“Sei vorsichtig was du Dir wünscht”, ist ein guter Rat, den nicht nur Politiker beherzigen sollten. Ob Volker Bajus, Fraktionsvorsitzender der Stadtrat-Grünen daran gedacht hatte, als er in der vergangenen Woche Fahrverbote für Dieselfahrzeuge als “einzig wirksame Sofortmaßnahme” bezeichnete?

Es waren natürlich ausschließlich private Diesel-PKW, für die der Verkehrsexperte der Osnabrücker Grünen ein Fahrverbot ins Spiel brachte. Aber es sind bei weitem nicht nur Privatautos, die für einen erheblichen Schadstoffausstoß in der Osnabrücker Innenstadt sorgen. Und hier kommt die Weisheit mit den Wünschen, die man sich gut überlegen sollte, ins Spiel.  Es gibt ein aktuelles Gutachten der Stadtwerke über den Schadstoffausstoß ihrer Diesel-Busflotte. Als Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke ist der Grünen-Politiker mit dafür verantwortlich, dass dieses Gutachten in der Schublade bleibt und vorerst nicht veröffentlicht wird.


[Update 01.03.; 16:25]
Nach Veröffentlichung haben wir von Stadtwerkesprecher Marco Hörmeyer noch eine Ergänzung erhalten. Er sieht sich falsch verstanden und möchte den Aufsichtsrat aus der Verantwortung nehmen. Dass die tatsächlich bereits vorliegenden Daten noch nicht veröffentlicht wurden, läge vor allem daran, so Hörmeyer, dass sie noch nicht entsprechend aufbereitet werden konnten. Es ist jedoch richtig, dass die Ergebnisse der Messungen vor einer breiten Veröffentlichung erst Gegenstand interner Beratungen sein sollen.
Der Stadtwerkesprecher zum Status und zu den nächsten Schritten: “Wir haben seit dem vergangenen Herbst sehr umfangreiches Datenmaterial zu den gemessenen Busabgasen vorliegen. Wir werten die sehr technischen Daten derzeit aus, um die Ergebnisse nachvollziehbar und aussagekräftig zu machen. Parallel haben wir uns über das Fraunhofer-Institut renommierte Hersteller für Bus-Nachrüstsysteme nennen lassen. Unser Ziel ist es, verschiedene Nachrüstsysteme zu testen und diese wiederum messen zu lassen, um letztendlich gemeinsam mit dem Aufsichtsrat das weitere Vorgehen zu beschließen.”


Johannisstraße umgehend für Diesel-Fahrzeuge sperren?

Dr. Fritz Brickwedde, Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion, meldete sich vergangenen Freitag mit einer kurzen Wortmeldung über Facebook zum Thema. Vielleicht ging diese Wortmeldung über das Karnevalwochenende unter oder die politische Konkurrenz wollte davon auch ganz bewusst nicht Kenntnis nehmen.
Der Unionspolitiker erinnerte daran,  dass nur in fünf von 270 untersuchten Straßenabschnitten in Osnabrück eine Überschreitung der Stickoxid-Grenzwerte besteht. Eines dieser fünf fraglichen Straßenstücke hat es allerdings in sich: Es ist ausgerechnet die Johannisstraße, die als Pseudo-Fußgängerzone täglich mehrere hundert Bus-Bewegungen verzeichnet. Hier stinkt es offenbar gewaltig, und nicht der Feinstaub ist das Problem, sondern das von den Dieselmotoren der Busse emittierte Stickoxid – ausgerechnet in einer als Fußgängerzone ausgewiesenen Straße.

Warum wird Abgasgutachten zurückgehalten?

Wie genau es um den Schadstoffausstoß der Stadtwerke-Busflotte steht, wurde im vergangenen August in Zusammenarbeit mit dem TÜV untersucht.
Eine kleinere fünfstellige Summe investierten die Stadtwerke in die Messfahrten. Stadtbaurat Frank Otte erhoffte sich bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes seinerzeit “verlässliche Daten zu den realen Emissionen der Busse.”

Dr. Stephan Rolfes und Stadtbaurat Frank Otte bei der Vorstellung der geplanten Abgasmessungen im August 2016.
Dr. Stephan Rolfes und Stadtbaurat Frank Otte bei der Vorstellung der geplanten Abgasmessungen im August 2016.

