv werden, sondern mit ihnen gemeinsam.“ Dies, so Welskop-Deffaa, solle im Sinne einer gleichwertigen Behandlung aller Engagementformen geschehen.

Gleichwertigkeit aller Freiwilligendienste gefordert

Nach Ansicht von Eva Welskop-Deffaa müssen junge Menschen die Wahlfreiheit zwischen einem freiwilligen Dienst an der Waffe, freiwilligem Zivilschutz sowie einem klassischen Freiwilligenjahr haben. „Alle drei Dienste müssen als gleichwertig beworben und gleichberechtigt ausgestaltet werden.“ Zudem fordert sie, die Dienste „gleich zu honorieren“. Der neue freiwillige Wehrdienst benötige laut Welskop-Deffaa „unverzüglich eine gute Flankierung in einem Freiwilligendienstestärkungsgesetz“, das sowohl einen „Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst für alle“ als auch die „Übernahme der Taschengeld- und Soldzahlungen durch die öffentliche Hand“ festschreibt.

Potenzial zur Verdopplung der Freiwilligen

Derzeit leisten nach Angaben von Eva Welskop-Deffaa rund 100.000 junge Menschen nach dem Schulabschluss einen Freiwilligendienst. „Diese Zahl ließe sich nach unseren Einschätzungen leicht verdoppeln und mit ihr die Zahl der Freiwilligen im Wehrdienst“, erklärte sie gegenüber dem „Tagesspiegel“. Voraussetzung hierfür sei, dass „die Wehrpflicht als Auffanglösung nicht gebraucht wird, sondern das schwedische Modell eines Freiwilligen Gesellschaftsjahrs erfolgreich umgesetzt wird“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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