Die Parfümeriekette Pieper – in Osnabrück noch mit einer Filiale am Nikolaiort vertreten – hat in der vergangenen Woche ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt, alle Filialen bleiben nach ersten Informationen vorerst geöffnet. Ziel ist eine nachhaltige Sanierung. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt die Lohnzahlungen.
Wird die Pieper-Filiale in Osnabrück geschlossen?
In Osnabrück betreibt Pieper weiterhin eine Filiale am Nikolaiort, ein ehemaliger Standort der in der Corona-Zeit ins Straucheln geratenen Kette Douglas. Nach den aktuell von Pieper mitgeteilten Plänen soll es nicht zu Filialschließungen kommen. Die Zahlung der Löhne und Gehälter übernimmt für bis zu drei Monate nun die Bundesagentur für Arbeit.
Wo hatte Pieper in Osnabrück seine Filialen?
Eine erst zwei Jahre zuvor umfangreich renovierte Pieper-Filiale in der Krahnstraße wurde im vergangenen Jahr, geschlossen. Am Standort in der Krahnstraße betrieb zuvor die inzwischen vom Markt verschwundenen Parfümeriekette Brenner ein Geschäft. Von 2009 bis 2014 war Pieper mit einer Filiale in der Großen Straße, neben C&A vertreten.
Wo kann man in Osnabrück zu Weihnachten noch Kosmetik und Parfüm kaufen?
Neben der Stadtparfümerie Pieper am Nikolaiort 6-9 (Haus Schäffer) gibt es in Osnabrück u.a. die Douglas-Filiale in der Großen Straße 27 (bei L&T), das auf „Zwillingsdüfte“ spezialisierte „Parfüm-Paradies“ am Kamp 14, Rituals mit seinen Eigenmarken in der Großen Straße 45 und die Fachabteilungen der Drogerieketten DM, Rossmann und Müller – ebenfalls in der Großen Straße.
Die Stadt-Parfümerie Pieper wurde vor fast 100 Jahren gegründet
Die Pieper-Insolvenz betrifft auch das laufende Weihnachtsgeschäft, welches für den Einzelhandel von großer Bedeutung ist. Der stationäre Handel und der Online-Shop von Pieper bleiben laut Unternehmensangaben uneingeschränkt geöffnet, um die Kunden weiterhin bedienen zu können. Pieper gilt als die größte inhabergeführte Parfümeriekette Deutschlands und wurde 1931 in Bochum gegründet.
Pieper hatte in der Corona-Pandemie erhebliche Umsatzeinbußen durch temporäre Schließungen erlitten. Der zuletzt veröffentlichte Geschäftsbericht (Juli 2021 bis Juni 2022) zeigte jedoch eine leichte Erholung mit einem Umsatz von 113,7 Millionen Euro und einem Gewinn von 0,2 Millionen Euro.
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