Der Stadtbaurat ging bei der Vorstellung der Messfahrzeuge – vor über einem halben Jahr – davon aus, dass die Ergebnisse bereits im Spätherbst Jahres vorliegen werden. Frank Otte meinte: Spätherbst 2016!
Wie unsere Redaktion von Stadtwerkesprecher Marco Hörmeyer erfuhr, liegt die Auswertung der im Sommer vom TÜV ermittelten Ergebnisse inzwischen tatsächlich vor.

Vorstand und Aufsichtsrat der Stadtwerke haben sich allerdings intern verständigt, diese Ergebnisse vorerst nicht öffentlich zu machen. Der Grüne Volker Bajus ist ebenso wie Fritz Brickwedde Mitglied des Aufsichtsgremiums der Stadtwerke.  Gemeinsam könnten beide dafür sorgen, dass die Ergebnisse der Schadstoffmessungen, so wie vom Stadtbaurat ursprünglich im August angekündigt, zeitnah der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

84 KOMMENTARE

  1. Als Bürger Wähler und Kunde der Stadtwerke fordere ich eine sofortige Offenlegung des Gutachtens. Hier sieht man doch wieder das Grüne nur Popolisten sind mehr nicht.

  2. Warum schafft man keine Entzerrrung in dem man die Leute am Rosenplatz umsteigen lässt wo sich 3 Hauptlinien trennen, warum müssen die 3 Linien alle hintereinader die Johannisstr. befahren?

    • der begrenzten Kapazität kann man begegnen wenn die in einem kleinerem Takt fahren, es dürften dennoch weniger sein. Und weniger attraktiv muß es dadurch auch nicht werden wenn es gut organisiert ist.

  3. Ein Unding, dass solche Information der Öffentlichkeit überhaupt vorenthalten werden! Ist mir, ehrlich gesagt, auch völlig Schnuppe, welche vermeintlichen Gründe die politischen Vertreter für eine solche Mauschelei aus dem Hut zaubern… Bei einem solchen Vorgehen muss man sich nicht wundern, dass in der Öffentlichkeit der Verdacht aufkommt, es soll womöglich etwas vertuscht werden und somit das Vertrauen in die hiesige Politik noch mehr schwindet! 🙁

    • Die brauchen also ein dreiviertel Jahr zur “Aufarbeitung” der Daten von ein paar Tagen? Und wollen sich JETZT erst aber vorher noch über Nachrüstsysteme informieren???
      Das ist nur Hinhaltetaktik, bis der Neumarkt in trockenen Tüchern ist. Lasst euch nicht für Doof verkaufen! Die Messung am Neumarkt WÄHREND der Sperrung hatte doch schon gezeigt, dass trotz Aussperren der PKW die Belastung kaum zurück ging, Und immer noch über den zulässigen Grenzen lagen. Und das NUR durch die Busse und “pupsende” Fußgänger!
      Aber Osnabrück hat es verdient, so verarscht zu werden. Die haben ja dieselben Parteien ja wiedergewählt. Also haben die auch nichts anderes verdient. Trump zeigt : Je größer die Lüge, desto mehr sind bereit, ihr zu glauben….

  4. Warum denn immer dieser Fokus auf Volker Bajus und die Grünen? Wenn ich mich nicht täusche, sitzt Herr Griesert dem Aufsichtsrat der Stadtwerke sogar vor. Werfen Sie ihm auch vor, dass er das Gutachten vertuschen möchte?

  5. Ich habe schon mehrfach nach den Ergebnissen der in der NOZ groß angekündigten Messergebnisse gefragt. Komischerweise ist die NOZ selbst auf meine Anregungen nicht eingegangen. Warum eigentlich?

  6. Ach ja- die Grünen. Bajus, Otte und Co spielen doch seltsame Spiele. Die sind in Osnabrück längst überfällig. Kann man die nicht einfach rausschmeissen?

  7. Was bedeutet das verheimlichen eigentlich im Umkehrschluss. Folgendes muss ich doch annehmen: die Werte sind so unterirdisch, so das alle Argumente für das nutzen des öffentlichen Nahverkehrs dahin sind. Die Neumarktsperrung ist nicht mehr mit Schadstoffvermeidung zu.begründen. insofern sich sogar herausstellt, das die Schadstoffe höher sind als diejenigen, die vom privaten Verkehr verursacht werden, oh je, jede Image Kampagne dahin. Nun, es wäre besser gewesen, man hätte die Ergebnisse veröffentlicht und nach Lösungen gesucht, anstatt heimlich so zu tun, als gäbe es ihn nicht…..nach dem Motto, erinnert sich doch eh keiner dran.

  8. Dann hätte man ja keinen Grund mehr die Leute mit Diesel Fahrzeugen den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben und sie aus der Stadt zu verbannen. Die noz schreibt eh nur das was die Politiker in Osnabrück hören wollen oder hat sie schon mal die SPD oder den Oberbürgermeister kritisiert

    • Das kann ich nicht einschätzen. Aber vielleicht erwähnen Sie in Ihren Artikeln zukünftig einfach, woher die Informationen stammen. Das fehlt bei den Anschuldigungen gegen den Vorstand und den Aufsichtsrat bisher.

    • Lars Brendler Na klar, damit man dann gegen den vermeintlichen Verräter vorgehen kann, oder wie? Ein guter Journalist muss seine Quellen auch schützen.

    • Lars Brendler wie naiv sind Sie eigentlich…….der das öffentlich gemacht würde sofort entlassen………Entlassungsgrund: veröffentlichen von Betriebsgeheimnissen…..oder sind Sie beauftrag worden das heraus zu finden damit man den Schuldigen die Beine lang ziehen kann

    • Peter Hendrik Stoffels Ich erkläre noch einmal nur für Sie, was ich meine: In unserer postfaktischen Zeit sollten Behauptungen mehr denn je belegt werden. Wenn man Quellen nutzt, die nicht genannt werden möchten, ist das vollkommen in Ordnung. In diesem Fall schreibt man beispielsweise, dass die Informationen aus Unternehmenskreisen stammen. Damit schützt man seine Quelle, aber auch die Story als solche.

    • Mal eben ein wenig runterkommen bitte!
      Hier geht es weder um “Verräter” noch “gefälschte Gutachten” etc, sondern schlicht darum, dass die Ergebnisse der Messfahrten vom Sommer inzwischen bekannt sein sollten und es nach unseren Informationen eine interne Absprache gibt, dass diese Daten vorerst nur intern behandelt werden – nicht mehr und nicht weniger.

      Alles andere ist wirklich postfaktische Fantasie!

  9. Ich hätte da auch eine Frage, die nicht zu beantworten ist. Warum nennt man Volker Bajus einen Verkehrsexperten der Osnabrücker Grünen? 😀

  10. natürlich müssen sie erst ausgewertet, GESCHÖNT; werden damit es wieder für die Regenbogenfraktion passt und sie den Autofahrer weiter drangsalieren können…….OS muss doch kaputt zu kriegen sein……..wir machen alles damit bei uns keiner mehr was einkaufen kann

  11. Der Dieselmotor ist nur ein sehr kleiner Teil des Problems: “Autoabgase sind kein Feinstaub: Fünf Fakten aus Stuttgart:
    * Aufwirbelungen: Der meiste Feinstaub ist schon vor den Autos in der Stadt, er entsteht in der Industrie und beim Heizen. Fahren wirbelt ihn auf – unabhängig vom Motorprinzip.
    * Autoabgase mit wenig Feinstaub: Laut DEKRA stammen nur sechs Prozent des Feinstaubs an der kritischen Messstelle Stuttgarter Neckartor aus Autoabgasen.
    * Benziner schlimmer als Diesel:Dieselfahrzeuge stoßen immer weniger Feinstaub aus (Partikelfilter), moderne Benziner immer mehr.
    * Abrieb: Den meisten Feinstaub erzeugen Autos durch Bremsen und Reifenabrieb. Zusammen mit Wiederaufwirbelung stammen davon etwa 84 Prozent. Selbst Elektroautos sorgen für nahezu genausoviel Feinstaub wie autos mit Verbrennungsmotor; nur beim Bremsstaub sind sie besser, weil sie mehr durch Rekuperation verzögern.
    * Das Fazit: Nur 31 Prozent des in Stuttgart gemessenen Feinstaubs erzeugt der Autoverkehr, nicht die Abgase. Also: endlich auch die anderen Ursachen bekämpfen!”

    https://www.google.de/amp/www.auto-motor-und-sport.de/news/fahrverbot-diesel-stuttgart-2018-feinstaub-nox-11824276.html/amp/

  12. Die Stadtwerke sind eben ein Wirtschaftsunternehmen! Durch Umrüstung der vorhandenen Busse steigen die Einnahmen nicht, aber die Umrüstung kostet wohl eine ganze Menge Geld. Da macht es wirtschaftlich schon Sinn das ganze möglichst weit hinauszuzögern. Und der Satz ” Unser Ziel ist es, verschiedene Nachrüstsysteme zu testen und diese wiederum messen zu lassen,” läßt ja auch nicht gerade darauf schließen, dass es den Stadtwerken mit der neuen Erkenntnis nun darauf ankommt möglichst schnell die Emissionen zu verringern.

  13. Grundsätzlich sollte so etwas generell öffentlich gemacht werden und die Allgemeinheit ein Mitspracherecht haben, und nicht nur ein paar wichtige Personen die eh nur an ihr eigenes Wohl und Image denken. Denn hier läuft so einiges falsch an diversen Stellen in unserer Stadt ,und damit meine auch unsere Stadt und nicht die der Sesselpfurtzer

  14. Die brauchen also ein dreiviertel Jahr zur “Aufarbeitung” der Daten von ein paar Tagen? Und wollen sich JETZT erst aber vorher noch über Nachrüstsysteme informieren???
    Das ist nur Hinhaltetaktik, bis der Neumarkt in trockenen Tüchern ist. Lasst euch nicht für Doof verkaufen! Die Messung am Neumarkt WÄHREND der Sperrung hatte doch schon gezeigt, dass trotz Aussperren der PKW die Belastung kaum zurück ging, Und immer noch über den zulässigen Grenzen lagen. Und das NUR durch die Busse und “pupsende” Fußgänger!
    Aber Osnabrück hat es verdient, so verarscht zu werden. Die haben ja dieselben Parteien ja wiedergewählt. Also haben die auch nichts anderes verdient. Trump zeigt : Je größer die Lüge, desto mehr sind bereit, ihr zu glauben….

  15. Eins ist ziemlich sicher: lies sich mit dem Schadstoffgutachten eine Besserstellung des ÖPNV in Osnabrück belegen, dann wären diese Ergebnisse schon lange von den Regenbogenkoalitionären veröffentlicht worden. Ein durchschnittlich besetzter Bus schickt pro Passagier (!!) 0,48, ein durchschnittlich besetzer PKW 0,3 g Stickoxide frei.

  16. Die CDU, der angeblich die Gewerbetreibenden sooo nah am Herzen liegen, interessiert sich kein Stück für solche Geschäfte die in der Johannisstraße sind und u.a. vom Durchzug der Fahrgäste der Busse abhängig sind.
    Ist eben die andere Seite des Neumarkts, und für die CDU ist das der Slum, was, ganz der Verbandelung mit Rauschen & Co geschuldet, ruhig noch schlimmer werden kann.

    • Das stimmt so nicht, Herr Cheeseman, eine Verbesserung der Situation in der Johannisstraße steht sehr wohl auf der AGENDA der CDU/BOB-Gruppe. So gab es beispielsweise erst in der letzten Stadtentwicklungsausschusssitzung eine diesbezügliche Anfrage.
      Dort ging es um eine Verbesserung für die Fußgänger durch eine “Entschleunigung” des zu schnell fahrenden “Ausnahmeverkehrs”. Allerdings sah die Verwaltung hier “keinen Handlungsbedarf”!

    • Dass eine Attraktivitätssteigerung dem Handel nicht helfen sollte, ist aber eine komische “Weisheit”. Wenn Sie den Handel mit Impulswaren oder Fast Food meinen, gebe ich Ihnen im Grundsatz recht. Aber “hochwertiger” Einzelhandel wird sich allein auf Grund der bestehenden Bussituation nicht ansiedeln lassen. Im Bereich von Busbahnhöfen etc. finden sich immer vorwiegend Niedrigsegmente.
      Zudem ging es nicht darum den Busverkehr “rauszunehmen”, Ihr Beitrag war somit “unqualifiziert”!

    • Leider denken Sie da sehr konservativ (haha, was anderes hätte auch verwundert), dazu passt auch der Quatsch mit dem Riesenparkhaus.
      Nicht qualifiziert? Das gebe ich prompt zurück. Übrigens, wer ansonsten in der Stadt den Busverkehr behindert (Abbau von Busspuren), den Bahnhalt Rosenplatz verschleppt und mangels Interesse und Fachwissen keine Konzepte zur Entzerrung des Busverkehrs hat, braucht es gar nicht versuchen, in der Johannisstraße Symbolpolitik zu betreiben. Lassen Sie’s, nimmt ohnehin niemand ernst.

    • Chris Cheeseman Verdrehen Sie doch nicht meine Worte!
      Von dem was Sie da von sich geben, habe ich überhaupt nichts geschrieben und Ihre “Interpretationen” geben nicht meine persönliche Meinung wieder!

  17. Ich überlege gerade, ob ich eine neue Facebook-Gruppe gründe; “Luftkurort Bad Neumarkt m.f.i.”
    Man könnte dan die ganze Neumarkt-Problematik dahin bringen, wo sie mit den Köpfen auch hingehört: In die Lächerlichkeit gezogen…..

  18. An die Steinzeit-Grünen:
    Wenn ihr alle eure Fahrverbote, Schikanen und Drangsalierungen mit der SPD und den anderen Betonköpfen hin bekommen habt, und der Neumarkt zur Wellness-Oase als überregionale Touristenattraktion als neuer Luftkurort gefeiert wird…..
    Kann man euch dann anstatt der Stadt verklagen, wenn die Grenzwerte WIEDER NICHT eingehalten werden? Trotz Sperrungen war das ja schon nicht der Fall. Oder Drangsaliert ihr dann anderswo fröhlich die Autofahrer weiter, deren Böse Abgaswerte sich einfach immer nur bei uns am Neumarkt sammeln? Auch die aus anderen Städten?

  19. Die Ergebnisse aus dem Schadstoffgutachten halte ich für sehr relevant in der Argumentation der Neumarkt”schließung”!
    Nur ein Drittel der Bevölkerung sind für die Sperrung lediglich für den Autoverkehr. Eine Mehrheit gäbe es allenfalls für eine komplette Schließung.

    Osnabrück läuft Gefahr, als Stadt der Fußgängerzone mit der höchsten Schadstoffbelastung in die Geschichte einzugehen. Würde der Neumarkt zur Fußgängerzone mit dem vorhandenen Busverkehr, würde der erste Platz wohl von der Johannisstr. übergehen.
    Das muss man sich mal überlegen: Wie viele “Fußgängerzonen” können wohl von sich behaupten von Stickoxidüberschreitungen betroffen zu sein?

  20. Es reicht: JETZT auf Biogas umstellen! Oldenburg hat es längst vorgemacht und mittlerweile die wohl umweltfreundlichste Busflotte Deutschlands. Aber einige Ratsmitglieder vergleichen Osnabrück ja lieber mit Melbourne oder Stuttgart …
    WARUM ist gerade “Oldenburg” Osnabrück hier um Meilen voraus?

  21. Es gibt z.B. die Möglichkeit Busse mit Erdgas oder Strom zu betreiben. Ich meine, wir leben mittlerweile im Jahr 2017 und was solche Dinge angeht, wird immer noch so getan, als lebten wir in der Zeit vor der großen Aufklärung. Warum nicht einfach vor den Toren der Stadt Parkflächen schaffen, Schienen verlegen und mit der Stadtbahn durch ein sauberes Osnabrück?! Unser Klima und die gute, teils historische Altbausubstanz wird es uns nachhaltig danken. Uns ein schlechtes Gewissen einreden, rauf mit den Steuern wegen der Umweltbelastung aber runter mit Moral und Ehrlichkeit. Ich glaub wohl es geht los.

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